Als für zahlreiche attraktive Jobs aus verschiedenen Gründen Absagen eintrudeln, bemerke ich, dass meine Urlaubstage ebenso erschöpft sind wie ich. Gedanklich setze ich mich bereits mit meiner persönlichen "Exit-Strategie" auseinander: die fristgerechte Kündigung.
Diesen Plan verwerfe ich recht schnell, draußen wüten die Euro-, Griechenland- und andere Krisen, das lässt mich nicht gerade zuversichtlich in die Zukunft schauen. Auch wenn mir das als stark Wechselwilliger schwerfällt, rufe ich mich zur Vernunft. Wer festangestellt im Sattel sitzt, sollte nicht freiwillig vom Pferd springen.
Einen Monat später sitze ich an meinem Agenturschreibtisch. Das Handy klingelt, eine Hamburger Nummer. Eine Zusage: Ein Lebensmittelhersteller, bei dem ich mich initiativ beworben hatte und mein Konzeptpapier dem Marketingleiter vorstellen durfte, will mich einstellen. Eine Position, die erst noch geschaffen werden soll. Die Zustimmung des Betriebsrats steht aus, aber ansonsten ist alles besprochen.
"Der Vertrag wird Ihnen in wenigen Tagen zugeschickt. Haben Sie noch Fragen?", sagt die Stimme am anderen Ende der Leitung. "Nein", sage ich. Und dass ich mich auf die Zusammenarbeit und den Umzug nach Hamburg sehr freuen würde.
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