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Einsteiger will umsteigen Die fünf Stationen eines Jobwechsels

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Corbis

Er will weg. Bisher arbeitet Felix Schäfer in einer Münchner Agentur, nun sucht er einen neuen Job in Hamburg. Elf-Stunden-Arbeitstage, Bewerbungen in 800 Kilometern Entfernung: schwierig. Ist der Urlaub aufgebraucht, muss man tricksen, tarnen, täuschen - Erfahrungsbericht eines Wechselwilligen.

Eine Firma. Eine Stadt. Eine Richtung: bergauf. Das war einmal. Die "Kaminkarriere" im gleichen Unternehmen, ein klassischer, planbarer Berufsweg, wirkt wie ein Auslaufmodell in einem Autohaus. Sie verhält sich zu modernen Erwerbsbiografien wie die Pinnwand zur neuen Timeline bei Facebook: Bald ist sie ein Relikt aus einer längst vergangenen Zeit. Moderne Berufsbiografien dagegen sind von Brüchen, Scheitern, Umorientierung und zahlreichen Neustarts gekennzeichnet. Analog zu privaten Beziehungen werden Unternehmen und Städte zu Lebensabschnittsgefährten.

Wer heute ins Berufsleben einsteigt, weiß bereits, dass ihn regelmäßige Jobwechsel erwarten. In einer Mobilitätsstudie von TNS Infratest vor fünf Jahren sagten 70 Prozent der befragten Personalberater und Headhunter den Einsteigern fünf oder mehr Wechsel voraus; fast ein Drittel ging sogar von acht oder mehr verschiedenen Arbeitsplätzen im Laufe der Karriere aus.

Das Institut der deutschen Wirtschaft untersuchte im Dezember 2011 die Fluktuationsrate: Im Schnitt werden Arbeitsplätze alle drei bis vier Jahre neu besetzt. Jüngere Arbeitnehmer wechseln deutlich häufiger als die Generation 50plus, Hochschulabsolventen häufiger als Angestellte mit Berufsausbildung.

Ich bin ein Einsteiger. Und will umsteigen. Vor knapp drei Jahren habe ich mein Berufsleben als Markenberater bei einer Münchner Agentur begonnen und aus privaten Gründen beschlossen, von München nach Hamburg zu ziehen. Rund 800 Kilometer Luftlinie. Sechs Stunden mit der Bahn. Eineinhalb Stunden mit dem Flieger. Ein reibungsloser Jobwechsel sieht anders aus.

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Fünf Tipps für Wechselwillige
1. Check dein Profil, bevor es andere tun
Betreibe persönliches Reputationsmanagement in sozialen Netzwerken (Xing, LinkedIn, Facebook).
2. Netzwerke, bis der Chef kommt
Persönliches Netzwerk anzapfen (Xing-Kontakte, Freunde, Bekannte, frühere Chefs und Kollegen aus Praktika). Die Jobsuche subtil, aber breit bekannt machen.
3. Warte nicht, tu was
Bewirb dich initiativ! Blindbewerbungen mit kurzen Konzeptpapieren oder Ideenskizzen sind oft von Erfolg gekrönt. Nach einigen Tagen persönlich nachtelefonieren.
4. Sei sensibel
Nimm interne Stimmungen ernst und steuere authentisch gegen. Noch mehr arbeiten und "socializen" als sonst. Gute Stimmung verbreiten.
5. Plane sorgfältig und strategisch
Nicht zu viele Bewerbungsgespräche in zu kurzer Zeit wahrnehmen. Häufige Fehltage (Urlaub oder Krankheit) vor oder nach dem Wochenende fallen den aktuellen Chzef und Kollegen unangenehm auf.
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