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Sommerjobs für Schüler und Studenten Extrageld plus Gummibärchen

Gießer in der Lebensmittelbranche: Gummibärchen gratis im Ferienjob Zur Großansicht
DPA

Gießer in der Lebensmittelbranche: Gummibärchen gratis im Ferienjob

Wenn das Geschäft brummt, sind Ferienjobber gefragt. Viele Unternehmen heuern zur Urlaubszeit deutlich mehr Schüler und Studenten an als in den letzten Jahren. Vor allem die Autoindustrie bietet viele Jobs, gesucht werden auch Gummibärchengießer - Verkostung gratis.

"Haribo macht Kinder froh", so lautet ein alter Werbeslogan eines Bonner Süßwaren-Produzenten. Und Studenten und Schüler ebenso? Ihnen bietet das Unternehmen in der kommenden Ferienzeit Jobs an. Zwischen Juni und August können rund 120 Aushilfskräfte mehrere Wochen in der Produktion und Logistik arbeiten. Gummibärchen-Verkostung ist dabei nicht nur erlaubt, sondern sogar erwünscht: "Dass unsere Mitarbeiter jederzeit Gummibärchen probieren dürfen, gehört für uns zur internen Qualitätskontrolle", sagte Firmensprecher Marco Alfter.

Auch in anderen Branchen stehen die Chancen auf einen Aushilfsjob derzeit gut. "Es gibt einen allgemeinen Trend zu mehr Ferienjobs", sagt Paul Ebsen, Sprecher der Bundesagentur für Arbeit. "Gerade in der Zuliefer- und Fertigungsindustrie und im Gesundheitswesen sind Schüler und Studenten eine Entlastung für die wenigen Fachkräfte. Grund für die vielen Ferienjobs ist wohl die positive konjunkturelle Entwicklung." Unternehmen greifen vor allem auf Schüler und Studenten zurück, weil sie mit ihnen flexibel und kurzfristig Schwankungen in der Produktion ausgleichen könnten. Noch vor zwei Jahren während der Wirtschaftskrise hatte das anders ausgesehen.

Besonders gut sind die Aussichten jetzt in der Automobilbranche. Allein der Stuttgarter Konzern Daimler sucht mehr als 4300 Ferienbeschäftigte in den Werken für Personenwagen, etwa 2150 für die Lastwagenproduktion. "Die ersten Arbeitskräfte starteten bereits Ende März, die Hochphase wird in den Sommermonaten zwischen Juli und September sein", so das Unternehmen.

Pro Monat 2200 Euro Taschengeld

Der Autobauer Audi, eines der beliebtesten Unternehmen bei Berufsanfängern, stellt zwischen Mai und September wegen der guten Auftragslage Schüler und Studenten in Ingolstadt und Neckarsulm ein. Vier bis acht Wochen können Ferienjobber in der Fahrzeugfertigung arbeiten und dabei ungefähr 2200 Euro im Monat verdienen - vorausgesetzt, sie sind mindestens volljährig, handwerklich geschickt und bringen die Bereitschaft zur Schichtarbeit mit.

MAN will 130 Ferienjobber an seinem Standort Nürnberg beschäftigen. Der Lastwagenbauer sucht Ferienjobber sowohl in der Produktion als auch im kaufmännischen Bereich. Neben dem Vorteil, dass mit den Aushilfskräften vor allem in der Urlaubszeit Lücken ausgeglichen werden können, sieht Sprecher Stefan Straub den Nutzen auch darin, Nachwuchs anzuwerben.

Europas größter Automobilkonzern VW will in den Werksferien zunächst vor allem Beschäftigte aus der Stammbelegschaft einsetzen, die auf freiwilliger Basis mehr arbeiten wollen. Um die Produktion hoch zu halten, könnten aber zusätzliche Aushilfen rekrutiert werden, sagte ein Firmensprecher. 2011 arbeiteten mehr als 2000 Frauen und Männer als Ferienbeschäftigte bei VW in Wolfsburg.

Auch Bosch setzt diesen Sommer auf Schüler und Studenten. Das Unternehmen rechnet mit einem Bedarf von rund 4500 Ferienarbeitern. Der als "Schraubenkönig" bekannte Konzern Würth in Künzelsau bietet vor allem Aushilfsjobs in der Logistik an. Zwischen 150 bis 200 Leute sollen es dieses Jahr sein, berichtet Sprecherin Janina Knab.

Die Firmen planen offenbar aber nur dann mit Ferienjobbern, wenn die Bilanz stimmt. Opel bietet schon seit Jahren keine Aushilfsjobs für Schüler oder Studenten mehr an. "Die produktionsfreie Zeit während der Werksferien wird für Wartung, Instandhaltung und Umbaumaßnahmen in der Fertigung benötigt", so der Autohersteller aus Rüsselsheim. Opel leidet unter einer herben Absatzflaute - die Mitarbeiter bauen diesen Sommer eher ihre Arbeitszeitkonten ab.

joe/dpa

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insgesamt 10 Beiträge
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1.
saarstudentin 21.04.2012
Zitat von sysopDPAWenn das Geschäft brummt, sind Ferienjobber gefragt. Viele Unternehmen heuern zur Urlaubszeit deutlich mehr Schüler und Studenten an als in den letzten Jahren. Vor allem die Autoindustrie bietet viele Jobs, gesucht werden auch Gummibärchengießer - Verkostung gratis. http://www.spiegel.de/karriere/berufsstart/0,1518,828285,00.html
Ja, Jobs in der Industrie sind schon toll für die Ferien. Man verdient richtig Schotter... ich hab mal in einem Betrieb gearbeitet, an dem es an Feiertagen fette Lohnaufschläge gab, bis man am Ende 20 Euro die Stunde verdiente... Naja, trotzdem würde ich sowas nicht mehr haben wollen. Solche Jobs sind laut, anstrengend, langweilig, Fließbandarbeit halt. Dagegen helfen auch keine Gummibärchen. Lieber ist mir da doch meine 400-Euro-Kellnerei. Da verdien ich zwar nur 6,5 die Stunde, aber es macht sehr viel mehr Spaß. Aufschläge gibts da zwar nicht, dafür aber Trinkgeld.
2.
no_title 21.04.2012
Mist, dass ich das mit dem Studium schon lange hinter mir habe. Der Gummibärchen-Job wär's gewesen. :D
3.
Stäffelesrutscher 21.04.2012
Gummibärchen-Tester, hmmm - da könnte doch dieser Berufsjugendliche anfangen, der demnächst seinen Halbstundenjob verliert?
4. ...
Arktuss 21.04.2012
Vielleicht sollte ich meinen Vollzeitjob aufgeben und Ferienjobber werden, der Verdienst scheint deutlich höher zu sein...
5.
phoenix56 21.04.2012
nachdem ich 20 Jahre lang Werbung für Haribo in den US gemacht habe, vieleicht bekomme ich nun auch einen Job bei Denen?
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