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Mitarbeitersuche Personalchefs suchen lieber offline

Ifo-Randstad-Studie: Wie Personalchefs Bewerber suchen Fotos
DPA

Die Zukunft der Bewerbersuche gehört Xing und Facebook? Mag sein, aber in der Gegenwart gehen deutsche Personalchefs lieber konventionelle Wege. Sie setzen mehrheitlich auf Printanzeigen und persönliche Kontakte. Das zeigt eine exklusive Studie von Ifo-Institut und Randstad.

Nur knapp zehn Prozent der Firmen nutzen bisher die sozialen Netzwerke, um Mitarbeiter zu werben. Am weitesten verbreitet ist die klassische Stellenanzeige in den Printmedien, auf die etwas mehr als der Hälfte zurückgreift. Fast ebenso oft ziehen Firmen persönliche Kontakte für die Suche nach neuen Mitarbeitern heran und starten beispielsweise Programme wie "Mitarbeiter werben Mitarbeiter". 56 Prozent verlassen sich auf den Service der Bundesagentur für Arbeit.

Das geht aus einer Studie von Ifo-Institut und Randstad hervor, die KarriereSPIEGEL exklusiv präsentiert. Dazu wurden 1000 Personalchefs von Unternehmen verschiedenster Größen und Branchen befragt. Da die meisten Betriebe mehrere Kanäle zur Mitarbeitersuche nutzen, konnte jeder Personaler mehrere Möglichkeiten auswählen.

Auch wenn nur wenige Unternehmen die Bewerbersuche stark auf soziale Netzwerke verlegen, kommt dem Internet dabei eine wachsende Bedeutung zu. Dabei sind die Jobbörsen nicht der größte Posten, viele Unternehmen bauen seit Längerem auf eigene Karriereportale. Jobseiten wie Monster und StepStone könnten in Zukunft zu kämpfen haben, wenn noch mehr Unternehmen Rekrutierungsplattformen ins Netz stellen und diese über soziale Netzwerke bewerben.

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Vor allem große Unternehmen wie Deutsche Post und Lufthansa nutzen Facebook bereits stark, um auf Jobausschreibungen auf ihren eigenen Karriereseiten zu verweisen und dort Fragen rund um die Bewerbung zu beantworten. Das belegt auch die Ifo-Randstad-Studie: Unternehmen ab 500 Mitarbeitern setzen erheblich häufiger auf die Möglichkeiten des Internet, mit der Größe steigt auch die Aktivität in den sozialen Netzwerken. Personalchefs aus dem Dienstleistungssektor bauen mit 13 Prozent schon stärker als der Durchschnitt (9 Prozent) auf die Mitarbeitersuche in sozialen Netzwerken.

Flexibilität verliert an Bedeutung

Die Antworten der Personalchefs in einer offenen Kategorie lassen noch auf zwei nicht abgefragte Methoden der Mitarbeitersuche schließen, die viele Unternehmen nutzen: Dies sind die Personalvermittlung über Personalberater und Headhunter, sowie Zeitarbeitsfirmen.

Die Frage nach den Rekrutierungswegen wurde im Rahmen der Erhebung des ifo-Randstad-Flexindes gestellt. Alle drei Monate werden 1000 Personalchefs gefragt, wie stark sie den Einsatz des Personals durch Überstunden, Zeitarbeit, Outsourcing oder Minijobs flexibel gestalten. Generell hat die Bedeutung dieser Maßnahmen abgenommen. Im Gegensatz zum vorherigen Quartal haben Überstunden zugenommen und Arbeitszeitkonten an Bedeutung verloren, was darauf hindeutet, dass Mehrarbeit wieder stärker in Geld statt in Freizeit abgegolten wird.

  • KarriereSPIEGEL-Autorin Maria Huber (Jahrgang 1983) ist freie Journalistin in Hamburg. Am liebsten schreibt die gebürtige Bayerin über alle Themen rund um Gründung und Selbständigkeit und geht im Web und in sozialen Netzwerken auf die Suche nach Wissenswertem zum Arbeitsmarkt 2.0.

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