• Drucken
  • Senden
  • Nutzungsrechte
 

Ohne BWL zum Dow Jones Verlag "Ich produziere eigene Börsen-Newsletter"

Sabrina Schadwinkel, 26, ist seit August 2011 Trainee beim Wirtschaftsverlag Dow Jones in Frankfurt Zur Großansicht
Pauline Houédé

Sabrina Schadwinkel, 26, ist seit August 2011 Trainee beim Wirtschaftsverlag Dow Jones in Frankfurt

Als Trainees reifen Berufseinsteiger zu Führungskräften heran - theoretisch. Doch in der Praxis heißt es manchmal Ausbeutung statt Ausbildung, Langeweile statt Leistung. Fünf Trainees erzählen von guten wie schlechten Erfahrungen. Und verraten, was sie ihren Nachfolgern raten.

"Eigentlich habe ich an der Uni Heidelberg Übersetzen und Dolmetschen für Englisch und Französisch studiert. Obwohl das spannend war, wollte ich kreativer arbeiten; als Dolmetscher ist man ja strikt an das gebunden, was jemand anderes sagt.

Deshalb habe ich unter anderem ein Praktikum bei einer Corporate-Publishing Agentur in Köln absolviert, die Unternehmensmedien wie zum Beispiel Kundenmagazine produziert. Das hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich mich bei Unternehmen beworben habe, die auch Corporate Publishing anbieten. Da war es mir, ehrlich gesagt, egal, ob eine Trainee-Stelle dabei herausspringt oder ein Volontariat.

Dann wurde ich zum Bewerbungsgespräch beim Wirtschaftsverlag Dow Jones eingeladen. Dass ich kein BWL oder so studiert habe, war nicht schlimm, das Credo des Verlages war: Wenn Sie Interesse an Finanz-und Wirtschaftsthemen haben und das wirklich wollen, dann arbeiten wir Sie schon ein, das ist kein Problem.

Klar stukturiertes Programm

Und so ist es auch. Ich bin jetzt knapp vier Monaten dabei und schon so weit, dass ich mit den Kollegen im Team Börsen-Newsletter produzieren kann.

Fotostrecke

5  Bilder
Vom Trainee zum Chef: Bahn frei, hier komme ich!
Auch sonst ist das Traineeprogramm klar strukturiert. Am Anfang habe ich mit allen Abteilungsleitern eine Stunde zusammengesessen, sie haben mir ihre Arbeit erklärt und meine Fragen beantwortet. Ich habe einen 12-monatigen Ausbildungsplan, die Grundausbildung absolviere ich sechs Monate lang im Corporate-Publishing.

Dazu gehört, dass ich die Konzeption von Kundenprojekten von Anfang an begleite: vom ersten Entwurf für das grafische und inhaltliche Konzept bis hin zur Angebotserstellung, das komplette Ding. Im zweiten Halbjahr bin ich jeweils zwei Wochen in anderen Abteilungen, zum Beispiel beim Nachrichtenticker.

Bald habe ich mein erstes Perspektivgespräch, und es ist vertraglich festgelegt, dass sie mir drei Monate vor Vertragsende sagen müssen, wie es mit der Übernahme aussieht.

Über die Bezahlung möchte ich nichts sagen, aber so viel kann ich verraten: Ich bin zufrieden. Ich würde ein Trainee-Programm auf jeden Fall empfehlen, weil man das gesamte Unternehmen kennenlernt und dadurch keine Scheuklappen bekommt."

(jam)

Diesen Artikel...
  • Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • Auf anderen Social Networks teilen

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik KarriereSPIEGEL
RSS
alles aus der Rubrik Berufsstart
RSS
alles zum Thema Trainees - KarriereSPIEGEL
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Fotostrecke
Ungewöhnliche Karrieren: Trainees, die Schlagzeilen machten
Verwandte Themen

Fotostrecke
Hart, aber herzlich: Worauf es bei Trainee-Programmen ankommt

Fotostrecke
Trainee-Gehälter im Überblick: Je größer, desto mehr


Social Networks