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Praktikanten-Quiz Schuftest du noch oder verdienst du schon?

Generation Praktikum: Demonstrieren gegen Missstände der Beschäftigungsverhältnisse Zur Großansicht
DDP

Generation Praktikum: Demonstrieren gegen Missstände der Beschäftigungsverhältnisse

Haben Praktikanten Rechte? Welche Zeugnisfloskel ist fies verstecktes Gift - und wer ist eigentlich die deutsche Monica Lewinsky? Testen Sie, was Sie über das akademische Prekariat wissen: im Quiz zur "Generation Praktikum"!

Schlimme Zeiten sind das: Selbst Eliteuni-Absolventen tingeln in Sack und Asche durch die Wartehallen der Berufswelt. Familienvätern fehlt das Geld, um von zu Hause auszuziehen. Und gierige Personalchefs frohlocken über hoch qualifizierte Knechte, die nach dem Studium billig und willig Kettenpraktika absolvieren, weil sie auch bei der hundertsten Bewerbung einfach noch nicht zum Zuge gekommen sind.

So verheerend ist es um die vielbesungene "Generation Praktikum" bestellt, wenn man ihren eigenen Klagen und dem Medienhype um das "Prekariat" glauben kann - beide Begriffe schafften es unter die Top Ten der Wörter des Jahres 2006. Da möchte mancher am liebsten ewig studieren, um bloß diesem ausbeuterischen Berufsleben fernzubleiben. Geht leider auch nicht: Dank saftiger Studiengebühren werden Studenten schon früh auf das Leben in vollkommener Armut vorbereitet.

Doch da ist auch Hoffnung. Lebt nicht die "digitale Boheme" Alternativen vor? Die Zentrale Intelligenz-Agentur in Berlin zum Beispiel preist neue Arbeitsformen als Zukunftmodell: Man macht sich selbstständig, bildet Netzwerke und erledigt zehn Auftrags-Jobs zugleich. Webdesign, Public Relations, Firmenkonzepte - die neuen Kreativen können scheinbar alles. Mit dem Klapprechner auf den Knien bloggen und podcasten sie gegen die Job-Misere an. Und wenn es doch schief geht, verhindert der Eltern-Airbag den harten Aufprall in der Realität.

Wie sieht die "Generation Praktikum" wirklich aus, und was wissen Sie darüber? Testen Sie sich im SPIEGEL-ONLINE-Quiz, der idealen Arbeits-Ablenkung für zwischendurch - wenn Sie in Ihrem unbezahlten 45-Stunden-Job gerade nicht Kaffee kochen oder kopieren müssen.

Startklar? Und ab dafür - hier geht's zum Quiz...

  • Stephan Orth (Jahrgang 1979) ist SPIEGEL-ONLINE-Redakteur.

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1. Bildbarbeitung in Asien statt in Deutschland
Stephanowitz 27.03.2011
Der Praktikant der kostenlos arbeitet und vergebens auf eine feste Anstellung wartet ist doch eine normale Erscheinung in unserer globalisierten Gesellschaft. Da werden von cleveren deutschen Unternehmern in Osteuropa und Asien Firmen gegründet in denen qualifizierte Computerarbeit wie Buchhaltung, Programmierung und Grafik für Deutschland erledigt wird. Einheimische arbeitswillige Fachkräfte haben die Wahl zwischen subventionierten Ein_Eurojobs oder unbezahlten Praktika. In einer besonders peinlichen Weise wirbt die Firma Group D.M.T auf dem Portal Jobrapido für Bildbearbeitung nach deutschen Qualitätsstandard. Hier bearbeiten über 300 Mitarbeiter Bilder für vornehmlich deutsche Firmen. Das es gerade in der deutschen Bundeshauptstadt ein kreatives Proletariat von Praktikanten und Selbstausbeutern gib, wem wundert das, Berlin ist in dieser Hinsicht arm und nicht sexy.
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