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MBA-Weltreisende Wieso ausgerechnet Deutschland?

Mannheim Business School: Auch in Deutschland gibt es gute MBA-Adressen Zur Großansicht
Mannheim Business School

Mannheim Business School: Auch in Deutschland gibt es gute MBA-Adressen

4. Teil: Javier L'Eglise, Mexikaner - "Eine ganz schön schwere Sprache"

Als sich Javier L'Eglise auf die Suche nach einem geeigneten MBA-Programm machte, war der Mexikaner schnell verloren in der Fülle von Angeboten. Er wusste nicht, in welchem Land er studieren sollte und an welcher Business School. Der Ingenieur, der fünf Jahre im Logistikbereich bei Procter & Gamble in Mexiko-Stadt gearbeitet hatte, ging das Ganze daher systematisch an und stellte sich drei Fragen:

Wie sind die beruflichen Möglichkeiten in einem Land, passen sie zu meinen mittel- und langfristigen Plänen? Was sind meine persönlichen Interessen, wie passen sie zum Land, in dem ich studieren möchte? Was ist das Besondere an der Business School und dem MBA-Programm, wie passt es zu meiner derzeitigen Situation und meinen Zukunftsplänen?

Schließlich sprach alles für Deutschland und die Mannheim Business School. Deutschland sei nun mal das wirtschaftliche Powerhouse in Europa, trotz Euro-Krise, sagt L'Eglise, 27. Und eine Exportnation brauche auch Mitarbeiter mit internationalem Hintergrund und Kenntnissen über Schwellenländer wie Mexiko.

Hinzu kamen seine persönlichen Interessen. "Als Pianist und Liebhaber klassischer Literatur hat mich die deutsche Kultur mit ihren berühmten Musikern, Philosophen, Schriftstellern schon immer fasziniert", sagt Javier L'Eglise. Pluspunkte waren für ihn auch der gänzlich andere Lebensstil im Vergleich zu Mexiko sowie die Möglichkeit, eine neue Sprache zu lernen.

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Gegen die USA sprachen vor allem die längere Studiendauer und die hohen Studiengebühren. "Hohe Schulden sind ein großes Risiko und beschränken meine Möglichkeiten", sagt der MBA-Student, der sein Studium mit Krediten, seinen Ersparnissen und einem Stipendium der mexikanischen Regierung finanziert. "Ich will nicht gezwungen sein, zu einer Investmentbank in New York gehen zu müssen, nur um meine Schulden abbezahlen zu können." Auch wenn die deutschen MBA-Schulen international noch nicht so bekannt seien, so stehe Deutschland für einen hohen Qualitätsstandard. Zudem bekomme er durch das Studium gute Kontakte zu deutschen Firmen.

Sein Ziel ist es, nach dem Studium zwei bis drei Jahre in Deutschland zu arbeiten und dann wieder nach Mexiko zurückzugehen, vielleicht sogar für ein deutsches Unternehmen mit Präsenz in Mexiko. Doch zunächst einmal muss Javier L'Eglise außer dem enorm zeitaufwendigen MBA-Studium noch Deutsch lernen - "und das ist eine ganz schön schwere Sprache".

  • Helga Kaindl
    KarriereSPIEGEL-Autorin Bärbel Schwertfeger ist freie Journalistin in München. Sie schreibt seit 20 Jahren über das Thema MBA - auch in ihrem "MBA-Journal".

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insgesamt 5 Beiträge
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1.
CMH 13.03.2012
Zitat von sysopMannheim Business SchoolInternationale Top-Schulen dominieren den MBA-Markt. Viele deutsche Hochschulen haben trotzdem ihren Reiz. Ein Inder, ein Mexikaner und ein US-Amerikaner erzählen, warum sie sich für ein Managerstudium in Deutschland entschieden haben. http://www.spiegel.de/karriere/berufsstart/0,1518,820910,00.html
Na, da kann man dem Inder nur zurufen: Herzlich Willkommen im Land der Jammerer, Neider und Nörgler.
2.
DerNachfrager 13.03.2012
Wer schon in der Einleitung MBA und "Managerstudium" gleichsetzt zeigt, dass er von beidem nix verstanden hat.
3.
takeitoffline 14.03.2012
Was die Inder und Mexikaner vergessen haben zu wissen, ist das in diesem Land viel Diskriminierung gibt und kein Inder und Mexikaner ins Management einsteigen kann, weil er nicht "Deutsch" ist. Die Deutsche haben viel vorurteile gegen die Ausländer und dürfen nur Obst und Gemüse verkaufen mehr können die wahrscheinlich auch nicht, wenn man von der deutschen Seite es betrachtet.
4. Langweilige Vorurteile
ditor 14.03.2012
Zitat von takeitofflineWas die Inder und Mexikaner vergessen haben zu wissen, ist das in diesem Land viel Diskriminierung gibt und kein Inder und Mexikaner ins Management einsteigen kann, weil er nicht "Deutsch" ist. Die Deutsche haben viel vorurteile gegen die Ausländer und dürfen nur Obst und Gemüse verkaufen mehr können die wahrscheinlich auch nicht, wenn man von der deutschen Seite es betrachtet.
Genau, so jemanden wie den (Inder) Anshu Jain der nun die Nachfolge Ackermanns bei der Deutschen Bank antritt gibt es gar nicht.
5. Vorurteile?
meyerhth 15.03.2012
Zitat von takeitofflineWas die Inder und Mexikaner vergessen haben zu wissen, ist das in diesem Land viel Diskriminierung gibt und kein Inder und Mexikaner ins Management einsteigen kann, weil er nicht "Deutsch" ist. Die Deutsche haben viel vorurteile gegen die Ausländer und dürfen nur Obst und Gemüse verkaufen mehr können die wahrscheinlich auch nicht, wenn man von der deutschen Seite es betrachtet.
Schade das Sie das so sehen, aber Vorurteile haben sie ganz bestimmt nicht oder? Zumindest nicht gegenüber Deutschen.
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