• Drucken
  • Senden
  • Nutzungsrechte
 

Was mit Werbung Alles unter einem Dach

HdM Stuttgart

Wo kommen all die jungen Werber her? Zum Beispiel von der Stuttgarter Hochschule der Medien. 4000 Studenten suchen dort nach einem Einstieg in die Medien- und Werbewelt, dafür sollen sie viel ausprobieren und gern auch in anderen Studiengängen schnuppern gehen.

  • Die Hochschule: Raum für Experimente

Die Stuttgarter Hochschule der Medien hat rund 4000 Studenten an zwei Standorten, dem Hauptsitz in Vaihingen und der Dependance in der Stadtmitte. Ihre Wurzeln reichen bis an den Anfang des 20. Jahrhunderts zurück.

Die staatliche Fachhochschule bildet Generalisten und Spezialisten für die Medienwelt aus. Sie will Wissenschaft und Praxis verbinden, setzt auf praktische Aufgaben in Workshops und Projekten. Auch die technische Ausstattung soll dazu beitragen, dass die Studenten viel ausprobieren, etwa beim Hochschulradio, beim Studentenfernsehen und in einer Lehrredaktion.

  • Das Studium: 21 Mal Medien und Werbung

Insgesamt bietet die Hochschule 21 Studiengänge an. Der Bachelor-Studiengang Werbung und Marktkommunikation hat eine überschaubare Größenordnung mit insgesamt 270 Studenten. Inhaltlich geht es um alles, was in der Werbe- und Medienwelt eine Rolle spielt, um Strategien und Konzepte, ums Texten und Gestalten.

Im Hauptstudium kann man sich auf die Schwerpunkte Integrierte Kommunikation und Public Relations spezialisieren und Vertiefungsfächer wählen. Praxisorientierte Übungen gehören stets dazu, oft begleitet von Dozenten aus der Wirtschaft und Werbewelt.

Auch in anderen Fächern geht es um Aspekte der Werbung, etwa im Bachelor-Studium Medienwirtschaft und Informationsdesign, im Master-Studium Elektronische Medien sowie Packaging, Design and Marketing. Die Bandbreite von 21 Studiengängen im Medienbereich sieht die Hochschule als ihren besonderen Pluspunkt und ermuntert die Studenten zum Schnuppern in anderen Projekten: "Alles unter einem Dach".

  • Die Projekte

Ein Beispiel für die Zusammenarbeit über die Fächergrenzen hinweg ist das fiktive Getränk "Impuls". Die Studenten von Packaging Design & Marketing entwickelten Flasche, Verpackung und Gebinde; die Werbestudenten dachten sich einen Spot aus. Bei den Kommilitonen der Audiovisuellen Medien entstand der Werbefilm - und der kann sich sehen lassen: Ein kleiner Büroangestellter nimmt Rache, indem er seinen Kleinwagen in einen Panzer verwandelt und damit die Limousine eines Parkplatzklauers schreddert (siehe Video oben).

Fotostrecke

9  Bilder
Stuttgarter Medienhochschule: "Wer wagt es, Rittersmann oder Knapp?"
Multimedial unterwegs sind die Studenten, die derzeit Installlationen für einen "Pavillon der Sinne" im Zuge der Landesgartenschau 2014 in Schwäbisch Gmünd austüfteln. Im Projekt "Entente Florale" geht es um eine Werbekampagne, damit mehr Blumen in Städten wachsen. Mit Themen und Trends aus der Werbewelt befasst sich das Werbermagazin "Point", das Studenten selbst gestalten.

  • Aufnahme: So geht's hinein

Die Plätze im Studiengang Werbung und Marktkommunikation sind sehr begehrt: 40 Bewerber wurden zum letzten Wintersemester aufgenommen, die Hochschule verzeichnete aber 1400 Bewerber.

In den letzten Jahren lag der Numerus clausus zwischen 1,4 und 2,0; wer eine abgeschlossene Berufsausbildung mit Werbe-Bezug mitbringt, erhält einen Notenbonus. Weil das Land Baden-Württemberg die Zahl der Studienplätze angesichts doppelter Abiturienten-Jahrgänge ausgebaut hat, gibt es in diesem jahr mehr Studienplätze als zuvor.

Jochen Leffers (Jahrgang 1965) ist SPIEGEL-ONLINE-Redakteur.

Diesen Artikel...
  • Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • Auf anderen Social Networks teilen

Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 5 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Naturwissenschaften.....
Alangasi, 16.05.2011
....sollt Ihr studieren! Heißluftspender haben wir schon mehr als genug!
2. Naturwissenschaften.....
Alangasi, 16.05.2011
....sollt Ihr studieren! Heißluftspender haben wir schon mehr als genug!
3. Alles unter einem Dachschaden
wordpole, 17.05.2011
Zitat von sysopWo kommen all die jungen Werber her? Zum Beispiel von der Stuttgarter Hochschule der Medien. 4000 Studenten suchen dort nach einem Einstieg in die Medien- und Werbewelt, dafür sollen sie viel ausprobieren und gern auch in anderen Studiengängen schnuppern gehen. http://www.spiegel.de/karriere/berufsstart/0,1518,762867,00.html
Sind gerade Werbewochen bei SPON oder warum kommt jetzt hier jeden Tag ein Beitrag über die Werbebranche und ihre Ausbildungsstätten? Es reicht jetzt. Wirklich. Danke.
4. die arbetswelt von heute
KnechtRuprecht 17.05.2011
ich finde es gut, dass es diesen job-bereich gibt, so erfährt man doch, wie es in anderen arbeitstellen zugeht. und ich finde es erschreckend welche arbeitsbedingungen in dieser glamourösen branche herrschen. ohne jetzt auf die einzelnen punkte einzugehen, scheint mir dass schulisch gebldete leute, also hohe schulabschlüsse, gute ausbildungen, sich mehr ausnutzen lassen als stink normale handwerker. mir ist zb. nie zu ohren gekommen, dass automechaniker ein 2 jahriges praktikum, natürliuch für kostenlos absolvieren müssen, bevor der arbeitgeber mal einen arbeitsvertrag vorlegt. da wird vom ersten tag an gearbeitet und geld verdient. wenn ich die zeit noch mal zurückdrehen könnte, würde ich ins harndwerk gehen, damals war ich noch geblendet, und dachte mir ein bürojob wäre viel besser. dagegen ist diese ganze IT/TK dienstleisterbranche auf ausbeutung der arbeitnehmer ausgelegt. sowas wie "überstunden sind im arbeitslohn bereits abgegolten", ich wusste gar nicht dass es sowas überhaupt gibt. zumal ich sagen muss, dass so ein mist an mir bisher vorbeigegangen ist, aber allein die exsistenz solch einer arbeitsvertragsklausel finde ich sehr erschreckend. meine erste arbeitserfahrung konnte ich als schüler in der fabrik/produktion sammeln. dort gab es natürlich keinen glamourösen büro-/dienstleistungsjob, sondern körperliche arbeit. aber so ein mist wie, überstunden sind im vereinbarten arbeitslohn bereits entgolten, ständige urlaubssperren weil von vornherein mit unterbesetzung kalkuliert wird, was auch dazu führt dass man max. 2 wochen urlaub am stück nehmen kann, gab's in dieser alten guten produktionsarbeit nicht. ich finde es schlimm, dass sich die arbeitswelt für den arbeitnehmer zum schlechteren entwickelt.
5. Werbung
picard95, 17.05.2011
Zitat von KnechtRuprechtich finde es gut, dass es diesen job-bereich gibt, so erfährt man doch, wie es in anderen arbeitstellen zugeht. und ich finde es erschreckend welche arbeitsbedingungen in dieser glamourösen branche herrschen. ohne jetzt auf die einzelnen punkte einzugehen, scheint mir dass schulisch gebldete leute, also hohe schulabschlüsse, gute ausbildungen, sich mehr ausnutzen lassen als stink normale handwerker. mir ist zb. nie zu ohren gekommen, dass automechaniker ein 2 jahriges praktikum, natürliuch für kostenlos absolvieren müssen, bevor der arbeitgeber mal einen arbeitsvertrag vorlegt. da wird vom ersten tag an gearbeitet und geld verdient. wenn ich die zeit noch mal zurückdrehen könnte, würde ich ins harndwerk gehen, damals war ich noch geblendet, und dachte mir ein bürojob wäre viel besser. dagegen ist diese ganze IT/TK dienstleisterbranche auf ausbeutung der arbeitnehmer ausgelegt. sowas wie "überstunden sind im arbeitslohn bereits abgegolten", ich wusste gar nicht dass es sowas überhaupt gibt. zumal ich sagen muss, dass so ein mist an mir bisher vorbeigegangen ist, aber allein die exsistenz solch einer arbeitsvertragsklausel finde ich sehr erschreckend. meine erste arbeitserfahrung konnte ich als schüler in der fabrik/produktion sammeln. dort gab es natürlich keinen glamourösen büro-/dienstleistungsjob, sondern körperliche arbeit. aber so ein mist wie, überstunden sind im vereinbarten arbeitslohn bereits entgolten, ständige urlaubssperren weil von vornherein mit unterbesetzung kalkuliert wird, was auch dazu führt dass man max. 2 wochen urlaub am stück nehmen kann, gab's in dieser alten guten produktionsarbeit nicht. ich finde es schlimm, dass sich die arbeitswelt für den arbeitnehmer zum schlechteren entwickelt.
Ich würde Kfz-Mechaniker bzw. Mechatroniker lernen wollen und ärgere mich damals Maler & Lackierer gelernt zu haben vor meinem Studium; vielleicht mache ich (mit 40 Jahren) demnächst ein kostenloses Praktikum bei meiner Dorfschmiede in der Werkstatt. Ginge zwar von meiner knappen Freizeit ab und ich kann nur samstags dort arbeiten, aber im Gegensatz zu meinem Informatikerjob (wo ich mir wie Dilbert vorkomme) wäre es mal eine sinnvolle Tätigkeit.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik KarriereSPIEGEL
RSS
alles aus der Rubrik Berufsstart
RSS
alles zum Thema Und nun zur Werbung - KarriereSPIEGEL
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Fotostrecke
Werbeagentur Jung von Matt: Da steht 'n Pferd auf dem Flur
Wenn Werber besonders kreativ sein wollen, versteht der Konsument oft nur Railway Station, also Bahnhof - bei englischer Reklame nämlich. Komm rein und finde wieder raus: Begreifen Sie, was diese zehn Sprüche uns sagen sollen? mehr...


Fotostrecke
Schland, oh Schland: Was ist typisch deutsch?
Wo geht's denn hier zur Werbung?
Ausbildung
Corbis
In der Werbung können junge Menschen in ganz verschiedenen Bereichen anheuern. Die Kreativabteilungen suchen zum Beispiel Werbetexter oder Grafiker; im Beratungsbereich bilden Agenturen unter anderem ihre Marketing- oder Strategieexperten aus. Zudem gibt es auch Event- oder Mediaplaner, die etwa Zeitschriften oder TV-Sender im Blick haben.
Genau hinschauen
Im Gegensatz zu den meisten Branchen gibt es in der Werbewirtschaft keinen Ausbildungstarifvertrag. Gewerkschafter raten deshalb, bei der Auswahl eines Traineeplatzes genau hinzusehen. Oft bieten nur großen Agenturen gute Möglichkeiten zur Aus- und Fortbildung an. So können Trainees bei Serviceplan "berufsbegleitend an zahlreichen Veranstaltungen des internen Weiterbildungs-Programms teilnehmen"; Scholz&Friends stellt Trainees zudem persönliche Mentoren zur Seite. Der Andrang ist groß: Auf eine Trainee-Stelle kommen oft 20 Bewerber.
Zugang und Studium
Einen reglementierten Ausbildungsweg gibt es nicht, die Werbebranche ist auch für Quereinsteiger offen. Potentielle Texter können sich im Copy-Test, einer Art Textwettbewerb, für eine Agentur empfehlen. Der Trend zur Akademisierung ist aber deutlich, immer mehr Agenturen erwarten studierte Bewerber. In den Kreativbereich führen diese Studiengänge: Grafik-, Kommunikations- oder Mediendesign - oder der Besuch einer Texterschule. Dem Beratungsbereich nähert man sich durch: BWL oder Wirtschaftswissenschaft mit Schwerpunkt Marketing; Medien- oder Kommunikationswissenschaften; Medienwirtschaft, Medien- oder Eventmanagement; auch Psychologie oder Soziologie.
Bachelor oder Master?
Für Werber muss es kein Master-Abschluss sein, der Bachelor kann durchaus reichen. Für vier von fünf vom GWA befragten Agenturen spielt es keine Rolle, ob der Bewerber einen Bachelor- oder Masterabschluss hat (bzw. Diplom, Magister). Ein Serviceplan-Sprecher sagt: "Entscheidend ist die Praxiserfahrung, die man während des Studiums - etwa durch Praktika - gesammelt hat."
Praktika
"Der Einstieg ist am einfachsten über ein Praktikum", sagt ein Sprecher von Scholz & Friends. Bei manchen Firmen sind diese Schnupper-Monate mittlerweile sogar unerlässlich für eine spätere Festanstellung. "Praktika sind gerade seit dem Vormarsch des Bachelors immer verbreiteter", sagt auch GWA-Sprecher Mirco Hecker. Viele Praktika dauern drei oder sechs Monate, manche aber auch ein ganzes Jahr - und nicht alle sind vergütet. Zu lange Praktika ohne jede Bezahlung sollten Interessenten nicht akzeptieren. Tobias Lill

Verwandte Themen
Fotostrecke
Wunderbare Welt der Werbung: Die skurrilsten Denglisch-Kapriolen


Social Networks