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KarriereSPIEGEL im Hörsaal Gibt es ein Leben neben der Arbeit?

Jederzeit flexibel: Wie biegsam müssen Angestellte sein - und ihre Arbeitgeber? Zur Großansicht
Corbis

Jederzeit flexibel: Wie biegsam müssen Angestellte sein - und ihre Arbeitgeber?

Das Berufsleben ist kein Streichelzoo. Wenn junge Akademiker ihren ersten Job suchen, zählt neben Einkommen und Karrierechancen die Frage, wie viel Platz fürs Privatleben bleibt. Über die "Work-Life-Balance" debattiert KarriereSPIEGEL mit Experten in Hörsälen großer Universitäten.

Wo Fachkräftemangel grassiert und Unternehmen um die klügsten Köpfe konkurrieren, können junge Talente ihre Erwartungen viel selbstbewusster formulieren als zu Zeiten hoher Arbeitslosigkeit. Oft sind ihnen flexible Arbeitszeiten wichtig, die Chancen, Job und Privatleben unter einen Hut zu bekommen. Was im Personalerjargon "Work-Life-Balance" heißt und längst mehr als nur ein modisches Schlagwort ist, treibt auch Berufseinsteiger verstärkt um.

Bei der neuen Veranstaltungsreihe "KarriereSPIEGEL im Hörsaal" steht das Thema in diesem Semester im Mittelpunkt. Bei zwei Podiumsdiskussionen treffen sich Experten und Studenten an Universitäten. "Gibt es ein Leben neben der Arbeit? Work-Life-Balance zwischen Wünschen und Realität", so lautet das Thema.

Die Termine:

  • Westfälische Wilhelms-Universität Münster
    Hörsaal H1, Hindenburgplatz 10, 48143 Münster
    15. Mai 2012, 18 Uhr (Eintritt frei)
    Teilnehmer: Berufsberaterin Uta Glaubitz, Mirko Kaminski (achtung! kommunikation), Paul Meier (Microsoft)
  • Universität Augsburg
    Sonntag & Partner Hörsaal HS 1001, Juristische Fakultät, Universitätsstraße 24, 86159 Augsburg
    14. Juni 2012, 17 Uhr (Eintritt frei)
    Teilnehmer: Uta Glaubitz, Dr. Thomas Fritz (McKinsey), Brigitte Hirl-Höfer (Microsoft) - mehr zu den Teilnehmern unten

In manchen Branchen wissen Hochschulabsolventen genau oder ahnen, worauf sie sich beim Berufsstart einlassen. Notorisch gefräßig ist zum Beispiel die Werbebranche: ein Feld für durchweg sehr junge Kreativarbeiter, die oft endlos rackern für maue Gehälter. Internationale Großkanzleien zahlen weit besser, wollen ihre Mitarbeiter aber dafür mit Haut und Haaren - Arbeitstage von 9 bis 18 Uhr und gemütliche Wochenenden sind selten. Und angehende Unternehmensberater denken mitunter schon vor dem Berufseinstieg an den Ausstieg, nämlich daran, wie es weitergeht nach einigen Jahren mit dem Rollkoffer und Arbeitswochen von 70 oder 80 Stunden.

Im "Wettbewerb um die besten Köpfe" bekommen Unternehmen es zunehmend mit Berufseinsteigern zu tun, die sich ihre Arbeitgeber sorgfältig aussuchen. Das Gehalt, die Karriereaussichten - klar, solche Kriterien zählen immer. Aber die "Generation Y" ist auch sonst wählerisch und anspruchsvoll. Sie fragt nach der Unternehmenskultur: Springt der Arbeitgeber fair mit den Mitarbeitern um? Wie steht es um das Privatleben, bleibt Raum für Familie, Freunde, Hobbys?

Wie man für Einsteiger attraktiv wird, gute Leute gewinnt und zufriedene Mitarbeiter auf Dauer hält, das ist für Unternehmen eine zentrale Frage. Darüber diskutieren bei den beiden Veranstaltungen diese Teilnehmer:

  • Uta Glaubitz ist Berufsberaterin in Berlin und betreitet als KarriereSPIEGEL-Autorin gemeinsam mit anderen Experten die Reihe "Erste Hilfe Karriere". Sie weckt bei jungen Akademikern keine großen Hoffnungen auf einen gemächlichen Berufsstart: "Arbeiten, arbeiten, arbeiten" heiße es in vielen Berufen zunächst - "wer dazu nicht bereit ist, sollte sich lieber einen Job als Büropflanze suchen", so Uta Glaubitz. Sie wird bei beiden Veranstaltungen debattieren.
  • Mirko Kaminski ist Gründer und CEO der Kommunikationsagentur "achtung!". Vor einigen Monaten sorgte er für Aufsehen, als er der Werbebranche einen schonenderen Umgang mit ihren Mitarbeitern empfahl: "Ausbeuter-Agenturen sind nicht sexy." Kaminski ist bei der Veranstaltung an der Uni Münster dabei.
  • Dr. Thomas Fritz kennt als Director of Recruiting McKinsey Deutschland die Usancen bei Unternehmensberatungen und erklärt bei der Augsburger Veranstaltung, welche Spielräume der Job jungen Consultants für ihr Privatleben lässt.
  • Paul Meier ist Vertriebsdirektor und Leiter der Microsoft-Niederlassung Köln. Er erläutert in Münster, wie das große IT-Unternehmen mit dem Thema Work-Life-Balance umgeht und was moderne Bürotechnik dazu beitragen kann.
  • Brigitte Hirl-Höfer ist bei Microsoft Deutschland Mitglied der Geschäftsleitung und Director Human Resources. Sie nimmt an der Podiumsdiskussion in Augsburg teil und berichtet über ihre Erfahrung mit flexiblen Arbeitszeitmodellen.
  • Beide Veranstaltungen moderiert Armin Himmelrath, KarriereSPIEGEL-Autor, freier Journalist, Buchautor und Radiomoderator aus Köln.

Jochen Leffers (Jahrgang 1965) ist SPIEGEL-ONLINE-Redakteur und leitet das Ressort KarriereSPIEGEL.

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