Bewerber-Fehltritte "Er gab dem Gesprächsleiter einen Abschiedskuss"

Ein Vorstellungsgespräch ist auch ein Stresstest. Da kann so einiges schiefgehen. In einer Umfrage berichten Arbeitgeber aus ganz Europa über die kuriosesten Missgeschicke - von der "High Five"-Begrüßung bis zum Kandidaten mit dem "Ich hasse Arbeit"-T-Shirt.

DPA

So richtig gerecht geht es bei Bewerbungsgesprächen nur selten zu. Selbst wenn Personaler jedem Kandidaten eine faire Chance geben, bleibt doch ein mächtiges Gefälle: Die einen wollen etwas, die anderen haben es. Hier die Nervosität, dort routinierte Gelassenheit. Auf der einen Seite des Tisches ein Anfänger, auf der anderen Profis.

Und die sind beim Bewerber-Grillen meist auch noch deutlich in der Überzahl. Völlig zu Recht applaudierte eine Twitter-Nutzerin ihrer Freundin, die im Vorstellungsgespräch angesichts von gleich fünf Chefs beherzt einwandte: "Hätte ich das gewusst, hätte ich auch Freunde mitgebracht."

Kein Wunder, dass vielen Jobinteressenten schnell die Nerven zu flattern beginnen. Dann kann es zu sonderbaren Auftritten kommen. Die Online-Jobbörse CareerBuilder hat im Sommer Arbeitgeber nach ihren Erfahrungen befragt. 547 Geschäftsführer, Direktoren und Manager mit Personalverantwortung machten mit. Jeder Fünfte war aus Deutschland, die Übrigen aus Großbritannien, Frankreich, Italien und Schweden.

Eines der jetzt veröffentlichten Umfrageergebnisse: 65 Prozent der deutschen Arbeitgeber gaben an, dass sie schon innerhalb der ersten fünf Minuten des Gesprächs wissen, ob ein Kandidat der Richtige für den Job ist. Die Jobbörse fragte Führungskräfte auch nach den kuriosesten Fehltritten, die sie erlebten. Die 15 schrägsten Bewerbungspannen:

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Bewerbungspannen: 15 kuriose Missgeschicke

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insgesamt 39 Beiträge
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dragon75 19.12.2011
1. Angstmache
Na mit solchen Artikeln ist es ja kein Wunder wenn den Leuten die Pobacke zittert, wieso wird das so asymetrisch dargestellt, die Firma such ja die Mitarbeiter nicht aus sozialem Mitleid sonern weil sie jemanden braucht der fuer sie ackert, bei einem Bewerbungsgespraech suchen beide etwas und haben beide was zu bieten ... und vielleicht waere alles etwas lockerer wenn dieses Bewusstsein etwas allgemeiner verbreitet waere.
Guy Montag 19.12.2011
2. Das geht auch andersrum:
Nach 15 min. allgemeinem Bla Bla im Vorstellungsgespräch spricht mich der Personaler auf meinen letzten Arbeitgeber an, von dem ich noch nie was gehört hatte. Als ich meinte, dass ich dort nie gearbeitet habe, blätterte er wie wild in irgendwelchen Bewerbungsunterlagen: "Sind Sie nicht der Herr xy?" "Nein" "Ja, aber wer sind Sie dann?..." Nach dem er weitere 10 Minuten lang meine richtigen Unterlagen gesucht und nochmal durchgelesen hatte, ging es dann weiter.
zeitmax 19.12.2011
3. Ihre Sicht der Dinge...
Zitat von dragon75Na mit solchen Artikeln ist es ja kein Wunder wenn den Leuten die Pobacke zittert, wieso wird das so asymetrisch dargestellt, die Firma such ja die Mitarbeiter nicht aus sozialem Mitleid sonern weil sie jemanden braucht der fuer sie ackert, bei einem Bewerbungsgespraech suchen beide etwas und haben beide was zu bieten ... und vielleicht waere alles etwas lockerer wenn dieses Bewusstsein etwas allgemeiner verbreitet waere.
...bißchen einfach: Hier bin ich, kann/will arbeiten, gib Kohle? Für ein Unternehmen gibt es abererheblich mehr Kriterien, die ein Bewerber optimal zu erfüllen hat. Das sind nicht nur fachliche und persönliche, sondern auch firmenspezifische Kriterien. Peinlich nur der Trend, sich absicherungshalber mit möglichst vielen Verantwortlichen, statt nur Personalchef und Fachbereichsleiter, hinzusetzen. Man köönnte ja Verantwortung übernehmen müssen, wenns mal schief geht...
RaMaDa 19.12.2011
4. Amateure auf der Jagd
Zitat von sysopEin Vorstellungsgespräch ist auch ein Stresstest. Da kann so einiges schiefgehen. In einer Umfrage berichten Arbeitgeber aus ganz Europa über die kuriosesten Missgeschicke - von der "High Five"-Begrüßung bis zum Kandidaten mit dem "Ich hasse Arbeit"-T-Shirt. http://www.spiegel.de/karriere/berufsstart/0,1518,804367,00.html
--------------------------------------------------------------------- Besonders "cool" sind Gespräche mit Headhuntern und Personalberatern. Was da an Amateuren rum läuft ist mit Worten kaum zu beschreiben.
Walter Sobchak 19.12.2011
5. .
Zitat von zeitmax...bißchen einfach: Hier bin ich, kann/will arbeiten, gib Kohle? Für ein Unternehmen gibt es abererheblich mehr Kriterien, die ein Bewerber optimal zu erfüllen hat. Das sind nicht nur fachliche und persönliche, sondern auch firmenspezifische Kriterien. Peinlich nur der Trend, sich absicherungshalber mit möglichst vielen Verantwortlichen, statt nur Personalchef und Fachbereichsleiter, hinzusetzen. Man köönnte ja Verantwortung übernehmen müssen, wenns mal schief geht...
Wieso peinlich? Leute aus dem Team, in dem der Bewerber spaeter arbeiten sollte, gehoeren natuerlich ins Interview damit sie den potentiellen Kollegen schonmal kennenlernen und dann spaeter nicht sagen koennen: DEN haette ich nie eingestellt.
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