Frankfurt buhlt um Londons Banker "Der Brexit ist eine Jahrhundertchance"

Endlich mehr Bedeutung! Frankfurt hofft auf den Zuzug Tausender Investmentprofis aus London. Doch die Konkurrenz ist stark - und manchen Feind haben sie am Main noch gar nicht auf dem Radar.

Skyline von Frankfurt am Main
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Skyline von Frankfurt am Main

Von den manager-magazin-Redakteuren und Christoph Neßhöver


Das schmale Bändchen um sein rechtes Handgelenk weist Folke Mühlhölzer als "Freund des Dalai Lama" aus. Die spirituelle Nähe zum geistigen Oberhaupt der Tibeter hilft dem Geschäftsführer der Hessen Agentur, auch im größten Stress gelassen zu bleiben. Er weiß: Da draußen gibt es Größeres, als Hessens Wirtschaft zu fördern, wie es der landeseigene Betrieb tut.

Wobei: Viel größer als jetzt könnte die Herausforderung kaum sein. Von seinem Büro in Wiesbadens Südosten aus koordiniert Mühlhölzer die Kampagne, die Frankfurt zum Nutznießer des britischen EU-Austritts machen soll. "Der Brexit ist eine Jahrhundertchance", sagt der 56-Jährige.

Mit ihrer Entscheidung, die EU zu verlassen, haben die Briten die Union Knall auf Fall in die größte Krise ihrer Geschichte und ihr Land ins Chaos gestürzt. Aus dem Brexit könnte ein Brexodus werden, der Auszug Zehntausender Banker aus Londons City, Europas Finanzhauptstadt. Ein Drama shakespearescher Ausmaße angesichts der Abhängigkeit des Landes vom Geldgewerbe.

Beim großen Buhlen um Londons Banker geht es nicht nur darum, wo sie künftig Mieten und Steuern bezahlen. Sondern auch darum, welches Finanzzentrum genug Masse auf sich vereint, um die für Wohl und Wehe der Geldarbeiter so wichtige Regulierung mitzuprägen.

Schon hofft man in Frankfurt, immerhin Finanzkapitale der größten Volkswirtschaft Europas, der alte Traum von Weltgeltung werde endlich wahr. Aber dafür müssen sich die Hessen, die vor allem mit weichen Faktoren werben, sputen: Die Rivalen in Dublin und Paris sind längst vom Trab in den Sprint gewechselt.

Droht der Finanzplatz Frankfurt also an sich selbst zu scheitern? Die Gefahr besteht. Und es wäre nicht das erste Mal.

Feierabend im Londoner Bankenviertel
REUTERS

Feierabend im Londoner Bankenviertel

An Selbstbewusstsein hat es der Stadt nie gefehlt,– schon weil man rein optisch mit den Hochhäusern von Deutscher Bank, Commerzbank & Co. an den Wolken kratzt. Als um die Jahrtausendwende der Neue Markt gen Himmel strebte, wähnte sich mancher bereits auf Augenhöhe mit der Wall Street.

Einen der größten Börsenbetreiber der Welt in Mainhattan zu erschaffen schien da nur folgerichtig. Was aber gleich zweimal schiefging. 2000 und 2005 scheiterten die Frankfurter damit, die London Stock Exchange (LSE) zu übernehmen. Auch in Zürich, Chicago, Mailand und Paris kamen sie nicht zum Zug.

Schlechtes Timing, schlechte Umsetzung: So wie es aussieht, könnte auch der dritte und aktuelle Versuch von Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter, mit der LSE zu fusionieren, als Beinahe-Deal enden. Diesmal ist, ausgerechnet, der Brexit schuld, der Frankfurt ja eigentlich in eine neue Gewichtsklasse katapultieren soll.

Mühlhölzer, nebenbei auch Sonderbeauftragter von Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU), muss nun dafür sorgen, dass nicht auch die Post-Brexit-Kampagne zum Rohrkrepierer wird. Der Politprofi aus der Landeshauptstadt führt ein Sonderkommando an, das abwanderungswillige Banken und Banker zur Inselflucht bewegen will.

Hotline für Brexit-frustrierte Briten-Banker

Dabei den Überblick zu behalten ist nicht leicht: Neben der Hessen Agentur kämpfen die Wirtschaftsförderung Frankfurt, die regionale Rhein Main GmbH sowie die Finanzplatzinitiative Main Finance für die deutsche Geldmetropole. Das Nebeneinander sorgt für reichlich Koordinierungsaufwand und Reibungsverluste. "Effizient ist das nicht", stöhnt ein Macher. Viel mehr als eine Website in Englisch und eine Hotline für Brexit-frustrierte Briten-Banker existiert bisher nicht –- der Weg zum professionellen Fluchthelfer ist noch weit.

Einer wie Hubertus Väth lässt sich davon freilich nicht die Aufbruchstimmung verderben, auch wenn noch völlig unklar ist, ob die Briten wirklich aus der EU austreten und, falls ja, unter welchen Bedingungen. Während Mühlhölzer hinter den Kulissen das Scharnier zwischen Wirtschaft und Politik bildet, ist Väth als Main-Finance-Geschäftsführer das Sprachrohr der Hessen-Offensive; was konsequent ist, im Hauptberuf leitet er die Kommunikationsagentur Newmark. Großzügig rechnet der PR-Mann mit bis zu 10.000 neuen Arbeitsplätzen binnen weniger Jahre. Man muss ja mal träumen dürfen.

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Profiteure des Brexit: Die Frankfurter Konkurrenten

An der ambitionierten Zielsetzung muss sich am Ende Hessens Landesvater Bouffier messen lassen. Der CDU-Grande mit dem Kettenrauchertimbre hat das "Finanzplatzkabinett", einen prominent besetzten Kreis aus Consiglieri, um sich geschart, darunter Lokalgrößen wie Herbert Hans Grüntker, Chef der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Gesicht der Pro-Frankfurt-Kampagne soll Lutz Raettig werden. Der langjährige Deutschland-Chef der US-Investmentbank Morgan Stanley und CDU-Magistrat ist in der Stadt vernetzt wie kein Zweiter und als Angestellter eines Wall-Street-Hauses nah dran an den Umzugsbeauftragten in New York.

Frankfurt setzt also auf eine regional geprägte Bottom-up-Kampagne mit einer Handvoll Trommler. Das mag in der föderal verflochtenen Bundesrepublik kaum anders möglich sein. Aber ob das reicht?

Bei den Hauptrivalen im Brexodus-Rennen, dem großen Paris (11,2 Millionen Einwohner) und dem kleineren Dublin (1,3 Millionen), ist das Bezirzen britischer Banker selbstredend Chefsache. In Paris, das darunter leidet, als Weltstadt nur eine Finanzmetropole zweiter Klasse zu sein, haben Regierung und Bankenverband ihrer Charmeoffensive den Claim "Welcome to Europe" verpasst -– als ob Paris den Kontinent allein vertritt.

Klotzen statt kleckern. Und zwar top-down, koordiniert vom Élysée-Palast aus. Regionalpräsidentin Valérie Pécresse lässt keine Gelegenheit aus, um die "Schlacht der Metropolen" zu befeuern. Sie lockt mit dem futuristischen Geschäftsviertel La Défense, in dem bereits Großbanken wie die Société Générale residieren. Eine neue internationale Schule dort wurde kürzlich eingeweiht,– auf dass die Sprösslinge anglofoner Banker dem antiquierten französischen Schulsystem entgehen können. Ein Werbefeldzug in britischen Medien ist angelaufen.

Paris lockt mit Steuervorteilen

Premier Manuel Valls brütet derweil Steuervorteile für einwandernde Banker aus –- eine mittlere Sensation. Denn zwischenzeitlich hatte sein Dienstherr, Präsident François Hollande, die Finanzbranche zu seinem Feind erklärt und Superreichen eine Supersteuer von 75 Prozent auferlegt (die dann schnell wieder kassiert wurde).

Nebenher sticheln die Franzosen lustvoll gegen die geplante deutsch-britische Börsenfusion. Denn die würde den Finanzplatz Paris und seinen Börsenbetreiber Euronext endgültig in die zweite Liga verbannen. Also warnt Notenbankchef François Villeroy de Galhau vor dem neuen Monstrum, das "too big to fail" sei -– eine fiese Anleihe bei der Finanzkrisenrhetorik.

Auch das kleine Irland legt sich mächtig ins Zeug. Im Schloss von Dublin begrüßte Regierungschef Enda Kenny im Januar höchstpersönlich irischstämmige Top-Banker aus der City, die der Inselstaat zu einer Konferenz geladen hatte. Wie Frankfurt will auch Dublin zehntausend Jobs von der Themse an die Liffey holen. Am Tag des Brexit-Referendums schrieb Martin Shanahan, Chef der irischen Entwicklungsagentur IDA, 1200 Firmen an und versicherte sie seiner Dienstbeflissenheit, sollten sie übersiedeln wollen. Shanahan macht Tempo: Da in Dublin acht Jahre nach der Finanzkrise Gewerbeimmobilien wieder knapp sind, lässt er nahe dem Flughafen Shannon Büros bauen, in denen Brexit-Flüchtlinge zumindest anfangs unterkommen können.

Erste Erfolge gibt es schon. Mit der Royal Bank of Scotland und Standard Chartered soll Shanahan im Namen seines Premiers bereits verhandeln. Die Credit Suisse macht Dublin künftig zum Zentrum für ihre Services für Hedgefonds. Die US-Riesen Citigroup und Wells Fargo wollen ihre Ableger vor Ort weiter ausbauen.

Nach Kräften befeuern die Bankmächtigen das Rattenrennen – - vulgo: den Standortwettbewerb - mit vagen Andeutungen, auf dass sich die Städte gegenseitig überbieten mögen. Am Tag vor dem britischen Referendum orakelte Colm Kelleher, Top-Mann der US-Bank Morgan Stanley, bei Bloomberg TV, sein Haus könne bei einem Brexit bis zu 2000 Jobs aus London abziehen und sein europäisches Hauptquartier anderswo installieren. Wo genau? "Das haben wir noch nicht entschieden", so Kelleher treuherzig, "entweder in Dublin oder Frankfurt." Soll wohl heißen: Liebe Finanzplatzförderer, her mit euren Mietrabatten, Steuervorteilen und Integrationshilfen! Dann wird in New York nüchtern saldiert.

Er persönlich sei übrigens für Dublin, fügt Kelleher an –- logo, der Mann ist Ire. Auch andere CEOs haben Duftmarken gesetzt. JP-Morgan-Boss Jamie Dimon droht mit "massiven Verlagerungen": 16.000 Leute beschäftigt sein Institut in Großbritannien, bis zu 4000 könnte er bald zum Umzug treiben. Goldman-Sachs-Lenker Lloyd Blankfein dürfte seine 6500 Banker in Europa ebenfalls neu sortieren. Schon entschieden hat sich die britische HSBC: Chairman Douglas Flint will 1000 seiner 6000 Londoner Mitarbeiter verlegen -– nach Paris.

Frankfurt bietet viele Vorteile

In Hessen wissen sie, wie viel auf dem Spiel steht. 400.000 Finanzjobs gibt es in London, 114.000 davon bei Banken. Am Main beschäftigen die Geldhäuser 62.500 Mitarbeiter. Wechselt nur jeder Zehnte City-Banker dorthin, was neben Hubertus Väth auch die Helaba in einer Studie als Untergrenze sieht, bedeutet das für Frankfurt einen Zuwachs von fast 20 Prozent.

Kein Wunder, dass die Finanzplatzmacher erregt gurren. Als Standortvorzüge preisen sie an: die Europäische Zentralbank samt Bankenaufsicht, den nahen Flughafen, die zentrale Lage in Europa, die hohe Rechtssicherheit, nicht zuletzt jene 1,4 Millionen Quadratmeter leer stehende Büroflächen, die bei einem Brexodus gen Main mir nichts, dir nichts volllaufen können – und die mit etwa 30 Euro pro Quadratmeter deutlich günstiger zu haben sind als in London, wo gern mal 95 Euro aufgerufen werden. 200.000 Quadratmeter sind zusätzlich im Bau.

Ganz von der Hand zu weisen sind die Vorteile nicht. Peter Kunz, Managing Partner der Gewerbeimmobilienagentur Colliers International, sieht Frankfurt tatsächlich gut aufgestellt. Und auch unter Top-Bankern liegt Mainhattan laut einer Umfrage der Boston Consulting Group (BCG) als Verlagerungsziel vorn.

Ministerpräsident Bouffier will Banker nach Frankfurt locken
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Ministerpräsident Bouffier will Banker nach Frankfurt locken

Die Defizite der Hessen-Metropole wiegen jedoch ebenfalls schwer. Verglichen mit Paris oder London fehlt es Frankfurt an weltstädtischem Flair. Mit der Deutschen Bank residiert nur ein Geldhaus von Weltrang am Main, und das steckt in der Dauerkrise. Wohnraum ist notorisch knapp, ebenso wie Schulplätze für den Nachwuchs. Hinzu kommt das laut BCG-Umfrage vielleicht größte Handicap aus Sicht der anglofonen Finanzelite: Man spricht oft deutsch in Deutschland, sogar in Hessen (wobei das Sprachargument natürlich genauso gegen Paris spricht).

Im Global Financial Centres Index der Z/Yen Group für 2016, der jährlich die Güte der weltweiten Finanzplätze von London (Platz 1) bis Teheran (Platz 102) anhand von mehr als 100 Faktoren bewertet, ist Frankfurt zurückgefallen (von Rang 14 auf 18), während Paris (von 37 auf 32) und Dublin (von 46 auf 39) zulegen konnten.

Ein nicht zu unterschätzender Nachteil für die Standortlobpreiser: die Zurückhaltung der Bundesregierung. "Proaktiv kommt wenig aus Berlin", so ein enttäuschter Frankfurt-Fan. Die Kampagne werde nicht als bundesweite Chance begriffen.

Und wie hilfreich ein bisschen PR aus Berlin sein kann, hat man 2014 gesehen, als die Kanzlerin die Chinesen davon überzeugte, Renminbi-Geschäfte auch über Frankfurt abwickeln zu lassen, um Handelshemmnisse aus dem Weg zu räumen. Damals legte Angela Merkel bei den Machthabern in Peking ein gutes Wort für Frankfurt ein. Heute ist die Stadt neben Paris, London, Luxemburg und Zürich Zentrum des Renminbi-Handels in Europa.

Heißer Poker um die EU-Behörden

Diesmal ist die Sache für die Kanzlerin vertrackter. Sie will die latenten Ängste der anderen Europäer vor einer deutschen Dominanz nicht zusätzlich schüren. In der Regierung setzt man da lieber auf die Schwächen der Konkurrenz: Dublin -– zu weit ab vom Schuss; Paris -– politisch instabil, wer weiß, ob es nach der Präsidentschaftswahl im Frühjahr 2017 nicht zu einem Frexit-Referendum kommt.

Hinzu kommen quälend hohe Steuern und Abgaben. Laut französischem Bankenverband kosten 300.000 Euro Jahresnettogehalt einen Arbeitgeber in Paris 450.000 Euro, in London nur 370.000.

Die erste Entscheidungsschlacht werden sich Kontinentaleuropas Metropolen um die Europäische Bankenaufsicht (EBA) mit ihren rund 160 Angestellten liefern. Frankfurt macht sich große Hoffnungen, die Stadt ist bereits Sitz der Europäischen Zentralbank (EZB) und ihrer Großbankenaufsicht Single Supervisory Mechanism (SSM). Seit Wochen antichambriert Bouffier heftigst in Brüssel.

Bouffier ist gewieft genug, auch für die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) zu pitchen, um sie notfalls großmütig anderen zu überlassen, sofern Frankfurt dafür die EBA bekommt. Auch die in London ansässige Osteuropabank EBRD ist als Verhandlungsmasse mit im Spiel. Allerdings kann die EU nicht in Alleingang über die EBRD entscheiden, schließlich sind auch nicht-europäische Nationen wie die USA, Russland oder Mexiko an ihr beteiligt.

Erhält Frankfurt den Zuschlag für die EBA, könnte dies nicht nur den Verlust von rund 200 britischen SSM-Mitarbeitern kompensieren, sondern eine Sogwirkung auf Banken entfalten, die der Aufsicht hinterherziehen. So die Hoffnung. Das gilt insbesondere für Händler von Eurowertpapieren wie Staatsanleihen. Deutsche-Bank-Chef John Cryan hat bereits durchblicken lassen, dass als deren neue Heimat nur Frankfurt infrage käme.

Doch selbst falls die Briten den sogenannten EU-Pass verlieren und damit das Recht, von der Insel aus in Europa Finanzprodukte zu vertreiben, bedeutet das nicht automatisch Londons Ende. Die amerikanischen und asiatischen Banken müssen zwar auf EU-Terrain neue Europa-Zentralen eröffnen, aber nicht zwingend sämtliche Bereiche und Tausende Mitarbeiter nachziehen; ein paar Handvoll Controlling- und Compliance-Manager reichen im Prinzip aus, um den EU-Pass zu beantragen.

Vielen der klammen Kreditinstitute käme das entgegen. Ein Komplettumzug ganzer Wertschöpfungsketten aufs Festland ist teuer und würde sich trotz günstigerer Mieten erst nach Jahren rechnen. Die meisten Banken wollen das möglichst verhindern. Zumal die britische Regierung mit Steuersenkungen und laxer Regulierung lockt, damit die Geldhäuser auf der Insel bleiben.

Gelingt es der City einmal mehr, ihre erstaunliche Überlebensfähigkeit unter Beweis zu stellen, könnten die Erbschleicher in Frankfurt, Dublin oder Paris am Ende mit leeren Händen dastehen. Und ganz andere profitieren, die dafür keine schicken Kampagnen entwerfen müssen: Billiglohnstandorte in Osteuropa oder Asien, an die die Banken ohnehin schon Tausende Backoffice-Dienstleistungen verlagert haben.

Dann hieße es: Krakau und Karachi statt Frankfurt oder Dublin –- der Brexit als Outsourcing-Turbo. Diesen Feind haben sie am Main noch gar nicht auf dem Radar.


Der Text erschien zuerst im manager magazin (Ausgabe 8/2016)

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Seite 1
maxi.koch99 24.09.2016
1. Als Bundesregieung
würde ich die Bemühungen Frankfurt zu einer Weltfinanzzentrale zu machen unterstützen. Das hat Zukunft und hilft massiv wenn man sich andere Städte anschaut die dadurch reich sind (Hongkong, Singapur,...)
wutbürger2010 24.09.2016
2. Also doch kein Untergang ?
Komisch, nun ist der Brexit plötzlich eine Jahrhundertchance und dann auch noch für eine deutsche Stadt.. Es wurde doch quasi der Untergang der EU nach dem Brexit prognostiziert. Ich bin über so viel Meinungsvielfalt einerseits erstaunt, andererseits aber auch froh. Die Demokratie scheint noch zu leben.
Oberleerer 24.09.2016
3.
Ich verstehje den Sinn eines Börsenplatzes nicht. Heutzutage gibt es Internet und Globalisierung, Dienstleistung wird dahin verschoben, wo es am billigsten ist. Das sollten die Händler eigentlich wissen.
epicentre 24.09.2016
4. Frankfurt, nein Danke!
Frankfurt mag zwar aus rein deutscher Sicht der Welt ein ganz grosses Ding sein, aber halt international wirklich nur ein hinteres Fahrwasser. Globale deals werden in New York, Chicago, Hong Kong, Tokyo oder Singapur gemacht. Gerade die Probleme der deutschen Häuser wie DB und CoBa, die zunehmend an Relevanz verlieren, spricht gegen Ffm. Eine kleine - durchaus nicht repräsentative Umfrage - in meinem Bekanntenkreis vor Wochen kam zu dem ernüchternden Ergebnis, daß keiner, auch die im Ausland lebenden Deutschen nicht, nach Frankfurt will. Selbst bei mir löst der Gedanke nach 10 Jahren zuvor in der Stadt, Umbehagen aus. Rein persönlich werden die meisten Banker Paris oder Madrid bevorzugen. Selbst Kopenhagen und Amsterdam werden vorrangig genannt. Für Frankfurt spricht eigentlich nur der sehr gut erreichbare Flughafen.
bartsuisse 24.09.2016
5. Träumt weiter
und Deutsch mit Französisch zu vergleichdn ust schon lächerlich. Ein paar Wolkenkratzer von zwei Pleitebanken machen noch lange kein Finanzzentrum. Zumal es in Deutschland von fremdenfeindlichen Neonazis wimmelt werddn Banker andere Zentren vorziehen als die provinzielle deutsche Graukultur
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