Überraschungsaktion Chef verwandelt Büro in Bällebad

Ein britischer Unternehmer hat als Dankeschön für seine Mitarbeiter das Büro mit 250.000 Plastikbällen gefüllt.

Büro in Salford, Manchester wird zum Bällebad
SWNS/ Bulls

Büro in Salford, Manchester wird zum Bällebad


Er wird bereits als der beste Boss Großbritanniens gehandelt: Lee McAteer gewährt seinen Angestellten unbegrenzten Urlaub, schenkt ihnen Trips nach Las Vegas und nun lässt er sie in Bällen baden. "Ich bin überzeugt, wenn man seinen Job genießt, muss man keinen Tag im Leben wirklich arbeiten", so McAteer, Leiter einer Reiseagentur aus Manchester mit 35 Mitarbeitern.

Vier Stunden habe es gedauert, um eine Viertelmillion Bälle im Büro zu verteilen. "Wir wollten unseren Leuten für ihre harte Arbeit danken und wir mögen es, Dinge anders anzugehen", begründet er die außergewöhnliche Aktion.

Die Vorbereitungen liefen nachts. Pünktlich zum Arbeitsbeginn um acht Uhr waren der Chef und seine Helfer fertig. Sie versteckten sich in den Bällen, um die Überraschung perfekt zu machen. "Die Leute haben es geliebt", so McAteer.

Er ist bekannt für seine ungewöhnlichen Aktionen. Im März nahm er zehn Angestellte mit auf eine Reise von New York nach Atlantic City und weiter nach Las Vegas. Andere schickte er ins Disneyland oder zum Wrestling.

Nach eigenen Angaben zählt McAteer auch nie die Urlaubstage seiner Mitarbeiter. Sie wüssten schließlich, welche Arbeit anstehe und solange die erledigt werde, sei es ihm egal, wie lange sie verreisten.

koe



insgesamt 11 Beiträge
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Seite 1
nwz86 18.05.2017
1. Selbstausbeutung
Ich würde eher an der geistigen Gesundheit meines Chefs zweifeln, wenn er mein Büro mit bunten Plastikbällen "fluten" würde. Was die Sache mit dem Urlaub angeht: Es ist doch bekannt, dass unter solchen Umständen die Mitarbeiter eher weniger Urlaub nehmen, als ihnen zustehen würde, und so zur Selbstausbeutung neigen. Der Chef spricht es ja schon an... "solange die anstehende Arbeit erledigt wird", was natürlich sehr weit interpretiert werden kann.
waynekennste 18.05.2017
2. kulturschock #1
so viel gelassenheit ist dem deutschen fleißbienchen völlig fremd. Deshalb ist der erste Kommentar gleich mal eine nüchterne analyse dessen was daran schlecht ist dass der chef scheinbar spaßig drauf ist. hätte so etwas auch gern mal. eine lockere Arbeitsatmosphäre. die habe ich hier noch nie erlebt. selbstausbeutung findet bei uns mindestens im genauso hohen maße mit urlaubskontrolle statt
hmoik 18.05.2017
3. ...oh man, wenn ich den ersten Kommentar...
...lese, wird mir schon wieder übel. Natürlich muss das sooo sein und nicht anders. Wir Deutschen sind nicht arrogant, wir wissen es halt nur besser! Bei Nezflix gibt es eine identische Regelung und die dortigen Mitarbeiter neigen nicht zur Selbstausbeutung, sondern nutzen ihre Freiheiten. Uuups, da fällt das ganze schöne stereotype Gebäude schon im Ansatz in sich zusammen. Herzlichen Glückwunsch an Mr. McAteer und weiter so!
kai kojote 18.05.2017
4.
Warum freut man sich über einen Haufen Plastikmüll der so viel Lärm macht, dass man sich nicht konzentrieren kann? Oder sind da Kinder angestellt? Frag mich eh wie man zu sechst an acht an einem Tisch in einem Abstand von 30 cm zum Sitznachbarn vernünftig arbeiten kann. Ist wohl mehr eine Marketing-Aktion als alles andere. Und wie schon jemand hier schrieb, keine Urlaubsregeln führt eher zur Selbstausbeutung weil man auch bei seinen Kollegen nicht blöd darstehen will und nicht negativ auffallen möchte.
j.thaler 18.05.2017
5.
Zitat von kai kojoteWarum freut man sich über einen Haufen Plastikmüll der so viel Lärm macht, dass man sich nicht konzentrieren kann? Oder sind da Kinder angestellt? Frag mich eh wie man zu sechst an acht an einem Tisch in einem Abstand von 30 cm zum Sitznachbarn vernünftig arbeiten kann. Ist wohl mehr eine Marketing-Aktion als alles andere. Und wie schon jemand hier schrieb, keine Urlaubsregeln führt eher zur Selbstausbeutung weil man auch bei seinen Kollegen nicht blöd darstehen will und nicht negativ auffallen möchte.
Ob einem das jetzt konkret Spaß macht in so einem Bällebad zu spielen oder ob man nun Freude am Wrestling oder Disneyland hat ist doch einerlei. Es zählt die grundsätzliche Einstellung dieses Chefs, er wird schon niemand zwingen Spaß dran zu haben. Einzelne, die mit einer einzelnen Belohnung nicht viel anfangen können werden sich schon entsprechend im Hintergrund halten und dadurch keine Nachteile erfahren. Aber schon interessant wie hier im 21. Jahrhundert dieses preußische Prinzip von Zucht und Ordnung immer noch in den Köpfen so festsitzt, offenbar auch bei "Untergebenen". Klar, Freiheit heißt auch Verantwortung übernehmen, vielleicht liegt da der Hund begraben, dass sich viele davor fürchten?
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