Kundenvertrag ohne Juristensprache "Zeit ist Geld. Mehr Zeit ist mehr Geld."

Paragrafen, Klauseln, Kleingedrucktes: Das muss doch nicht sein. Ein Designunternehmen aus Chicago bietet seinen Kunden Verträge ganz ohne Fachchinesisch.

Segura "I Am" project. Arbeitsvertrag
Segura

Segura "I Am" project. Arbeitsvertrag


Eine Designfirma aus Chicago hat ihre Kundenverträge konsequent gestrafft: Detaillierte Vereinbarungen in komplizierten, juristischen Verklausulierungen - alles gestrichen. Herausgekommen ist eine simple aber effektive Vereinbarung, ganz ohne Juristensprache.

Hier sind die präzisen Kernvereinbarungen:

  • "Sie geben mir Geld, ich gebe Ihnen Kreativität."
  • "Ich starte, wenn ich den Scheck habe."
  • "Mehr Zeit bedeutet mehr Geld."
  • "Ich höre Ihnen zu, Sie hören mir zu."
  • "Sie sagen mir, was Sie wollen, ich sage Ihnen, was Sie brauchen."
  • "Sie wollen, dass ich pünktlich bin. Ich will, dass Sie pünktlich sind."
  • "Was Sie benutzen, gehört Ihnen, was nicht, gehört mir."
  • "Ich kann Ihnen nichts geben, was mir nicht gehört."
  • "Ich versuche kein Arsch zu sein, Sie sollten dasselbe tun."
  • "Wenn Sie etwas haben wollen, das schon längst fertig ist, benutzen Sie bitte das."
  • "Wenn Sie es auf Ihre Weise haben wollen, müssen Sie dafür bezahlen."
  • "Wenn Sie nicht zahlen, habe ich das letzte Wort."

Die Schlussklausel: Lassen Sie uns gemeinsam etwas Großes erschaffen.

Die Vereinbarungen klingen fair, sind jedoch rechtlich nicht bindend. Das ist den Mitarbeitern der Designfirma allerdings offenbar egal. Sie wollen ohnehin nur für Kunden arbeiten, denen sie vertrauen, heißt es auf der Homepage des Unternehmens. Falls sie sich irren, wollen sie lieber auf einen langen Kampf vor Gericht verzichten und sich neue Kunden suchen.

koe



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