Pannen auf Dienstreisen "Ist das Ihre Waffe in der Aktentasche?"

Geschäftsreisen sind Routine, und doch geht immer etwas schief. So hat knapp ein Viertel der Reisenden schon mal den Pass vergessen. Und es geht schlimmer - oder was ist Ihnen schon passiert?

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Flieger verpasst? Laptop vergessen? Auf Dienstreisen geht nicht immer alles glatt
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Flieger verpasst? Laptop vergessen? Auf Dienstreisen geht nicht immer alles glatt


"Wie, ich brauche ein Visum, um nach St. Petersburg zu fliegen? Neulich in Brüssel hat nicht mal jemand meinen Perso sehen wollen." Wer bei Dienstreisen zu den Vielfliegern zählt, kommt schon mal durcheinander: Klar, bei einer Reise ins EU-Nachbarland kann man auf einen Reisepass gut verzichten. Reist man aber nach Russland, gibt es mehr Formalien.

Sie glauben nicht, dass jemand Pass und Visum vertüddelt? Stefan Vorndran, beim Deutschen Reiseverband für Geschäftsreisende zuständig, weiß es besser: Fast ein Viertel der Handlungsreisenden hat sowas schon gebracht, fand sein Verein im vorigen Jahr heraus. Sollten Sie auch dazu gehören, lassen Sie sich also trösten: Sie sind nicht allein.

Geschäftsreisen sind eben etwas ganz anderes als der heiß ersehnte und minutiös geplante Sommerurlaub. Oft steckt so ein Projektleiter zwar viel Arbeit in die Vorbereitung seines Tokio-Deals. Auf Details wie japanische Pass- oder Zollbestimmungen - ein Problem bei knapp einem Drittel der Reisenden - kann er da nicht auch noch achten.

In der diesjährigen Umfrage des Reiseverbands wurden 220 Führungs- und Fachkräfte aus Unternehmen mit mindestens 250 Mitarbeitern befragt. Es ging vor allem darum, wie die Bussinessfliegenden auf ihren Touren unterstützt werden. Es gibt ja auch ernstere Probleme unterwegs: Krankheiten etwa, politische Krisen oder Diebstähle. Dass sich die eigene Firma auf solche Fälle gut vorbereitet, ist allerdings Glückssache: 55 Prozent der Befragten gaben an, ihr Betrieb habe ein "professionelles Risikomanagement". Dazu gehören beispielsweise Rückholpläne oder eine eigene Reisehotline. Die anderen 45 Prozent müssen allein klarkommen.

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Aber selbst bei bester Planung kann immer etwas dazwischenkommen. So wie bei dem Journalisten auf Recherchereise, der in der Tegeler Gepäckkontrolle von der Polizei rausgewunken wurde. Wofür er denn die Schusswaffe in seiner Aktentasche habe, wollten die Beamten wissen. Schusswaffe? Am Ende stellte sich heraus, dass es sein Sohn gut gemeint hatte: Damit Papa auf seiner Reise sicher ist, hatte er ihm eine Spielzeugpistole in die Tasche gesteckt. Beinahe hätte der behütete Vater deshalb seinen Flieger verpasst.

Und jetzt kommen Sie, liebe Leser: Ist Ihnen schon Ähnliches passiert? Mit welchen Pannen hatten Sie auf Dienstreisen schon zu tun? Und wie sind Sie damit fertiggeworden? Wir freuen uns über Ihre Einsendungen an diese E-Mail-Adresse.



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