Dienstwagen-Quiz Kann ich den Ferrari von der Steuer absetzen?

Elektroautos sollen für Dienstwagenfahrer bald günstiger bei der Steuer sein. Aber was würde das Finanzamt zu einem Ferrari sagen? Testen Sie Ihr Wissen im Quiz!

Ferrari-Modell: Nur für den Dienstgebrauch, klar
Lorenzo Marcinno

Ferrari-Modell: Nur für den Dienstgebrauch, klar


Für Leser, die auf die Tube drücken: Hier geht's direkt zum Quiz .

Echt, es gibt noch Leute mit Dienstwagen? Aber hallo, das ist nach wie vor ein milliardenschweres Geschäft. Das kann man schon einer Gesetzesänderung sehen, die das Bundeskabinett gerade auf den Weg gebracht hat: Damit sollen Elektroautos als Dienstwagen künftig steuerlich besonders begünstigt werden. Geschätzte Kosten für den Staat für die Jahre 2019 bis 2021: rund 1,8 Milliarden Euro.

Bisher muss ein Arbeitnehmer, der seinen Firmenwagen privat nutzt, monatlich ein Prozent des Listenpreises als geldwerten Vorteil versteuern. Für Autos mit Elektro- oder Plug-in-Hybridantrieben soll demnächst nur noch der halbe Listenpreis gelten. Wer weiß, vielleicht werden die Stromer damit doch noch zum Statusobjekt.

Denn schon immer waren nicht alle Dienstwagen einfach nur Arbeitsgeräte, die man braucht, um seinen Job zu erledigen. Oft sind sie Repräsentationsautos. Denn: Was heißt schon "brauchen"?

Braucht der Chef nicht eine Limousine, die eine eigene Postleitzahl beansprucht oder jedenfalls so groß ist, dass er darin Meetings abhalten kann? Braucht auch der Außendienstler was zum Angeben - natürlich nur, um dem Image der Firma zu dienen? Blamiert er sich womöglich, wenn er beim Kunden mit einem Kleinwagen vorfährt?

Das macht die Sache mit den Dienstwagen kompliziert. Eine wichtige Dreingabe zum Gehalt waren sie immer, zugleich ein Statussymbol - und ein Jungs-Ding, wie meist bei Autos. Die Dienstwagenverbreitung unter weiblichen Fachkräften liegt bei mickrigen 3 Prozent. Derweil brausen immerhin gut 13 Prozent ihrer männlichen Kollegen auf Firmenkosten, ergab eine Studie des Karriereportals Gehalt.de.

Ob Mann oder Frau: Wie gut kennen Sie sich mit Dienstwagen aus? Mit Boliden, Steuerfragen und der Privatverwendung von Leichenwagen?

Testen Sie's in unserem Dienstwagen-Quiz!

Das Quiz erschien in seiner ursprünglichen Form bereits 2015, wurde aber auf den aktuellen Stand gebracht.



insgesamt 15 Beiträge
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Seite 1
Gerdd 01.08.2018
1. kann es sein ...
Dass der Link zum Quiz auf meinem Android-Firefox nicht funzt?
gerritinho 02.08.2018
2. unsozial
Diese Dienstwagen-Geschichte empfinde ich als höchst unsozial: Der Arbeitgeber gibt seinem Mitarbeiter einen Dienstwagen. Hätte er die gleiche Summe als Lohn gezahlt, wären Sozialabgaben angefallen. Und dann wird das Ganze noch lustig von der Steuer abgesetzt, also zahlt die Gemeinheit einen Großteil. Sollte dringend überarbeitet werden dieses Prinzip, aber nein, wir sind müssen ja die Automobilindustrie fördern....irgendwo hab ich mal gelesen, dass fast 80% aller VW Passats als Dienstwagen neu verkauft werden. Sähe ziemlich schlecht aus für VW, wenn das Geschäft wegfallen würde
oliver_behre 02.08.2018
3.
Zitat von gerritinhoDiese Dienstwagen-Geschichte empfinde ich als höchst unsozial: Der Arbeitgeber gibt seinem Mitarbeiter einen Dienstwagen. Hätte er die gleiche Summe als Lohn gezahlt, wären Sozialabgaben angefallen. Und dann wird das Ganze noch lustig von der Steuer abgesetzt, also zahlt die Gemeinheit einen Großteil. Sollte dringend überarbeitet werden dieses Prinzip, aber nein, wir sind müssen ja die Automobilindustrie fördern....irgendwo hab ich mal gelesen, dass fast 80% aller VW Passats als Dienstwagen neu verkauft werden. Sähe ziemlich schlecht aus für VW, wenn das Geschäft wegfallen würde
Sie haben also keinen Dienstwagen? :) Spass beiseite, Sie sollten schon ein paar Fakten kennen oder kennenlernen ... (1) Der Kaufpreis des Autos muss erstmal verdient werden, den zahlt der Firma keiner, auch nicht die Gemeinheit. (2) Dass Betriebsmittel sich abnutzen und deshalb abgeschrieben werden (können oder müssen), die sog. AfA, ist ein alter, gerechter Hut und hat mit Autos nur zufällig was zu tun. (3) Dass der sog. "geldwerte Vorteil" - bestehend in der auch möglichen privaten Nutzung eines Autos - versteuert werden muss, ist an und für sich systemfremd, denn es stellt nunmal keine Einkommensart dar. Das geht nur nur durch Kunstgriffe des Gesetzgebers, kurz: Tricksereien, um allen - ja, auch Ihnen - ordentlich in die Tasche fassen zu können. (4) Wie sähe denn Ihrer Auffassung nach die Alternative aus? Der Vertreter, der Servicetechniker, die sollen also mit ihrem Privatwagen zum Kunden fahren? OK, das wäre natürlich seeeeehr viel gerechter. (5) Ein gebrauchter für 30.000, den die Fa. Ihnen als Dienst-KfZ auch zur privaten Nutzung zur Verfügung stellt, kostet SIE besagte 1% des Bruttolistenpreises, und zwar auch dann, wenn der viel höher liegt als tatsächlich bezahlt wurde. Oder kurz: Wird Ihnen ein 10 jahre alter A8 für einen (damaligen) Neupreis von 100k zur Verfügung gestellt, versteuern SIE jeden Monat 1.000 geldwerte Nutzung, während die Firma erbärmliche 20% des läppischen Kaufpreises von 20k "absetzen" darf. Viel Spass. Wo genau zahlt die Gemeinheit? Den Teil Ihres Posts, der sich mit dieser Schlußfolgerung befasst - der muss mir entgangen sein.
Pless1 02.08.2018
4.
---Zitat--- Bisher muss ein Arbeitnehmer, der seinen Firmenwagen privat nutzt, monatlich ein Prozent des Listenpreises als geldwerten Vorteil versteuern. Für Autos mit Elektro- oder Plug-in-Hybridantrieben soll demnächst nur noch der halbe Listenpreis gelten. Wer weiß, vielleicht werden die Stromer damit doch noch zum Statusobjekt. ---Zitatende--- Das ist aber gemein: Damit werden die Stromer ja 50mal so hoch versteuert wie die Verbrenner! Der halbe Listenpreis sind nämlich 50%, während die Verbrenner nur 1% des Listenpreises zu versteuern haben. ;-)
gerritinho 03.08.2018
5.
ok, also der Chef eines Betriebs gönnt sich selber einen Dienstwagen. Den er selbstverständlich auch privat nutzt. Nehmen wir ihren Audi für 100k. Geldwerter Vorteil heisst ja, er muss 1% des Bruttoneupreises als Einkommen angeben & versteuern, privat. Aber die Kosten, die seine Firma mit der Finanzierung hat, die setzt er wieder ab, richtig? Und Dienstwagen sind manchmal notwendig, wie in ihren Beispielen, aber oft ein Bonbon. Und wenn der Arbeitgeber das, was er für das Auto zahlt als Lohn zahlen würde, müsste er Lohnnebenkosten sprich Sozialabgaben leisten, richtig?
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