Auswahltest vom Auswärtigen Amt Haben Sie das Zeug zum Diplomaten?

Die Auswahlprüfungen des Auswärtigen Amts haben es in sich. Nur einer von 44 Bewerbern besteht. Könnten Sie es schaffen? Testen Sie hier, ob Ihr Allgemeinwissen gut genug ist.

Fast überall auf der Welt arbeiten deutsche Diplomaten im Dienst des Auswärtigen Amtes
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Fast überall auf der Welt arbeiten deutsche Diplomaten im Dienst des Auswärtigen Amtes

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Jeder Job hat gute und schlechte Seiten. Aber nur wenige Arbeitgeber gehen damit so offensiv um wie das Auswärtige Amt. 47 Punkte umfasst die Liste, die mögliche Bewerber für den höheren Auswärtigen Dienst dazu bringen soll, sich das doch noch mal zu überlegen mit der Bewerbung:

"Ich kann mir vorstellen, in einer großen, hierarchisch strukturierten Behörde nach den Vorgaben meiner Vorgesetzten zu arbeiten."

"Ich mag die Arbeit mit Formularen, Listen, Tabellen und Texten."

"Mit Stromausfällen und Wasserknappheit im Ausland komme ich zurecht."

"Ich kann mir vorstellen, dass meine Kinder alle drei Jahre die Schule wechseln und ihren Freundeskreis aufgeben müssen."

Wer mindestens 36 solcher Sätze unterschreiben mag, ein Einstiegsgehalt von 1369 Euro brutto in den ersten 14 Monaten akzeptabel findet und sich tatsächlich als Diplomat bewirbt, wird mit einem der härtesten Auswahltests des Landes belohnt.

Los geht es daheim vor dem Rechner mit einem Onlinetest, der die "verbale und numerische Verarbeitungskapazität" misst. Es folgen: ein Essay zu einem außenpolitisch, europapolitisch oder außenwirtschaftlich relevanten Thema, ein Sprachtest in Englisch und Französisch oder wahlweise auch Arabisch, Chinesisch, Russisch oder Spanisch, ein psychologischer Eignungstest - und ein Wissenstest.

Gerade der hat es in sich und ist mit ein bisschen Zeitungsleserwissen kaum zu bewältigen. Es ist ein Parforceritt durch Allgemeinbildung, Politik, Geschichte und Wirtschaft und Völker-, Europa- und Staatsrecht. Für 25 Fragen pro Kategorie bekommen die Teilnehmer jeweils zehn Minuten Zeit - ein sehr breit angelegtes und insgesamt knüppelhartes Programm.

Von den 2000 Menschen, die sich jedes Jahr für den höheren Auswärtigen Dienst bewerben, ergattert im Schnitt nur jeder 44. einen Job.

Sie meinen, das könne so schwer gar nicht sein? Das wuppen Sie mit links? Dann probieren Sie es doch aus! Wir haben aus den Originaltests aus den Jahren 2016 und 2013 insgesamt 40 Fragen ausgewählt, mit denen Sie testen können, ob Sie eine Chance hätten:

Zum Quiz bitte hier entlang!



insgesamt 34 Beiträge
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Seite 1
hsc71@gmx.de 02.01.2017
1. Kein Traumjob
Dienstbeginn oft 6:00 Uhr oder früher damit die Geschehnisse der Nacht um 8:00 Uhr für den Chef zusammengefasst sind. In dritte Welt Ländern lässt sich mit dem Gehalt recht gut leben, jedoch wird es in westlichen Metropolen trotz regional Zuschlägen spartanisch.
nofreemen 02.01.2017
2. wahrliche Ausnahmen
Menschen die diesen Test schaffen sind Meister des tarnens- und unterdrückens von Emotionen. Zwar überdurchschnittlich begabt, fleissig und strebsam und man stellt sich bedingungslos einem System unter bevor man weiß wie die Welt wirklich funktioniert resp. die Sicht des jeweilig betreffenden Staates halt. Wenn man nicht zum Roboter geworden ist und herausgefunden hat wie die Welt wirklich funktioniert, dann ist es meistens schon zu spät. Man ist dann Teil des Systems oder eben ein Gefangener davon. Daher muss man sich gut ?berlegen ob man sich dieses trügerische "Ansehen" antun will. Einmal geschafft, kann es subjektiv durchaus angenehm sein. 1 aus 44, trotzdem nicht jedermanns Sache. Aber wer hat denn schon den Traum Job. Die Garantie hat in diesem alter ja keiner.
TJäger 02.01.2017
3.
Die Liste umfasst 37 Punkte, nicht 47, von denen 30 für die höchste Bewertung mit ha beantwortet werden müssen. (bzw. 34/28 für Partnerlose)
bolonch 02.01.2017
4. Hammerhart
Die Fragen sind teilweise wirklich schwer. Alle Fragen richtig zu beantworten, scheint mir nahezu unmöglich. Schlecht sind sie allerdings nicht, ich finde es allerdings bedenklich, dass Technik und Wissenschaft offensichtlich nicht als Teilbereich des Allgemeinwissens betrachtet werden. Die großen globalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts werden sicher weder durch Juristerei noch durch Finanzökonomie beantwortet werden, sondern eben durch Naturwissenschaft und Technik. Solange Entscheidungsträger, Intellektuelle oder Journalisten in Talkshows lächelnd damit kokettieren können, nichts von Mathe, Technik oder Computern zu verstehen und gleichzeitig weiterhin erwarten, ernst genommen zu werden, ist unser Land auf einem schlechten Weg.
p-r 02.01.2017
5.
interessanter Wissens-check, in Wirtschaftsfragen ist bei mir noch viel Luft nach oben. Also doch ein verspäteter Sylvestervorsatz
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