Dreiste Job-Absagen "Ihre Mimik und Gestik sind einfach furchtbar"

Sie wollten den Job unbedingt, aber es hat nicht geklappt? Sie sind nicht allein. Hier erzählen SPIEGEL-ONLINE-Leser, wie dreist sie während einer Bewerbung abserviert worden sind.


Sie sind gut vorbereitet, pünktlich und hoch motiviert, doch dann kommt die herbe Enttäuschung. Beim Vorstellungsgespräch müssen Sie lange warten, dann hat niemand Ihren Lebenslauf gelesen und zum Abschied wird Ihnen noch eine Beleidigung hinterhergeschmissen.

Kommt Ihnen das bekannt vor? Keine Sorge, es geht nicht nur Ihnen so. In einer Umfrage erzählten Azubis von kuriosen Erlebnissen im Bewerbungsprozess. Wir hatten die SPIEGEL-ONLINE-Leser daraufhin aufgerufen zu erzählen, was sie bei der Jobsuche erlebten.

Einem Bewerber wurde beispielsweise beim Vorstellungsgespräch gleich der Biergarten nebenan gezeigt, dort könne er sich Geld dazuverdienen. Von seinem Gehalt allein werde er schließlich nicht leben können.

Hier erzählen unsere Leser von weiteren Unverschämtheiten bei ihrer Bewerbung:

Immerhin: Die meisten der SPIEGEL-ONLINE-Leser können mittlerweile herzlich über die Absagen lachen. Sie haben inzwischen den für sie passenden Job gefunden. Also: Lassen Sie sich nicht entmutigen!

koe

insgesamt 29 Beiträge
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cor 20.06.2017
1. Idioten im HR
Die meisten dieser Fälle sind darauf zurückzuführen, dass im HR oftmals nicht gerade die hellsten Lichter unterwegs sind und es ausserdem an sozialen Fähigkeiten mangelt. Gepaart mit einer Prise Arroganz ("Ich weiss, was jeder verdient höhöhö") kommt dann sowas dabei raus. Ich spreche aus Erfahrung, denn ich führe selbst Vorstellungsgespräche - allerdings im Auftrag der Fachabteilung - und muss öfter mit HR Leuten zusammenarbeiten.
granhuevos 20.06.2017
2. Viele Bewerber haben zu wenig Selbsbewusstsein.
Alleine die Verwendung des Begriffs Human Ressource oder Staff strotzt nur so vor Arroganz der Unternehmen. Aber oftmal haben es genau solche Unternehmen dann auch bitter nötig. So dreist und unverschämnt wie dann schon im Vorstellungsgespräch der Auftritt ist, genauso unangenehm ist dann oft auch das Arbeitsklima in der Firma. Zum Glück bewegen wir uns aufgrund der Demographischen Entwicklung von einer Angebotsschwemme auf dem Arbeitsmarkt zunehmend hin zu einem Nachfrageüberhang nach guten Fachkräften. Die Mitarbeiterführung wird sich in Zukunft deshalb wieder verbessern. Manche Firmen haben das schon erkannt. Inzwischen kann ich mir auch selbst aussuchen, wo ich gerne Arbeite und wieviel Geld ich dafür verlange. Wenn mir der Personaler oder die neuen Kollegen schon nicht gefallen, sage ich am folgenden Tag meistens schon direkt ab, ohne mir noch die nächste Packung abzuholen.
GoaSkin 20.06.2017
3. am Ende wird oft niemand eingestellt
Es passiert nicht selten, dass eine Stelle ausgeschrieben wird, Vorstellungsgespräche durchgeführt werden und am Ende allen Bewerbern abgesagt wird. Und warum? Weil sich die Personaler eingestehen müssen, nach falschen Maßstäben und Kriterien gesucht zu haben. Darum kann es manchmal wirklich besser sein, über eine Personalvermittlungsfirma in einen Job vermittelt zu werden. Die haben wenigstens Ahnung, wonach sie suchen.
hmueller0 20.06.2017
4. Konsequenzen
Einiges was hier geschildert wurde finde ich so krass, dass man da als Bewerber evtl. weitere Schritte prüfen sollte (rechtliche o.ä. sofern möglich). zB im Falle des Schulleiters würde sich hoffentlich das Oberschulamt dafür interessierten - weniger das Hinausgehen, sondern mehr die Scheinbewerbungen. Und was devot betrifft: dürfte schon für eine Anzeige reichen. Ansonsten: gibt im Web sicher genügend Stellen, wo man seine Erfahrung unter Nennung mit Unternehmens teilen kann. (zB auch in den div. Portalen zum Thema Arbeitgeberbewertung) - dann sind künftige Bewerber gleich gewarnt
magic88wand 20.06.2017
5. Absagegründe meistens vorgeschoben
Nach meiner Erfahrung (auch von Arbeitgeberseite) wird als Grund für eine Absage in den allermeisten Fällen entweder bewusst gelogen oder etwas behauptet, das den Leuten selbst zwar plausibel erscheint, aus Sicht eines Dritten aber willkürlich und unhaltbar ist. Insofern sind die hier genannten Beispiele zumindest ehrlich, wenngleich verwerflich.
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