Bürodeutsch Was diese E-Mail-Floskeln wirklich bedeuten

E-Mails sind wie Arbeitszeugnisse: Drin steht oft etwas anderes als das, was gemeint ist. Hier kommen schonungslose Klartext-Übersetzungen für beliebte Floskeln.

Getty Images/Westend61

Von manager-magazin.de-Redakteurin


Es ist wirklich gemein: Viele sehen ihre Kollegen häufiger als ihren Partner - aber vor den Kollegen einmal so ehrlich sein wie zu Hause, unmöglich. Stattdessen immer schön freundlich bleiben. Implosion statt Explosion!

Wer Bürodeutsch spricht, der nutzt oft nichtssagende, formelhafte Redewendungen, um sich auszudrücken. Vor allem in E-Mails. "Mit freundlichen Grüßen" ist so ein Klassiker, der bei manchen sogar automatisch mit der Signatur erscheint. Wie ehrlich ist diese Verabschiedung?

Wahrscheinlich ist sie meistens ziemlich unehrlich. Denn in vielen Fällen denkt der ein oder andere sicher etwas ganz anderes. "Sie sind ein wirklich miserabler Chef, ich wünsche Ihnen einen schlechten Abend", das vielleicht?

Was in E-Mails steht - und was es wirklich bedeutet:



insgesamt 42 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
tickersieben 13.12.2018
1. Schade,
weil phantasielos und zudem widersprüchlich. Oder findet der Autor die "namenlose" und ebenso "grußlose", also weitgehend anonyme Form der eMail schöner? Immerhin ist auch eine Mail immer noch ein Schreiben, gerichtet an wen auch immer. Und ein wenig Respekt sollte in heutigen Zeiten wichtiger sein als hirnlose Buchstabenkürzel ("mfg", "cu") und zwingt vielleicht auch mal zum Nachdenken über den Inhalt des Schreibens bis hin zur Entscheidung, es ganz sein zu lassen.
dr._seltsam 13.12.2018
2. Traurig...
Wie viel bösen Willen beim Empfänger aber auch Absender braucht es eigentlich, um genau das zu meinen, was die Verfasserin da als heroische Annahme postuliert? Und wenn wir tatsächlich schon bei dieser -grundfalschen, weil negativen- Geisteshaltung angekommen sind, was genau stimmt dann nicht mit uns, mit unserer Arbeit? Schade, Chance vertan!
saaman 13.12.2018
3. Mein bewährtes Mittel gegen Floskeln
1. Übersehen als wären sie nie geschrieben. 2. Wenn Floskeln stören, den Absender mit der (unbequemen) Frage konfrontieren: „Was habe ich mir darunter vorzustellen?“ oder „Was wollen Sie mir damit sagen?“ 3. Selbst auf Floskeln verzichten, ganz nach dem Umkehrschluss der Goethe-Ironie: „Da ich keine Zeit habe, Dir einen kurzen Brief zu schreiben, schreibe ich Dir einen langen.“
kumi-ori 13.12.2018
4.
Zitat von tickersiebenweil phantasielos und zudem widersprüchlich. Oder findet der Autor die "namenlose" und ebenso "grußlose", also weitgehend anonyme Form der eMail schöner? Immerhin ist auch eine Mail immer noch ein Schreiben, gerichtet an wen auch immer. Und ein wenig Respekt sollte in heutigen Zeiten wichtiger sein als hirnlose Buchstabenkürzel ("mfg", "cu") und zwingt vielleicht auch mal zum Nachdenken über den Inhalt des Schreibens bis hin zur Entscheidung, es ganz sein zu lassen.
Kommt ganz drauf an. Wenn ich mit meinem Chef verabredet und spät dran bin, seine Leitung aber besetzt ist, tut es auch ein simples "Komme leider 10 min. zu spät, LG Thomas". Erklären kann ich mich ja später noch. Ihnen wünsche ich noch einen schönen Arbeitstag und eine erholsame, friedliche Adventszeit. Mit besten Grüßen aus München Ihr kumi-ori
dietmr 13.12.2018
5. Nachdenken über den Inhalte ...
Zitat von tickersiebenweil phantasielos und zudem widersprüchlich. Oder findet der Autor die "namenlose" und ebenso "grußlose", also weitgehend anonyme Form der eMail schöner? Immerhin ist auch eine Mail immer noch ein Schreiben, gerichtet an wen auch immer. Und ein wenig Respekt sollte in heutigen Zeiten wichtiger sein als hirnlose Buchstabenkürzel ("mfg", "cu") und zwingt vielleicht auch mal zum Nachdenken über den Inhalt des Schreibens bis hin zur Entscheidung, es ganz sein zu lassen.
Kann es sein, dass Sie weder Kernaussagen noch den Sinn dieses Textes verstanden haben? Denn das, was Sie vermissen, kommt dort doch gerade zum Ausdruck!! Um Ihnen auf die Sprünge zu helfen: Weder werden dort "grußlose" Mails noch Buchstabenkürzel oder gar Respektlosigkeit propagiert - ganz im Gegenteil. Vielmehr soll oder kann dieser Artikel doch in der Tat zum Nachdenken anregen, über den Inhalt des Schreibens bis hin zur Entscheidung, es ganz sein zu lassen. Was Ihrem Beitrag hier sicher auch gut getan hätte.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.