Lohnreport 2013 Wo die Gehälter am höchsten sind

Mehr als 118.000 Angestellte, Beamte und Freiberufler haben für den Gehaltsreport 2013 ihre Bezüge offengelegt. Viele Beschäftigte sind unzufrieden mit ihrem Gehalt und erwarten eine kräftige Gehaltserhöhung noch in diesem Jahr.

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Der "Gehaltsreport 2013" gibt einen Einblick in die Jahresgehälter deutscher Arbeitnehmer
Corbis

Der "Gehaltsreport 2013" gibt einen Einblick in die Jahresgehälter deutscher Arbeitnehmer


Nach Jahren moderater Lohnsteigerungen erwarten viele Beschäftigte noch in diesem Jahr eine kräftige Gehaltserhöhung. Das ist ein Ergebnis des "Gehaltsreports 2013", den manager magazin in seiner aktuellen Ausgabe exklusiv veröffentlicht (ab 17. Mai am Kiosk).

Danach liegt das Brutto-Jahresgehalt leitender Angestellter in Deutschland bei 77.500 Euro, für Angestellte bei 57.500 Euro. Selbstständige gehen mit 77.500 Euro brutto nach Hause, Beamte mit 47.500 Euro.

Knapp 19 Prozent der Befragten hoffen für 2013 auf ein Lohnplus von fünf Prozent und mehr - unter den leitenden Angestellten liegt der Anteil sogar bei fast 21 Prozent. Vergütungsprognosen etwa von Kienbaum gehen von einem Lohnplus von deutlich unter vier Prozent aus, inklusive variabler Bestandteile.

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Gehaltsreport: Was Deutschland wirklich verdient
Die Schere zwischen den Erwartungen und dem, was tatsächlich verteilt wird, geht also weiter auf. Der Frust in den Büros steigt, auch dies machen die Daten des Gehaltsreports deutlich: Nur 48 Prozent der Teilnehmer sind mit ihrem Gehalt zufrieden. Mit deutlichen Unterschieden zwischen einzelnen Berufsgruppen: Während etwa 60 Prozent der Beamten keinen Grund zur Klage sehen, sind es unter den Angestellten nur 47 Prozent.

Kritik am Bonussystem und an mangelnder Transparenz

Vor allem das System der Bonuszahlungen wird kritisiert. In den vergangenen Jahren wurden signifikante Gehaltserhöhungen, wenn überhaupt, fast nur über diese variablen Bestandteile realisiert. Doch nur 6,2 Prozent der befragten leitenden Angestellten halten die Vergütungskriterien in ihrem Unternehmen für "nachvollziehbar und fair" - und nur 6,7 Prozent die Gehälterstruktur ihrer Firma für "transparent".

Vor allem zwischen Frauen und Männern ist das Geld nach wie vor ungleich verteilt: Quer durch alle Ebenen verdienen männliche Führungskräfte in Vollzeit 82.500 Euro - ihre Kolleginnen jedoch 20.000 Euro weniger.

Der "Gehaltsreport 2013" ist eine Aktion des manager magazin zusammen mit dem Business-Netzwerk Xing. Die anonyme Online-Befragung rund um Vergütungsthemen lief zwischen Mitte Januar und Mitte April. Mehr als 118.000 Angestellte, Beamte und Selbstständige gaben dabei Auskunft über Gehalt, Bildungsweg, Beruf, Zufriedenheit und Erwartungen für die Zukunft.

  • Klaus Werle (Jahrgang 1973) ist Redakteur beim manager magazin.

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insgesamt 187 Beiträge
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Seite 1
kdshp 16.05.2013
1. 118.000
Zitat von sysopCorbisMehr als 118.000 Angestellte, Beamte und Freiberufler haben für den Gehaltsreport 2013 ihre Bezüge offen gelegt. Viele Beschäftigte sind unzufrieden mit ihrem Gehalt und erwarten eine kräftige Gehaltserhöhung noch in diesem Jahr. Ergebnis des Gehaltsreports 2013: Beschäftigte mit Gehalt unzufrieden - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/ergebnis-des-gehaltsreports-2013-beschaeftigte-mit-gehalt-unzufrieden-a-900124.html)
Was für eine gier! Dann werden auch arbeitsplätze abgebaut und oder ins ausland abwandern. Die sollten sich mal lieber mit den unternehmen solidarisch zeigen als immer mehr haben zu wollen. Man stelle sich vor unternehmer/manager würden so denken.
soalbei 16.05.2013
2. Angestellte
Zitat von sysopCorbisMehr als 118.000 Angestellte, Beamte und Freiberufler haben für den Gehaltsreport 2013 ihre Bezüge offen gelegt. Viele Beschäftigte sind unzufrieden mit ihrem Gehalt und erwarten eine kräftige Gehaltserhöhung noch in diesem Jahr. Ergebnis des Gehaltsreports 2013: Beschäftigte mit Gehalt unzufrieden - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/ergebnis-des-gehaltsreports-2013-beschaeftigte-mit-gehalt-unzufrieden-a-900124.html)
Mit +-55000? Beamte mit knapp 50 000? Der war gut. Und da diskutieren wir noch über die Verteuerung der Innenstädte an anderer Stelle hier? Wen ein normaler Angestellter 55000 verdient so sind das 4500 brutto im Monat. Verheiratet ein Kind sind das knapp 3000 netto. Woher kommen dann die ganzen Leute die kein Geld haben bzw. ab wann fängt denn ein oberes Einkommen an, bzw WO sind die Leute die sich Wohnungen für 1000 Euro NICHT leisten können? Ich liebe solche Auswertungen aber wir wissen ja alle, dass beim Gehalt am meisten gelogen wird.
eigene_meinung 16.05.2013
3. Gier bei Arbeitnehmern?
Zitat von kdshpWas für eine gier! Dann werden auch arbeitsplätze abgebaut und oder ins ausland abwandern. Die sollten sich mal lieber mit den unternehmen solidarisch zeigen als immer mehr haben zu wollen. Man stelle sich vor unternehmer/manager würden so denken.
Nach den Gehaltsexzessen der Vorstände mit jährlichen Gehaltssteigerungen im mindestens zweistelligen Prozentbereich (trotz Minderleistung) dürfen sich ja wohl auch die "normalen" (d.h. arbeitenden und Werte schaffenden) Angestellten eine angemessene Gehaltserhöhung wünschen, die die Inflationsrate ausgleicht und Produktivitätssteigerungen folgt.
legendary_legend 16.05.2013
4. @kdhsp
Unternehmer und Manager denken so. Wer schlecht wirtschaftet bekommt weniger. Anders ist es auch nicht erklären, warum mancher Unternehmer das vielfache seiner Mitarbeiter verdient. Und gespart und gekürzt wird immer erst bei den Mitarbeitern
meeker 16.05.2013
5. es bleibt nix hängen ...
Mein Gehalt ist prinzipiell schon okay, das ist es nicht einmal. Es wird nur alles viel zu schnell viel zu teuer, ich komm da nicht mehr mit ...
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