Viel mehr Feiertage In diese Länder gucken wir voller Neid

Die Feiertagsdichte fühlt sich in Deutschland gerade ganz gut an: Ostern, 1. Mai, demnächst Himmelfahrt. Aber da geht noch viel mehr.

imago/ Westend61

Der 1. Mai steht vor der Tür, ein gesetzlicher Feiertag. Die meisten Menschen hierzulande haben frei, Schulen bleiben geschlossen, der größte Teil der Geschäfte auch - in ganz Deutschland. Das trifft jedoch bekanntermaßen nicht auf alle Feiertage zu. Jedes Jahr schielen beispielsweise die Hamburger eifersüchtig gen Süddeutschland. Denn während die Hanseaten nur neun Feiertage pro Jahr haben, sind es in Bayern satte 13.

So wie den Hamburgern geht es auch Schleswig-Holsteinern, Niedersachsen, Bremern und Berlinern. Deshalb haben Gewerkschaften, Kirchen und die Grünen in Hamburg eine Debatte um einen neuen Feiertag für Norddeutschland angestoßen. Gerechtigkeit müsse schließlich sein.

Dabei lohnt es sich nicht nur, neidisch auf die Bayern zu schielen. Da gibt es höhere Ziele: Denn in einigen Ländern Europas gibt es deutlich mehr Feiertage als in Deutschland, wie aus einer Aufstellung der Europäischen Union hervorgeht. Die meisten Feiertage hat ein direkter Nachbar von uns. In der Fotostrecke erfahren Sie, welcher:

Wer jedoch gleich platzen möchte vor Neid, muss wissen: Die angegebenen Feiertage gelten nicht immer landesweit, ähnlich wie in Deutschland. Außerdem gibt es unterschiedliche Regeln, wenn der Feiertag auf einen Sonntag fällt. In Belgien und Großbritannien zum Beispiel gibt es dafür an einem anderen Tag frei, in Frankreich und Malta dagegen nicht.

Außerdem ist in diesem Jahr der 31. Oktober, der Reformationstag, in ganz Deutschland frei, weil da sich zum fünfhundertsten Mal der Thesenanschlag von Martin Luther jährt.

koe

insgesamt 103 Beiträge
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Seite 1
Europäer1992 27.04.2017
1. Augsburger...
...haben dieses Jahr 15 Feiertage. Und in Bayern ruht an diesen Tagen die Arbeit wirklich. In den anderen europäischen Ländern arbeiten die Menschen oft trotz Feiertag. Einen Luxus wie in Deutschland gibt es im Prinzip nirgends.
mikaiser 27.04.2017
2. Die Bundesländer mit der höchsten Wirtschaftskraft
haben auch die meisten Feiertage. Also: Die Nordländer sollten schleunigst mehr Feiertage bekommen. Dann ist der Haushalt auch wieder ausgeglichen. ;-)
ex rostocker 27.04.2017
3. Feiertage müssen einen Sinn haben !
Da die Zahl der Kirchenmitglieder rapide sinkt, haben auch kirchliche Feiertage ihren Sinn weitgehend verloren. Da ist es absurd, wenn in Ostdeutschland, wo kaum noch jemand der Kirche angehört, der Reformationstag seit 26 Jahren Feiertag ist. Vielmehr sollte man über die Abschaffung von Ostermontag, Pfingstmontag und Himmelfahrt nachdenken, wobei gerade Christi Himmelfahrt als Freibrief zum Saufen und Randalieren ("Herrentag") verkommen ist. Übrigens - in vielen katholischen Ländern ist Ostermontag, Pfingstmontag oder der 2. Weihnachtsfeiertag nie Feiertag gewesen.
grand-poobah 27.04.2017
4. Deutschland ist unter Durchschnitt
Wir sollten zumindest in die F13-Liga aufsteigen.
reflexxion 27.04.2017
5. in Bayern gearbeitet, aber Rentner in Berlin
seit ich bei der Bundeswehr in München war, wusste ich wie viele Feiertage man in Bayern haben kann, so lang in dem Ort überwiegend katholische Bürger wohnen. In Teilen Frankens ist das nämlich anders da sind es dann auch weniger Feiertage. Zum Glück war mein langjähriger Arbeitsort in Unterfranken sehr katholisch: Würzburg. Ich genoß also die als nicht-Katholik die vielen katholischen "Frei"tage und machte mich über die Arbeitnehmer in meinem Heimatbundesland Hessen lustig. Dabei steht Hessen gar nicht soschlecht da, wir hatten zumindest Fronleichnam noch auf der Liste, die 5km weit weg wohnenden Niedersachsen nicht. Jetzt wo ich in Rente bin ist es mir aber lieber in der wunderschönen Hauptstadt zu wohnen. Hier geht es nicht darum, ab man einen bestimmten Laden hier zum Einkauf nutzen kann, sondern nur darum wo ist der nächste Laden dafür. Wer wie ich in Würzburg ca. 10 Jahre auf die Eröffnung eines IKEA gewartet hat, der weiß was ich meine. Am idiotischsten waren da die Sprüche: "nächstes Jahr kommt IKEA" und danach wurden dann absurde Standorte an der Stadtgrenze genannt. Am Ende war es dann fast in Fußnähe von mir eröffnet worden. Verzögerung wegen Naturschutz, da sollte ein Feldhamster wohnen und die stehen unter Schutz. Der Aufwand war enorm, im 24h-Betrieb überwachten Tierärzte das Gebiet, sie fanden nur einen "marodierenden Junghamster" der dann umgesiedelt wurde. Zurück zu den Feiertagen, Würzburg hatte da noch etwas besonderes "Mantelsonntag" Das war praktisch das Gegenteil, denn das war ein Sonntag an dem die Läden der Innenstadt auf hatten, Ursprünglich dazu gedacht der hart arbeitenden Landbevölkerung der Umgebung eine Chance zum Einkauf von Wintergarderobe zu geben. Ich finde ein Land sollte Feiertage einheitlich haben, ohne den ehemaligen religiösen Bezug - etwa so wie in UK mit den Bank Holidays.
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