Frauen in Führungspositionen Lateinamerika hängt Europa und die USA ab

Frauen im Vorstand? Eine Ausnahme in europäischen Unternehmen. Einer Studie zufolge wird sich daran auch so schnell nichts ändern. Anders in Lateinamerika: Dort steigt der Frauenanteil unter den Führungskräften rasant.

Sonnenaufgang in Recife: In Lateinamerika werden Frauen eher befördert als Männer
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Sonnenaufgang in Recife: In Lateinamerika werden Frauen eher befördert als Männer


2025 wird es in Lateinamerika mehr Frauen in Führungspositionen geben als in allen anderen Teilen der Welt. Zu diesem Ergebnis kommt die Unternehmensberatung Mercer nach einer Auswertung der Beförderungs- und Fluktuationsraten in 583 Firmen aus 42 Ländern.

In der Studie wird zwischen fünf Karrierestufen unterschieden. Zur untersten werden Mitarbeiter in unterstützenden oder administrativen Rollen gezählt, hier ist die Verteilung zwischen Männern und Frauen in fast allen Ländern ausgeglichen. Bereits auf der nächsthöheren Stufe (Fachkräfte) gibt es im Schnitt fast doppelt so viele Männer wie Frauen, im mittleren und höheren Management dreimal so viele. Je höher die Position, desto weniger Frauen.

Auf der höchsten Stufe (Führungskräfte) liegt der Frauenanteil in Lateinamerika derzeit bei 17 Prozent - und wird laut Mercer bis 2025 auf 44 Prozent steigen. Lateinamerikanerinnen würden eher befördert als ihre männlichen Kollegen, so das Ergebnis der Untersuchung. Die Chance, den Sprung von der zweithöchsten auf die höchste Karrierestufe zu schaffen, sei in Lateinamerika für Frauen derzeit doppelt so hoch wie für Männer.

Gleichberechtigung in weiter Ferne

Trotz unzähliger Gleichstellungsprogramme erwarten die Unternehmensberater in europäischen Chefetagen keine großen Veränderungen. In Europa werde der Anteil an Frauen in den vier höchsten Karrierestufen bis 2025 gleich bleiben, so die Studie. In den USA und Kanada soll er immerhin um ein Prozent steigen. "In zehn Jahren werden die meisten Firmen noch immer fern von Gleichberechtigung sein", so das düstere Fazit von Studienleiterin Pat Milligan.

Erst vor wenigen Tagen war eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung zu dem Ergebnis gekommen, dass weiblichen Mitarbeitern in Deutschland der Sprung an die Unternehmensspitze immer noch so selten gelingt wie vor zehn Jahren.

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Brasiliens Karrierefrauen: Platz da, Machos!

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insgesamt 7 Beiträge
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Awesomeness 27.01.2016
1. Wird hier auch schnell passieren
Ganz einfach, weil die Generation der "alten Männer", die noch unter sich waren schlicht wegstirbt. In Lateinamerika kriegen Frauen früher Kinder und schaffen es dank intakterer Großfamilien auch leichter, einem normalen Job nachzugehen. Kommen die Kinder dann in selbständigeres Alter, kann frau auch leichter richtig Karriere machen. Quoten sind also Unsinn wie sich wieder einmal zeigt.
fwittkopf 27.01.2016
2. Das düstere Fazit
für die Frauen in Europa ist absehbar. Lateinamerika, Panama habe ich im Blick, könnte die attraktive Region der Zukunft werden.
vox veritas 27.01.2016
3.
Deutschland im Hintertreffen ... das geht ja gar nicht. Und dann auch noch durch Latainamerika.
elvezia 27.01.2016
4. Auch beim BIP (4%-9%)
hängt Lateinamerika Europa locker ab. 15% Nettorendite(Kapitalinvestitionen ab 15000 $) ist keine Seltenheit. Multikulti ohne Spannungen, muslimfreie Zone. Wo gibt es denn sowas!? Paradiesische Verhältnisse: verordnerter Mindestlohn : 500 $ 5 Jahre Gewinnsteuer Befreiung bei Invest. im Tourismussektor. Frauen in allen Positionen: kompetent, tüchtig und strebsam.
jozu2 27.01.2016
5. Gleichberechtigungsgesetze überflüssig
Das ist der Beweis, dass die in Gesetz gegossene Gleichberechtigung nicht hilft. Das einzige, das hilft, ist eine Kultur, in der Leistung anerkannt wird. In Europa, insb. Deutschland, zählt ein Parteibuch oder die Mitgliedschaft in einer Kaste aus Dax-Vorständen und -Aufsichtsräten eben mehr. Da hilft auch kein Gleichstellungsgesetz - damit verar... man nur harmlose Männer der Mittelschicht.
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