Rückschritt Frauenanteil in Dax-Vorständen sinkt

Von der angestrebten Frauenquote in Vorstandsetagen sind die Dax-Unternehmen weiter weg als je zuvor: Nur noch 5,5 Prozent der Vorstände sind weiblich. Bis 2016 sollen es 30 Prozent sein.

Bahn frei für Frauen: Gilt nicht in den Vorständen der großen Aktiengesellschaften
DPA

Bahn frei für Frauen: Gilt nicht in den Vorständen der großen Aktiengesellschaften


Würde man alle Vorstände der 30 Dax-Unternehmen in einem Saal nach Geschlechtern trennen, so stünden in der einen Ecke zehn Frauen - und die andere Ecke würde man gar nicht mehr sehen. Denn den zehn weiblichen Vorständen stehen 173 Männer gegenüber. Das entspricht einem Frauenanteil von 5,5 Prozent. Und bedeutet im Vergleich zum Vorjahr einen Rückschritt: Ende 2013 lag die Frauenquote in den Vorständen der Dax-Unternehmen noch bei 6,3 Prozent. Und schon das war im Vergleich zu 2012 ein Rückschritt um 1,5 Prozentpunkte gewesen.

Drei Frauen haben seit Jahresbeginn ihr Amt im Vorstand niedergelegt: Elke Strathmann beim Autozulieferer Continental, Marion Schick bei der Deutschen Telekom und Angela Titzrath bei der Deutschen Post. Neu hinzugekommen in einen Dax-Vorstand ist nur eine Frau: Doris Höpke bei der Münchener Rück.

2013 war das Jahr, in dem die neue Regierung sich auf eine Frauenquote für Aufsichtsräte festgelegt hat, 30 Prozent sollen es bis 2016 werden. "Ich bin zwar zuversichtlich, dass es sich bei dem Rückgang des Frauenanteils in den Vorständen um ein vorübergehendes Tief und nicht um einen generellen Rückwärtstrend handelt", sagt Elke Holst, Forschungsdirektorin für Gender Studies am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung. Dennoch bestätige sich damit, dass eine nachhaltige Veränderung hin zu mehr Frauen in Vorständen der großen börsennotierten Unternehmen "kein Selbstläufer" sei.

In den Dax-Aufsichtsräten sieht es besser aus als in den Vorständen: Dort stieg der Frauenanteil um 2,8 Punkte auf 24,7 Prozent. "Diese positive Entwicklung zeigt, dass verstärkte Bemühungen um mehr Frauen in Aufsichtsräten durchaus erfolgreich sein können", so Holst. Die Arbeitnehmerseite stelle zwar noch immer die Mehrheit der weiblichen Mitglieder, doch hole die Kapitalseite auf: Mittlerweile entsendet sie mit 48 von insgesamt 109 fast die Hälfte aller weiblichen Aufsichtsräte.

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Gleichförmigkeit siegt: Die Profile der Dax-Vorstände

reuters/vet

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DerUnvorstellbare 17.07.2014
1.
Diese ganze Propaganda der Medien in den letzen jahren hat dazu geführt dass Frauen auf Posten kamen, obwohl sie überhaupt nicht bereit waren. Das hat man jetzt gesehen. Das Problem ist zurzeit dass alle Frauen, also auch die Guten, als Quotenfrauen angesehen werden. Die Feministen und pro-Quote haben den fähigen Frauen wirklich einen Bärendiesnt erwiesen. Und noch eines sollten einige verstehen. Es wird nie 50% Frauenanteil in solchen Positionen geben. Es wird immer mehr Männer geben die sich für so eine Machtposition begeistern als Frauen. Dazu muss man auch unsere Dax-Vorstände beachten. Das sind Unternehmen bei denen eher Menschen arbeiten, die MINT-Fächer studiert haben. Insofern sit es auch absurd 30% zu fordern, überhaupt eine Quote zu fordern ist absurd. Ich entdecke sehr oft einen Denkfehler bei den Befürwortern der Quote. Sie versuchen das Ganze so darzustellen als ob diese Posten in irgendeiner Art unsere Bevölkerung präsentieren müssten. Man vergisst jedoch dass jeder Einzelne sich selber durchgeschlagen hat. Wenn man Frauen dort nur zulässt weil sie Frauen sind, dann ist das die eigentliche Diskriminierung gegenüber Männern.
california2000 17.07.2014
2. Makel der Quote
Welche wirklich qualifizierte Frau (und davon gibt es genug) möchte sich den auch den Makel der Quote anheften. Damit sind doch alle zukünftigen Aufstiegschancen dahin. Diese gesamte Quotenregelung ist totaler Unsinn und diskriminiert eigentlich alle qualifizierten Frauen.
hoping.kangaroo 17.07.2014
3. Quote nicht verstanden
Ich moechte gerne Quotenfrau sein! Denn ich denke, dass sich viele Frauen durchschlagen und dann NICHT im Vorstand ankommen, weil sie Frauen sind. Das ist Diskriminierung und dagegen scheint nur eine Quote zu helfen.
lacronna 17.07.2014
4. Bärendienst
Zitat von california2000Welche wirklich qualifizierte Frau (und davon gibt es genug) möchte sich den auch den Makel der Quote anheften. Damit sind doch alle zukünftigen Aufstiegschancen dahin. Diese gesamte Quotenregelung ist totaler Unsinn und diskriminiert eigentlich alle qualifizierten Frauen.
Volles Einverständnis! 1.) Es hat noch nie etwas gebracht, eine Diskriminierung durch eine andere abzulösen. Damit fangen meist die Probleme erst an. 2.) Die Frauenquote erweist dem Streben nach Gleichberechtigung einen Bärendienst. Eine Frau, die ihren Job wegen der Quote bekommen hat und ihn dann auch noch annimmt, wird niemals ernsthaft für voll genommen. 3.) Das gilt ebenso für den "Innen"-Wahn oder die Substituierung ganzer Wörter. Als ich das erste Mal die Worte "Studierendenparlament" und "Studierendenvertretung" gelesen habe, hielt ich das für einen Witz. Damit wird die die ganze Sache endgültig ins Lächerliche gezogen. 4.) All diese von Wunschdenken geprägten Maßnahmen helfen nicht, die Mauern in unseren Köpfen einzureißen. Da hilft nur ein bisschen mehr Zeit.
easybär 17.07.2014
5. wenn die Herren
mal soviel familienverantwortung übernehmen würden wie die Frauen, gäbe es auch mehr Frauen in den oberen Etagen. Denn dann wäre es auch für die Männer schwieriger große Posten anzunehmen. also lieber immer auf der Quote rumhacken.
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