Fünf Jahre nach dem Crash Die erstaunlichen Karrieren der Lehman-Banker

Versager, Gierlappen, Betrüger! Mit dem Zusammenbruch 2008 ruinierte Lehman Brothers den Ruf der Investmentbanker. Was wurde aus den Pleitiers? Nur wenige der Top-Manager kehrten erfolgreich in die Finanzwelt zurück - andere machte das Drama reich und mächtig.

Von Meike Schreiber


Der Verfemte: Ex-Lehman-Chef Richard Fuld galt schon vor der Pleite als überbezahlter "Gorilla"
REUTERS

Der Verfemte: Ex-Lehman-Chef Richard Fuld galt schon vor der Pleite als überbezahlter "Gorilla"

Seit der Lehman-Pleite ist er das Symbol für Gier, Großmannssucht und Missmanagement an der Wall Street: Richard Fuld. Egal, wo sich der letzte Vorstandschef von Lehman Brothers seither öffentlich zeigt - überall ruft er den Zorn seiner Umgebung hervor. Bereits legendär sind die Bilder jener Wutbürger, die kurz nach der Insolvenz Fulds Anhörung vor Mitgliedern des Kongresses in Washington torpedierten.

Umstritten war der Manager schon während seiner Amtszeit. Rückblende: Bei Lehman trägt er wegen seines rauen Umgangstons den Spitznamen "Gorilla". 2008, im Sterbejahr der Bank, kürt ihn die "Financial Times" zum überbezahltesten CEO der Wall Street - in den zwei Jahren zuvor hatte Fuld zusammen fast 80 Millionen Dollar Gehalt kassiert.

An der Wall Street gilt der 67-Jährige bis heute als Verfemter. 2009 gründet er ein Beratungsunternehmen, aber das Geschäft läuft mies - zu schlecht ist sein Image. 2010 wechselt er zu Legend Securities, einem weithin unbekannten Broker. Doch die Aufsichtsbehörden verweigern ihm, dem ehemaligen Chef des Dickschiffes Lehman, die nötige Brokerlizenz.

Fulds Villa in Florida gehört inzwischen seiner Frau

In der Finanzszene macht der "Fluch des Dick Fuld" die Runde, der die Nachlassverwalter des Lehman-Reichs trifft: Bob Diamond und Kenichi Watanabe. Die Chefs von Barclays und Nomura Holdings hatten sich die Lehman-Reste zu Spottpreisen einverleibt, wurden später aber mit Schimpf und Schande aus ihren Ämtern gejagt.

Und doch hätte es für Fuld schlimmer kommen können: Anders als zum Beispiel die Verantwortlichen des zusammengebrochenen Energiekonzerns Enron wurde er nie strafrechtlich verfolgt. Und sein Haus in Florida, das er einst für 13,75 Millionen Dollar gekauft hatte, hat er zum Vermögensschutz vorsichtshalber auf seine Frau übertragen - sicher ist sicher.

insgesamt 3 Beiträge
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Seite 1
noalk 14.09.2013
1. Frauenquote
Nur Männer auf der Liste der Beteiligten. Ein Argument für die Frauenquote.
agua 14.09.2013
2.
Zitat von sysopREUTERSVersager, Gierlappen, Betrüger! Mit dem Zusammenbruch 2008 ruinierte Lehman Brothers den Ruf der Investmentbanker. Was wurde aus den Pleitiers? Nur wenige der Topmanager kehrten erfolgreich in die Finanzwelt zurück - andere machte das Drama reich und mächtig. http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/fuenf-jahre-nach-lehman-was-aus-fuld-callan-und-einhorn-wurde-a-921887.html
5 Jahre nach Lehman gibt es in Portugal in Lissabon eine im Jahr 2007 gegründete Niederlassung mit dem Namen "Whitestar",die nach der Pleite ihre Mitarbeiter von 80 auf 160 erhöhte und auch derzeit einen zweifelhaften Ruf genießt.Leider finde ich diesen Artikel in keiner anderen Sprache,als portugiesisch:Com o Lehman Brothers como pai falido, empresa em Portugal duplica negócio | iOnline (http://www.google.pt/url?sa=t&source=web&cd=5&ved=0CDQQFjAE&url=http%3A%2F%2Fwww.ionline.pt%2Fartigos%2Fdinheiro%2Flehman-brothers-pai-falido-empresa-portugal-duplica-negocio&ei=A9c0UsHHA-iJ7AbK0YDYBA&usg=AFQjCNEAr-ZkxfzvpbkT4jJ5oGt_k4_YXg)
Daku85 15.09.2013
3. nur Männer?
vielleicht sollte man den Artikel erstmal lesen, bevor man ihn kommentiert.
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