Büromöbel für Futuristen Im Skorpion ist ein Platz frei

Von Martin Hintze

2. Teil: Telepräsenzroboter: Der Boss ist da


Tach, Chef: Avatare sollen Geschäftsreisen überflüssig machen
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Tach, Chef: Avatare sollen Geschäftsreisen überflüssig machen

Was bedeuten schon Entfernungen? Kommunikationstechnologien wie der Telegraf, das Telefon, Internet und Videokonferenzen haben die Welt zusammenrücken lassen und den Grundstein für globale Konzerne gelegt. Und für die wirklich wichtigen Verhandlungen steigt der CEO gern in den Businessjet. Doch auch Geschäftsreisen könnten bald der Vergangenheit angehören. Stellvertreter-Roboter sind die Zukunft - zumindest, wenn es nach dem Willen ihrer Erfinder geht.

Telepräsenzroboter sollen es gleichgültig werden lassen, ob das Meeting in London, New York oder Tokio stattfindet. Der Chef ist allgegenwärtig. Genauer: sein Avatar. Ein Roboter auf Rollen, der mit vertrauter Stimme Anweisungen geben kann. Ein Bildschirm in Kopfhöhe zeigt die Mimik. Mit Kamera und Mikrofon überträgt der Vertreter aus Metall und Plastik, was um ihn herum passiert. Ferngesteuert wird der Avatar über das Internet. Gearbeitet wird auch an Computerbrillen und Sensoren, die zugleich die Bewegungen des Anwenders übertragen.

Noch steckt die Technik in den Kinderschuhen: Die Roboter sind teuer, Kameras und Mikrofone zu störanfällig für eine flüssige Konversation. Auch die Steuerung ist im Vergleich zu einer Videokonferenz kompliziert. Angestellte können also durchatmen. Die Gefahr, den ferngesteuerten Chef ständig im Nacken zu haben, ist relativ gering. Noch. In US-Krankenhäusern werden bereits Hunderte Telepräsenzroboter eingesetzt.

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