G20-Gipfel in Hamburg Nivea-Hersteller verordnet Homeoffice-Tag

Außergewöhnliche Ereignisse führen oft zu unkonventionellen Maßnahmen. So auch beim Nivea-Hersteller Beiersdorf: Während des G20-Gipfels im Juli in Hamburg sollen Tausende Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten.

Unternehmenszentrale der Beiersdorf AG in Hamburg
DPA

Unternehmenszentrale der Beiersdorf AG in Hamburg


Am ersten Tag des G20-Gipfels in Hamburg können Mitarbeiter des Nivea-Herstellers Beiersdorf von zu Hause aus arbeiten - oder von wo aus auch immer sie wollen, Hauptsache nicht in der Unternehmenszentrale. Die Beschäftigten - "vom Vorstand bis zum Servicemitarbeiter" - würden damit am 7. Juli nicht die zu erwartenden Staus und Demonstrationen in der Hansestadt zu spüren bekommen. Stattdessen könnten sie "Erfahrungen mit der Arbeit im 'Homeoffice'" sammeln, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

"Der Konzern nutzt den "Ausnahmezustand" des G20-Gipfels am Hauptsitz Hamburg, um flexibles Arbeiten für die gesamte Belegschaft erlebbar zu machen," erklärte Personalvorstand Zhengrong Liu. Betroffen sind rund 2500 Mitarbeiter.

Nur die 700 Mitarbeiter in der Produktion müssen an ihrem Arbeitsplatz arbeiten. Die Produktion sei "aufgrund komplexer Produktionsprozesse" von dem Homeoffice-Angebot ausgenommen, sagte eine Unternehmenssprecherin.

Die Zentrale des Nivea-Herstellers befindet sich im Stadtteil Eimsbüttel und liegt damit unweit des G20-Tagungszentrums. Weltweit beschäftigt der Dax-Konzern mit Marken wie Eucerin, Labello und Hansaplast 17.000 Mitarbeiter.

Zum G20-Gipfel am 7. und 8. Juli in Hamburg wollen Staats- und Regierungschefs aus Industrie- und Schwellenländern anreisen. Diese Treffen zählen zu den größten Zusammenkünften von Staats- und Regierungschefs überhaupt. Vertreten sind 19 Industrie- und Schwellenländer sowie die EU. Das Gründungstreffen fand 1999 in Berlin unter deutschem Vorsitz statt.

Zu der diplomatischen Großveranstaltung werden allein mehr als 6000 hochrangige Delegierte und über 3000 Journalisten erwartet. Zudem werden unzählige Helfer im Einsatz sein. Auch die Sicherheitskräfte werden mit Tausenden Beamten präsent sein.

ler/AFP/dpa



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