Kaum Bilder vom Bräutigam Hochzeitspaar verklagt Fotografen

Ein Hochzeitsfotograf hat den Bräutigam am schönsten Tag seines Lebens offenbar weitgehend ignoriert. Sein Interesse galt vielmehr den Brautjungfern.

Fotograf mit Braut (Symbolbild)
Getty Images/PhotoPlus Magazine

Fotograf mit Braut (Symbolbild)


Ist das alles? Als eine Braut aus Großbritannien die Bilder ihrer Hochzeit sieht, ist sie total enttäuscht. Von den mehr als 1600 Bildern ist jedes dritte unscharf. Und die technisch einwandfreien Aufnahmen zeigen die falschen Leute. Steph Unwin und ihr Mann Paul aus Großbritannien haben ihren Hochzeitsfotografen laut Medienberichten deshalb verklagt.

Demnach zahlten sie dem Fotografen 550 Pfund, umgerechnet 620 Euro. Statt professioneller Bilder vom schönsten Tag ihres Lebens bekamen sie aber vor allem unscharfe Schnappschüsse. Von der Braut gab es demnach immerhin 70 Aufnahmen, vom Bräutigam allerdings nur elf.

Die Brauteltern waren nur auf einem Bild zu sehen, die Eltern des Bräutigams überhaupt nicht. "Es fehlen so viele Momente von unserem großen Tag. Ich werde alles tun, um zu verhindern, dass er das einem anderen antut", sagt Unwin.

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Der Hochzeitsfotograf interessierte sich wohl vor allem für die beiden Brautjungfern. Von ihnen gab es laut dem Brautpaar fast Hundert Bilder und die seien teilweise auch noch mehr als geschmacklos.

Auf vielen Fotos seien deutlich bestimmte Körperregionen der Frauen fotografiert worden. "Ich weiß, Fotografie wird von verschiedenen Menschen unterschiedlich interpretiert, aber wenn er dreimal den Hintern von jemandem ablichtet, ist das kein Zufall mehr", sagte die Braut zu "Daily Mail".

Das Gericht gab den Eheleuten recht und sprach ihnen eine Entschädigung von gut 600 Pfund zu, umgerechnet 680 Euro. Der Fotograf erschien nicht zur Verhandlung. Er machte gegenüber "Daily Mail" das schlechte Wetter für die Fotos verantwortlich. Seinen Job als Fotograf hat er inzwischen aufgegeben.

koe



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