Tiere am Arbeitsplatz So bleibt der Hund in der Hitze nicht allein

Sie müssen arbeiten, und der Hund ist allein in der warmen Wohnung? So gehen Sie vor, damit er Sie zum Job begleiten darf - nicht nur im Sommer.

Hundshitze: Was machen mit dem Tier?
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Hundshitze: Was machen mit dem Tier?


Die Arbeit muss erledigt werden, egal wie schön das Wetter ist. Das gilt für viele Jobs - und wenn das Büro, die Werkstatt oder der Laden klimatisiert sind, sind die Stunden im Dienst auch nicht ganz so unerträglich.

Doch wenn zu Hause ein Hund auf Sie wartet, dem die Hitze in den eigenen Wänden zu schaffen macht, können Sie dem klimatisierten Arbeitsplatz womöglich weniger abgewinnen. Außerdem sind Sie sowieso schon lange davon überzeugt, dass Hunde das Büroklima verbessern.

Doch dürfen Sie Ihren vierbeinigen Schützling mit zur Arbeit bringen, um ihm die stickige Wohnung zu ersparen? Was erlaubt ist und was nicht:

Laut Paragraf 106 der Gewerbeordnung darf der Vorgesetzte nicht nur Ort und Zeit der Arbeit bestimmen, sondern auch Ordnung und Verhalten im Betrieb - also auch, was man an den Arbeitsplatz mitnehmen darf. Wer sein Tier also einfach mitbringt ohne vorher zu fragen, riskiert eine Abmahnung und bei Wiederholung sogar eine Kündigung, warnt Jürgen Markowski, Fachanwalt für Arbeitsrecht.

Stimmt der Chef zu, sollten Sie auch die Kollegen und andere Mitarbeiter fragen und mit ihnen klare Regeln abstimmen. "Das ist nicht nur höflich, sondern auch nötig. Denn unter Umständen ist jemand allergisch oder hat furchtbar Angst vor dem Hund", sagt Markowski.

Dazu gehört auch abzuklären, wo sich der Hund genau aufhalten darf und ob er sich dort frei ohne Leine bewegen darf. "In einigen Bereichen sind Tiere klar ausgeschlossen, etwa in der Lebensmittelproduktion oder am Fließband - teils aus hygienischen und teils aus Arbeitsschutzgründen", sagt der Arbeitsrechtler.

Auch wenn es bereits mehrere Hunde im Büro gibt, haben Sie keinen Anspruch darauf, Ihr Tier mitzubringen. Das bleibt eine individuelle Entscheidung des Chefs. Schließlich ist jeder Hund anders - und Ihrer muss von der Größe, dem Temperament und der Erziehung her ins Team passen. Auch wenn er stark haart oder auf Ihren Chef gefährlich wirkt, kann er Ihren Wunsch problemlos ablehnen.

Sollten Sie Ihr Tier mitbringen dürfen, sollten Sie vorher eine Tierhalterhaftpflichtversicherung abzuschließen. Denn wenn er etwa an einem Kabel knabbert und so den Zentralserver für einige Zeit lahmlegt, kann das teuer werden. "Klären Sie vorher beim Versicherer ab, ob Schäden, die das Tier im Büro verursacht, auch abgedeckt sind", rät Markowski.

lov/dpa



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