Karriere mit Knick Im falschen Job

Hans Geberts Körper sträubte sich gegen die Arbeit. Paula Heitmann ertrug ihren Job nicht. Johannes Kloss hatte einen Fehlstart ins Berufsleben. Sechs Geschichten von Menschen, die sich für eine Kehrtwende entschieden.

Von Theresa Moebus und Daniel Siebenweiber


Was soll aus mir werden? Die Frage macht vielen jungen Menschen Angst. Sie tun sich mit der Antwort oft so schwer, dass sie sich selbst dann nicht sicher sind, wenn sie längst im Berufsleben stehen.

Was tun, wenn der Job nicht zum Menschen passt? Die Lösungen können so unterschiedlich sein: Ein Programmierer, der sich entschließt, Pfarrer zu werden. Ein Basketballer, der sich von seinen Fans verabschiedet. Eine Versicherungskauffrau, die sich in einem tragischen Moment falsch verhält. Klicken Sie auf die Bilder unten, um alle sechs Geschichten zu lesen.

"Es war nicht meine Welt"
AFP

Im kühlen, weiß gefliesten Raum ist alles vorbereitet. Das Gerät, das aussieht wie ein kleines Seemannsfernrohr, wird geladen. Der Mann im weißen Kittel kann es mit einer Hand gerade so umfassen. Er setzt es an der Schläfe an und drückt ab. Kopfschuss. Der Bolzen bohrt sich ins Gehirn. Betäubt stürzt das Rind zu Boden. Die Schlachtung kann beginnen.

Wo andere wegsehen, musste die 55-jährige Paula Heitmann* jahrelang genau hinschauen. War das Bolzenschussgerät richtig geladen? Wurde das Schlachtmesser regelmäßig gewaschen und gewechselt? Waren die Tiere gemäß dem Tierschutzgesetz betäubt und getötet worden?

Heitmann ist Tierärztin. Und seit einigen Jahren Veganerin. Neben der Arbeit in ihrer eigenen Praxis nahm sie das scheinbar verlockende Angebot an, zusätzlich als amtliche Tierärztin für einen Schlachthof zu arbeiten. Der Job hatte Vorteile: geregelte Arbeitszeiten, eine sichere Bezahlung, und auch die Krankenversicherung wird anteilig übernommen. Doch da waren auch diese grausigen Bilder.

Sie fühlte sich verantwortlich

Verkrüppelungen seien noch das Harmloseste gewesen, erinnert sich Heitmann mit Ekel. Tiere hätten sich schon während des Transports zum Schlachter zu Tode getreten. "Menschen, die im Schlachthof arbeiten, stumpfen ab", ist sie sich sicher. Heitmann selbst belastete der Beruf sehr. "Es war nicht meine Welt. Ich habe mich ständig gefragt, was ich hier überhaupt mache." Aber sie fühlte sich verantwortlich. Erst durch sie sei ein hohes Maß an Hygiene aufgebaut worden, verteidigt sie sich.

Gegen ihr Gewissen begleitete Heitmann jahrelang den Schlachtprozess und verdrängte ihre Zweifel. Der Anlass zur Kündigung war ein Umzug. Ihrem Mann wurde ein Job in Mittelfranken angeboten, die Familie zog hinterher. Heute führt Paula wieder eine Kleintierpraxis und ist froh, die Fleischbeschau hinter sich gelassen zu haben.

* Name geändert

"Eine neue Art von Coming-out"
Ivo Berg/ crazy-ivory.de

Auf sein spirituelles Coming-out verzichtete Oskar Faßler bewusst. Er war schließlich Profi in einem, wie er sagt, "sehr maskulinen Sport". Er hatte Angst davor, bewertet zu werden. Nicht mehr zur Gruppe zu gehören. Nur sein Bruder und die besten Freunde wussten es. Sein Trainer nicht, und auch nicht seine Mitspieler beim deutschen Basketball-Bundesligisten Gießen 46ers. Mit 24 Jahren entschied er sich endgültig: Er wird seine Karriere beenden und einen spirituellen Lebensweg einschlagen.

"Jeden Tag vier bis fünf Stunden Bälle auf einen Korb zu werfen, das war nicht mehr das, wofür ich jeden Tag aufstehen wollte", sagt Faßler. In ihm hatte sich etwas entwickelt, das mit dem Leben als Oskar, der Basketballer, nicht mehr kombinierbar war. Im Januar 2014 schrieb er auf Facebook einen langen Text an seine Fans und Freunde. Darin stand, dass er sich in Zukunft auf Dinge konzentrieren wolle, die er liebe: Freunde treffen, lesen, Musik machen, schreiben und meditieren.

Vielleicht ein Meditationsstudio

Bereits als Teenager hatte er angefangen sich zu hinterfragen, spirituelle Bücher gelesen. Seit zwei Jahren gehört das Meditieren fest zum Tagesablauf des 1,98-Meter-Mannes. "Es gibt mir sehr viel Ruhe", sagt er. Er wünschte sich, dass sich mehr Menschen mit der Technik des Meditierens beschäftigen, in sich hineinhorchen, Ruhe finden und die Frage nach sich selbst beantworten.

In den letzten Monaten war Faßler auf der Suche nach spirituellen Persönlichkeiten: In San Francisco, Los Angeles, London. Langfristig will er wieder nach Deutschland zurück: "In Berlin ist sehr viel Kreativität und Spiritualität", sagt er. Ein Meditationsstudio wäre eine Option. Dort könne er Menschen unterstützen, einen neuen Weg zu gehen, wie er sagt. Grinsend sagt er: "Das neue Coming-out ist nicht mehr zu sagen 'ich bin schwul', sondern 'ich meditiere'."

"Ich will abbrechen." - "Schon wieder?"
DPA

Am Heiligen Abend 2011 offenbarte Johannes Kloss* seinen Eltern den Entschluss: "Ich will mein Studium abbrechen." - "Schon wieder", sagte sein Vater ungläubig. Kloss erklärte, er wolle an der Akademie der Bildenden Künste Innenarchitektur und Produktgestaltung studieren. Ganz so sicher, wie er es gegenüber seinen Eltern darstellte, war er sich allerdings nicht. Denn diesmal wollte er bei seiner Studienentscheidung wirklich alles richtig machen.

Direkt nach dem Abitur hatte Kloss sein erstes Studium begonnen. Das Fach Physik lag nahe, in der Schule hatte es ihm viel Spaß gemacht. Er blieb in seiner Heimatstadt München und war anfangs von der Wissenschaft fasziniert. Doch schon nach wenigen Monaten stellte er fest: zu viel langweiliges Rechnen. Kloss brach ab.

Er setzte sich in verschiedene Vorlesungen: Architektur, Ingenieurwesen, Jura. Für seinen zweiten Anlauf orientierte sich Johannes schließlich an seinen Leistungskurs in der Schule: Wirtschaft und Recht. Anwälte und Richter hatten außerdem ein hohes Ansehen in der Gesellschaft. Und Juristen säßen in fast jedem Vorstand. Also Jura.

Seine Studienleistungen beschreibt Kloss als durchschnittlich. "Ich konnte mich gut durchwursteln, aber durchschnittlich reicht in Jura nicht", sagt Kloss. Außerhalb der Uni und der Bibliothek fing er an zu basteln: Erst eine Lampe, dann Hi-Fi-Möbel. Neben den Gesetzestexten stapelten sich bald Design- und Architekturbücher.

Preis für ein Vogelhaus

Nach jener Weihnacht 2011 und der besorgten Reaktion seiner Eltern ging Johannes Kloss zur Studienberatung. Sogar einen Eignungstest beim Arbeitsamt machte er. Es blieb bei der Entscheidung, Innenarchitektur zu studieren. In den nächsten Monaten kümmerte er sich intensiv um seine Mappe für die Bewerbung an Universitäten und Hochschulen. Er machte Praktika und besuchte eine private Malschule. Mit Erfolg: Die beiden Studienorte Rosenheim und München sagten zu. Wieder stand eine Entscheidung an.

Und diesmal hat Johannes wohl alles richtig gemacht. In den vergangenen Monaten wurden zwei seiner Arbeiten sogar mit Preisen ausgezeichnet: ein Design-Vogelhaus und seine Gestaltungsvorschläge für eine Ausstellung des Botanischen Gartens.

* Name geändert

"IT-Support ist fast wie Seelsorge"
privat

Auf dem Schreibtisch von Michael Bartl spiegeln sich seine zwei Berufe: In dem Chaos aus Kabeln, Schräubchen und Lötwerkzeug zeigt sich ein technikbegeisterter Tüftler; in den darunterliegenden Blättern aus Kirchenliedern und aufgeschlagenen Theologie-Büchern ein gottgewandter Geistlicher. Es ist Bartls vergangener und sein künftiger Beruf, die sich hier treffen.

Zwölf Jahre lang hatte Bartl als Informatiker gearbeitet, bevor er kündigte. Was genau der Anlass dafür war, kann er gar nicht wirklich sagen. Vielleicht war er einmal zu oft allein gewesen und hatte keinen Sinn auf dem Bildschirm vor sich gesehen. Vielleicht hatte er sich einmal zu viel schlaflos hin und her gewälzt, um im Bereitschaftsdienst sofort aufzuspringen, wenn der Server Probleme meldete. Vielleicht kam ihm die Firmenphilosophie einmal zu oft fremd vor.

Bartl liebt seit seiner Schulzeit technische Spielereien. Aber es gibt etwas, was über Technikbegeisterung hinausgeht und ihn zweifeln lässt. Er nennt es den "Selbstzweck von Maschinen": Technik, die nicht mehr da ist, um den Menschen zu helfen.

Studium mit 46 Jahren

Für Bartl ist es wohl die Kirche, die genau das tut: Den Menschen in den Mittelpunkt setzen. Das Studienfach Theologie hatte ihn schon nach dem Abitur gereizt, aber dafür hätte er drei Sprachen - Hebräisch, Griechisch und Latein - lernen müssen. Losgelassen hat ihn der Wunsch aber nie: 2006 machte er parallel zu seinem Beruf eine Ausbildung zum Prädikanten, eine Art ehrenamtlicher Prediger. Seither hat Michael schon über 40 Gottesdienste gehalten und auch eine Beerdigung geführt.

Nun will er mehr, er will Pfarrer werden. Deswegen studiert Bartl mit 46 Jahren in München an der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität Theologie. Manchmal verzettelt er sich und weiß nicht, ob er das Studium wirklich schafft. Drei Semester ist er im Verzug. Obwohl er keinen Zweifel hat, dass der Pfarrer-Beruf für ihn der richtige wäre, hat er einen Notfallplan: "Heute weiß ich, dass es auch in der IT Bereiche gibt, in denen ich alt und zufrieden hätte werden können. Schulungen zum Beispiel, Menschen die Technik erklären - das ist manchmal fast wie Seelsorge."

"Es sollte eine Übergangslösung sein"
DPA

"Hierarchisch gesehen war es der totale Abstieg", sagt Hannah Stein* über ihren Karriereverlauf der letzten Jahre. Sie ist unzufrieden und verzweifelt. Eine glückliche berufliche Zukunft scheint für sie heute unerreichbar. "Und das alles nur wegen der Liebe", fügt ihr Mann hinzu.

Stein, 47, ist ausgebildete Versicherungskauffrau und seit über 20 Jahren im Geschäft. Sie machte Karriere, alle drei bis vier Jahre eine kleine Beförderung. Nach etlichen Weiterbildungen leitete sie in Köln selbst Schulungen und betreute Auszubildende. Dann kam, wie sie es heute nennt, "der tragische Moment": Nach fast drei Jahren Fernbeziehung zog sie 2012 ihrem Mann hinterher nach München. Ihr Arbeitgeber, ein großer Versicherungskonzern, bot ihr dort eine Stelle an, schlechter bezahlt und mit weniger Entscheidungsbefugnissen. Hannah fühlt sich unwohl und unterfordert.

Der Albtraum jedes Angestellten

Bald darauf kamen auf den Gängen und beim Mittagessen diese Gerüchte hinzu: Einer der beiden Firmenstandorte werde geschlossen. Bis zum Tag der Entscheidung waren sich Hannah und ihre Kollegen sicher, dass es nicht sie treffen werde. Der Vorgesetzte lud zu einer Besprechung und verkündete den Albtraum eines jeden Angestellten.

Alle Mitarbeiter der Abteilung sollten eine Abfindung erhalten. Die Unsicherheit ihrer beruflichen Zukunft belastete Hannah so sehr, dass sie auf das Geld verzichtete und sich intern auf die nächstbeste Stelle bewarb. Es sollte eine Übergangslösung sein. Hannah landete in einem Call-Center. Sie ist jetzt noch weniger gefordert und besitzt keinerlei Entscheidungsbefugnisse mehr. In einem täglichen Ritual schaut sie zwar nach Stellenausschreibungen, den Mut, sich zu bewerben scheint sie allerdings verloren zu haben. Sie sagt: "Wenn ich zehn Jahre jünger wäre, würde ich nochmal bei einem anderen Unternehmen neu anfangen".

* Name geändert

"Es fing mit einem Schnupfen an"
Holger Neu/ grigatundneu.de

Erschrocken fährt er hoch und schnappt nach Luft. Jede Nacht ringt Hans Gebert nach Atem, jede Nacht begleitet sein pochendes Herz jeden seiner Atemzüge. Doch heute ist es schlimmer: Er fühlt keine Luft in seinen Lungen. Der Schweiß bricht ihm aus, sein Herz protestiert immer lauter. Er hat Todesangst. Er weiß nicht, ob er die Nacht überleben wird.

Damals, vor 30 Jahren, war Gebert schon krank. Diagnose: Bäckerasthma. In der Backstube seiner Eltern hatte es angefangen: Der leichte Schnupfen, das grippeartige Unwohlsein, dann die Atemnot. Der allgegenwärtige Mehlstaub, der überall in der Backstube schwebte, entzündete seine Atemwege. Der 20-jährige Bäckermeister beschloss, trotzdem weiterzumachen.

Nur noch mit staubarmem Mehl

Noch heute eilt Gebert geschäftig durch seine Bäckerei. Dort befinden sich neben traditionellem Handwerk auch vollautomatische Absaugmaschinen. Sie filtern den Mehlstaub aus der Luft und ermöglichen es Gebert, sich in seiner Backstube frei zu bewegen. "Für mich gab es nach der Diagnose nur noch eine Möglichkeit: Nach vorne!", sagt er. Er entwickelte zusammen mit seiner Berufsgenossenschaft die Absauganlagen weiter. Und er stellte ein staubarmes Mehl her, mit dem er beschwerdelos arbeiten kann.

Das Familienunternehmen hat Gebert sogar vergrößert. Inzwischen ist er schon einmal umgezogen und hat dreimal angebaut. Wenn das alles nicht geklappt hätte, wäre für Gebert dennoch keine Welt zusammen gebrochen. "Dann wäre ich halt Hausmann geworden", sagt der Vater von drei Kindern.

  • privat
    Theresa Moebus (Jahrgang 1990) ist Schülerin der Deutschen Journalistenschule und lebt in München. Zuvor hat sie in Freiberg Angewandte Naturwissenschaft studiert.
    Daniel Siebenweiber (Jahrgang 1988) hat Mathematik studiert, bevor er an die Deutsche Journalistenschule kam. Er ist freier Journalist und lebt in München.



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exil-berliner 29.01.2015
1. Berufliche Selektion bereits nach der Grundschule
Was aus einem Kind wird entscheidet sich schon mit der Versetzung aus der Grundschule entweder in die Haupt- Realschule oder das Gymnasium. In der 10. Klasse als ich mit 16 die mittlere Reife machte war das Arbeitsamt in Form der "Berufsberatung" Stammgast in der Klasse. Aus heutiger Sicht sollten wir dazu "gesteuert" werden, kein Abitur nachzumachen sondern schön brav eine berufliche Ausbildung beginnen. Meine Entscheidung viel auf Koch und wie in dem Artikel beschrieben hatte ich nach einem 1/2 Jahr eine wachsenden Hass auf den Joballtag und die Aufgaben entwickelt. Aber die Ausbildung abbrechen, nein da hörte man auf seine Eltern - besser eine Lehre zu Ende machen als Abbruch. Aus heutiger Sicht Quatsch, denn ich werde heute noch 15 Jahre später in meinem Lebenslauf oft gefragt "wieso haben Sie denn Koch gelernt? Was hat das mit IT zu tun?" Was ich damit sagen möchte, wenn man eine Lehre durchzieht die einem nicht mehr gefällt sollte man nicht erwarten das Personaler das einem später anrechnen! Vor jedem Praktikum hat die HR Abteilung scheinbar mehr Respekt als von einer Lehre im Handwerk etc. gepaart mit einem späteren beruflichen kompletten Kursschwenk auf wie in meinem Fall die IT. Heute bin ich SAP Berater aber die kreative Verwirklichung mit den eigenen Talenten z.B. Webdesign und Grafik ist das auch nicht. Junge Menschen muss man erklären, dass die eigenen Neigungen nicht immer für die Beruf Auswahl von Wert sind. Es ist immer ein Spagat zwischen was wird aktuell a m Arbeitsmarkt gefragt (mit was kann man Geld verdienen) und die persönlichen Talente sind evtl. beruflich gar nicht dazu geeignet für den Lebensunterhalt "GELD zu verdienen".
D_v_T 29.01.2015
2.
Mein Respekt gilt dem Bäckermeister, der, anstatt die Flinte ins Korn zu werfen, alles getan hat, um weiter als Bäcker zu arbeiten. Von den Ergebnissen profitieren auch andere.
hondje 29.01.2015
3. Karriere mit knick
Lasst euch nicht durch die Deutsche Sklaven Treiber Kaputt machen weil wenn ihr nicht mehr könnt werdet ihr alle abgeschoben in h.4.
Georg-W. Moeller 29.01.2015
4. Im falschen Job
vielleicht ist das Beispiel mit der Fleischbeschau für den Leser erschreckend. Erschreckend, weil Ekel und Angst mit im Spiel sind. " Igitt" höre ich es landauf- landab vor den PCs brabbeln, selbst wenn jeder weiß, dass Schlachten nun mal so geht. Entscheidend ist doch aber die Botschaft: "bin ich denn überhaupt in meinem Job richtig"? Wie viele unglückliche, unzufriedene deutsche Menschen laufen tagein tagaus zu ihren Arbeitsplätzen und halten aus. Frust hat sie längst gelähmt und entscheidungstaub gemacht. Schäden an Körper, Geist und Seele höhlen den Betroffenen aus. Die Arbeitgeber, denen es übrigens häufig genauso geht, beklagen zig-Milliarden Euro Wertschöpfungsverluste jedes Jahr. Keiner tut was! Deswegen ist dieser Artikel so gut! Jeder prüfe sich, ob nicht längst ein innerer Ekel vor der jeweiligen Tätigkeit "auf der Zunge" liegt. Es ist Zeit zu handeln. Es ist nie zu spät. Arbeit soll und muss auf Dauer Freude und Erfüllung bringen. Ich rede nicht von "Alice im Wunderland", "rosarote Brille". Nein: der Alltag ist grau genug, als dass wir Menschen unser Arbeitsleben in Frust und Starre verbringen sollten: Der erste Schritt: Bewusstmachen: bin ich richtig in meinem Job? Will ich das die nächsten X-Jahre noch mit Freude weitermachen? Habe ich eine Vision von meiner beruflichen Zukunft? Wenn nein: die Veränderungsarbeit kann, ich korrigiere, muss beginnen! Es gibt ausgesprochen gute Persönlichkeitstests im Netz. Schauen, was ergibt ein solcher Test für Optionen! Das Netz wimmelt von Karriere Caoches. Daher ist sicherlich Achtsamkeit bei der Auswahl dieser Begleiter gesucht. Aber es gibt auch ganz tolle Menschen in dieser Spezies, die es verstehen, mit Ihnen, der unzufrieden ist und sich verändern will, neue Optionen zu erarbeiten. Sie haben es sich verdient!
abby_thur 29.01.2015
5. Respekt.
Zitat von D_v_TMein Respekt gilt dem Bäckermeister, der, anstatt die Flinte ins Korn zu werfen, alles getan hat, um weiter als Bäcker zu arbeiten. Von den Ergebnissen profitieren auch andere.
Genau das dachte ich mir auch- ganz großen Respekt an den Herrn. Das wird sicherlich auch ein Arbeitgeber sein, der auf Gesundheitsvorsorge seiner Mitarbeiter achtet. Ich wünschte es gäbe mehr davon. Die Versicherungskauffrau im Call-Center tut mir richtig leid. Den Aufstieg wirds wohl nicht mehr geben. Sie hätte sich selbständig machen müssen, dann wäre es eventuell gegangen.
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