Studie zu Aushilfstätigkeiten So viel Geld gibt's im Studentenjob

Packer, Messehelfer, Kellner: Wer als Student arbeiten geht, muss in diesen Jobs richtig ranklotzen - für unterdurchschnittliche Stundenlöhne. Deutlich besser wird in anderen Branchen gezahlt.

Studentische Bedienung im Café (Symbolbild)
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Studentische Bedienung im Café (Symbolbild)


Studentenjob ist nicht gleich Studentenjob: Je nach Tätigkeit und Hochschulort liegen die Stundenlöhne zum Teil deutlich auseinander. Das zeigt die Auswertung von über 60.000 Stellenangeboten durch den Personaldienstleister Zenjob.

Wer etwa als Kurierfahrer jobbt, verdient demnach am meisten: Knapp 13,60 Euro Stundenlohn werden dafür im Durchschnitt gezahlt. Ähnlich gut entlohnt sind Arbeiten im telefonischen Kundenservice. Etwas weniger gibt es bereits für Hostessen (12,60 Euro) und Promotionsjobs (12,27 Euro).

Wer mit einem klassischen Studentenjob als Kellner oder hinter der Bar sein Geld verdient, kommt auf rund zwölf Euro pro Stunde. Weniger als elf Euro Stundenlohn gibt es nur für drei Jobgruppen:

  • Wareneinräumer (10,97 Euro),
  • Messehelfer (10,69 Euro) und
  • Packer (10,66 Euro) sind die am schlechtesten bezahlten Tätigkeiten, die in der Studie genannt werden.
Einzelheiten zur Studie
Wer hat die Studie in Auftrag gegeben?
Auftraggeber ist die Personaldienstleistung Zenjob, die kurzfristige Studenten- und Aushilfsjobs vermittelt. Nach eigenen Angaben vermittelt die Firma monatlich mehr als 10.000 Studierende auf Zeitarbeitsbasis in verschiedene Branchen.
Welche Daten wurden erhoben?
Für die Studie wurden 61.358 Jobs für Studierende ausgewertet, die von der Personaldienstleistung angeboten wurden. Stichtag für die Datenerhebung war der 21. Februar 2019. Die Jobs stammen aus den Städten, in denen Zenjob aktiv ist: Hamburg, München, Düsseldorf, Köln und Bonn.

Bundesweit liegt der Durchschnitt bei 11,84 Euro pro Stunde. Da viele dieser Tätigkeiten als 450-Euro-Jobs angelegt sind, dauert es unterschiedlich lang, bis die Studierenden dieses Verdienstlimit erreicht haben - je nach Branche zwischen 33 und 42 Stunden pro Monat.

Wer weniger arbeiten und trotzdem mehr verdienen möchte, sollte sich für Tätigkeiten an deutschlandweiten Feiertagen melden. "An Weihnachten und Silvester werden Schichten in der Gastronomie beispielsweise mit bis zu 27 Euro pro Stunde vergütet", heißt es in der Auswertung.

Ein anderes Beispiel für besonders gute Feiertagsbezahlung: Wer am Tag der Deutschen Einheit Fahrerjobs übernimmt, konnte im vergangenen Jahr bis zu 24 Euro pro Stunde verdienen. "An Sonn- und Feiertagen zu arbeiten, zahlt sich in jeder Stadt aus", sagt Zenjob-Gründer Fritz Trott.

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insgesamt 16 Beiträge
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Stäffelesrutscher 06.03.2019
1.
Wenn SPON hier nicht Schleichwerbung für einen »Personaldienstleister« machen würde, der nur seine eigene Kartei durchforstet hat, sondern selbst recherchieren würde, dann wäre auch von Jobs als Dolmetscher/in für die Ausländerbehörde oder für Gericht, als Programmierer/in oder als Urlaubsvertretung im Automobilwerk (Nachtschicht!) die Rede. Da liegt man, egal ob Studi oder nicht, weit über 30 Euro pro Stunde. Aber diese guten Jobs schaffen es wohl nicht in die Kartei der genannten Firma ...
widower+2 06.03.2019
2. Geht das?
Zitat von StäffelesrutscherWenn SPON hier nicht Schleichwerbung für einen »Personaldienstleister« machen würde, der nur seine eigene Kartei durchforstet hat, sondern selbst recherchieren würde, dann wäre auch von Jobs als Dolmetscher/in für die Ausländerbehörde oder für Gericht, als Programmierer/in oder als Urlaubsvertretung im Automobilwerk (Nachtschicht!) die Rede. Da liegt man, egal ob Studi oder nicht, weit über 30 Euro pro Stunde. Aber diese guten Jobs schaffen es wohl nicht in die Kartei der genannten Firma ...
Dolmetscher vor Gericht müssen beeidigt sein und dafür über bestimmte Voraussetzungen in Bezug auf ihren (akademischen) Abschluss verfügen. Das Fach zu studieren, reicht da nicht. Vielleicht wurden die entsprechenden Richtlinien in Bezug auf einige ebenso gefragte wie exotische Sprachen aufgeweicht. Für Studenten mit deutscher Muttersprache dürfte dieser Weg aber in der Regel verschlossen sein. Und wenn zum Beispiel ein deutscher Maschinenbaustudent, der mal einen Englisch- oder Französisch-Leistungskurs hatte, vor Gericht als Dolmetscher auftreten darf, bekomme ich das Gruseln.
Karlowitsch 06.03.2019
3. Rein Netto und steuerfrei
sind das schon schöne Löhne. Und für die 33-42h/Monat = 7,7-9,8h/Woche hat man sich auch eine Respektrente mehr als verdient
Actionscript 06.03.2019
4. Aushilfslehrer
Es gibt noch andere Jobs, zB als Aushilfslehrer. Allerdings war meine Erfahrung, dass man das erste Gehalt erst mehrere Monate später bekam. Auch die Vorbereitung für den Unterricht nimmt natürlich Zeit in Anspruch. Es ist aber eine interessante Erfahrung.
totalausfall 06.03.2019
5. Ich frag mich immer,
welcher sich als Student hinter die Kasse im Supermarkt setzt, kellnert oder in der Tanke rumsitzt. Anstatt schon mal als Werkstudent im eigenen Fach fußzufassen. Bin während meines Studiums immer 2 Tage +- arbeiten gegangen als Werkstudent und hab da steuerfrei gutes Geld verdient, um die 1000€ / Monat. Und natürlich schon das Jobangebot, bevor ich überhaupt fertig war.
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