Start-up-Gründer Das ist der jüngste Selfmade-Milliardär der Welt

Das Studium an der Elite-Uni Harvard hat er geschmissen, jetzt ist er 26 Jahre alt und schon Milliardär: John Collison ist ein Gründer wie aus einem Hollywoodfilm.

John Collison
stripe

John Collison

Von manager-magazin-Redakteur Lukas Schürmann


Ganze zwei Monate trennen die Geburtstage von John Collison und Snapchat-Gründer Evan Spiegel - diese Differenz macht den Iren nun für "Forbes" zum jüngsten Selfmade-Milliardär der Welt.

Der 26-Jährige führt gemeinsam mit seinem zwei Jahre älteren Bruder Patrick das B2B-Start-up Stripe, das Finanz- und andere Dienste für E-Commerce-Unternehmen anbietet. "Forbes" schätzt, dass beide zusammen etwa 30 Prozent von Stripe halten - dieser Anteil mache sie aktuell zu Milliardären: Capital G, Venture-Tochter der Google-Mutter Alphabet, und General Catalyst Partners hatten jüngst 150 Millionen Dollar in das Unternehmen investiert. Stripe sei damit 9,2 Milliarden Dollar wert. "Forbes" taxiert das Vermögen der beiden nun auf jeweils 1,1 Milliarden Dollar.

Wie die Grafik von Statista zeigt, haben aktuell nur zwei andere Milliardäre unter 30 ihr Vermögen selbst erwirtschaftet - die Snapchat-Gründer Evan Spiegel und Bobby Murphy:

Die Collisons haben Bilderbuch-Start-up-Karrieren hingelegt: Schon im Teenager-Alter hatten sie ein Computerprogramm entwickelt und für Millionen verkauft, berichten "Welt" und "Forbes"; zugunsten von Stripe hätten sie in bester Zuckerberg-Manier ihr Studium in Harvard (John) beziehungsweise am MIT (Patrick) geschmissen.

Ihr unprätentiöses Auftreten komplettiert das Bild: John habe im Stripe-Hauptquartier in San Francisco nicht einmal einen Schreibtisch: "Es wäre schön, einen Ort zu haben, wo ich Sachen hinstellen kann", sagte er "Forbes" für eine Titelgeschichte des Magazins: Allerdings würde sein Schreibtisch ohnehin bald vor Zeugs überquellen, "also ist es wahrscheinlich am besten so".

576 Menschen arbeiten aktuell für das Unternehmen. Neben Alphabet und General Catalyst sind Sequoia Capital, Andreessen Horowitz sowie die PayPal-Grüner Peter Thiel, Max Levchin und Elon Musk investiert. Umsätze verkündet das Unternehmen nicht - bekannte Kunden wie Lyft, Shopify oder Kickstarter sollen allerdings Dutzende Milliarden Dollar mithilfe von Stripe-Diensten verwalten.

Entsprechend hoch werden die Brüder in der Szene geschätzt: "In der Hackordnung des Valley stehen sie ganz oben an der Spitze", zitiert "Forbes" Aaron Levie, als CEO von Box selber einer der großen Spieler der US-Tech-Szene.



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blob123y 02.12.2016
1. Sie sollten Google nicht immer in einen positiven Zusammenhang erwaehnen
denn die klauen (nachweislich) Geld von den Leuten die mit denen arbeiten, ich weiss das weil auch ich Opfer bin und die mir $ 300,- geklaut haben und mit zigtausend Leuten dasselbe gemacht haben bei der Masse kommt da schon was zusammen Zeugen: http://www.webpronews.com/google-accused-of-stealing-money-from-adsense-publishers-2014-04/ Die Masche ist die, die konstruieren vorm Monatsende einen Vorfall das der Adsensepartner irgenwo auf der Welt angeblich eine Vertragsverletzung mit denen gemacht hat und konfiszieren das aufgelaufene Geld des Vertragspartners. Es ist noch NIE irgendwo bewiesen worden wo denn diese Verletzung stattgefunden hat es wird nur behauptet. Wenn man fragt warum wird einfach nicht mehr geantwortet (no replay). Und schon haben die am Monatsende ein paar Milliarden kassiert und stellen das als Betriebsgewinn dar. Das machen die seit Jahren und schotten sich dann ueber eine Armada von Anwaelten ab.
amuego186 02.12.2016
2. 26 Jahre und 1.000.000.000 Dollar
Wie soll das funktionieren? Ich habe 45 Jahre gearbeitet und ca. 1,350.000 Dollar netto als Arbeitnehmer verdient. Morgens 6 Uhr aufgestanden- 8 -10-12 Std. gearbeitet. Da stimmt doch etwas nicht und sie als Journalist, der diesen Artikel geschrieben haben, fragen sich das nicht und denken darüber nicht nach? Ist das klassisch Karl Marx pure Ausbeutung? Und was soll so ein Artikel?
mrotz 02.12.2016
3.
Zitat von amuego186Wie soll das funktionieren? Ich habe 45 Jahre gearbeitet und ca. 1,350.000 Dollar netto als Arbeitnehmer verdient. Morgens 6 Uhr aufgestanden- 8 -10-12 Std. gearbeitet. Da stimmt doch etwas nicht und sie als Journalist, der diesen Artikel geschrieben haben, fragen sich das nicht und denken darüber nicht nach? Ist das klassisch Karl Marx pure Ausbeutung? Und was soll so ein Artikel?
Sie haben die 1.3 Mio quasi in bar umgesetzt. Angenommen sie hätten von 300000 leben können und hätten eine Million in ein Mietshaus investiert. Dann wären sie Millionär. Angenommen dieses Haus bestünde aus 10 Wohnungen, die zu jeweils zu 1000€ pro Monat vermietbar sind. Nach Abzug von Steuer und Kosten bleiben ihnen im besten Fall 5000€ im Monat. Ein stattliches Einkommen, aber sie verdienen somit nicht mehr als jemand der ein solches Gehalt erhält. Würde man letzteren Millionär nennen ? Jetzt steht das Haus vielleicht auf dem Land. Ab vom Schuß. NIemand will dort wohnen. Ihr Haus leer, sie haben keine EInnahmen. Was will man mit einem leeren Haus, in dem niemand wohnen will? Bei Verkauf hätten sie die investierten 1 Mio nie mehr raus, weil es keiner kaufen will. Wenn bei einem Unternehmen ein Investor mit 100 Millionen einsteigt zu 10% Anteil -> Bang das Unternehmen ist 1 Mrd wert! Wie sind Milliardär. Obwohl in der gesamten Firma gerade mal 150 Mio verfügbar sind und diese wahrscheinlich auch nur über mehrere Jahre. Was lernen wir: Werte sind rein fiktiv. Manche sogar fiktiver als andere. Und man sollte einen Milliardär erst Milliardär nennen, wenn dieser eine Milliarde Cash zur Verfügung hat. Dies hat praktisch niemand. mfg
thoscha 02.12.2016
4. Valle de las Lagrimas
Und wieder mal hat "Silikon Tal" zugeschlagen! Irgendjemand programmiert irgendwo eine solche Super - Über - Software das er sie für Millionen $ verkaufen kann. Wow.!! Das muss ja echt ein Genie vor dem Herrn sein. Aber wenn man ganz genau hinschaut, arbeiten sich da immer die üblichen Verdächtigen ab! Für mich klingt es nach Kungelei! Und diese Bewertung solcher 0815 Amis-Schrott Unternehmen ist doch die Farce schlechthin, oder?! Die gleiche Scheisse läuft mit diesen dubiosen Rating - Agenturen ab. Die Amis verarschen die ganze Welt und jeder kuscht vor diesen Typen! Ich bin seit über 25Jahren in der IT tätig. Und natürlich gibt es Programmierer die in wesentlich weniger Zeilen etwas definieren können, wofür andere eben mehr benötigen. Das macht nun mal den Unterschied aus. Weiter will ich das auch nicht ausführen. Das ist wie Musik - der eine beherrscht sein Instrument wirklich super -aber er bleibt einfach nur ein Techniker an diesem, während der ander intuitiv mit seiner Musik und dem Instrument verwächst...- alles klar? Prima! wie gesagt es inverstiern immer die gleichen in irgendwelche Firmen, diese werden dann extrem hoch bewertet ( schließlich will man es sich ja nicht mit den "alteingesessenen" Firmen verderben - denn an denen verdient man ja inzwischen sehr gut und besser) und die kapital geber werden nach dem Börsengagn wieder mal eine fetten Happen verdient haben. Fuck IT...!!! Volksverdummung und nichts weiter wie geistige Onanie! Und wieviel Leute gibts es von denen man noch nie etwas gehört hat, geschweige denn jemals hören wird, aber die 1000 mal besser sind als die zwei Joes?! Na?
Newspeak 02.12.2016
5. ...
haben aktuell nur zwei andere Milliardäre unter 30 ihr Vermögen selbst erwirtschaftet Na ja, was man so im Turbokapitalismus "erwirtschaften" nennt. Das Vermögen beruht allein auf der Bewertung der Firma über den Börsenkurs. Dem gegenüber stehen ein paar Leute, die Arbeit tun, wobei aber niemand so genau weiß, was sie tun und für wen, und Namedropping von ein paar anderen wichtigen Leuten, die angeblich investiert haben usw. Entweder a) alles stimmt, und die Jungs machen wirklich wichtige Dinge, die wirklich zahlende Kunden haben, oder b) alles ist eine Luftnummer und irgendwann demnächst ist das Milliardenvermögen wieder weg (siehe Frau Holmes), oder c) irgendwas dazwischen, wobei man nicht vergessen sollte, daß dort draußen genug schmutziges Geld darauf wartet, gewaschen zu werden. Möglicherweise wird ja ein Teil des Umsatzes auch mit solchen halbseidenen Dingen gemacht. Wen man nicht versteht, was das Geschäftsmodell sein soll, und Banken und ähnliche Organisationen involviert sind, dann ist das sogar irgendwo anzunehmen. Ich weiß nicht, es gibt jedenfalls Menschen, denen mehr Respekt gebührt, weil sie sinnvollere Dinge tun und echte Werte schaffen. Die meisten Milliardäre sind deshalb reich, weil sie Geld hin und her schieben und von virtuellen Wahrnehmungen leben.
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