KarriereSPIEGEL-Adventskalender Dann geh doch!

8. Teil: 6. Dezember: Schenke lieber unpersönlich


Warum stellt sich der Kollege nur so an? Das Erdmännchen freut sich doch auch über Maden
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Warum stellt sich der Kollege nur so an? Das Erdmännchen freut sich doch auch über Maden

Tante Annegret bekommt den Norweger-Schal vom Kirchenbasar, Onkel Klaus den Bierkrug, den es 2007 für den Drittplatzierten beim Kegeln gab - aber was schenkt man nur den lieben Arbeitskollegen? An Ideen mangelt es nicht: Bei Teamleiter Torben drängt sich der Gedanke an "Das kleine Arschloch" auf. Und für Sekretärin Gabi wäre Woody Allens "Was Sie schon immer über Sex wissen wollten" eine sinnvolle Gabe. Oder vielleicht doch eher der Sado-Maso-Schinken "Shades of Grey"?

Imagetrainerin Imme Vogelsang aus Hamburg hat sich über Geschenke im Büro mal so ihre Gedanken gemacht. Und ist zu dem Schluss gekommen: Der Spaß hört schon beim Blumenstrauß auf.

"Geschenke an Geschäftspartner und Kollegen sollten nicht zu persönlich sein", sagt sie. Blumen und Parfum könne höchstens eine Kollegin der anderen schenken. Männer sollten sich eher an Krimis, Romane oder Sachbücher halten. Das darf dann auch ruhig ein Finanzratgeber sein oder das neueste Werk von Peter Scholl-Latour. Denn, so Imagetrainerin Vogelsang: "Selbst wenn der andere bisher kein ausgewiesener Kenner des Themas ist, ist es ein Zeichen der Wertschätzung, ihm das Interesse daran zuzutrauen."

Im Fall von Sekretärin Gabi geht "Shades of Grey" also in Ordnung.

  • Dieser Tipp richtet sich an: Geschenkesucher
  • Punkte auf der Ach-was-du-nicht-sagst-Skala: 3 von 10
  • Wie es danach weitergeht: Nach den Feiertagen werden Sie mit echten Kollegenhasser-Gadgets malträtiert. Der PC wird verrückt spielen, Schaumstoffraketen werden auf Sie niederprasseln und die Buchstaben von Ihrer Tastatur verschwinden.

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insgesamt 2 Beiträge
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marthaimschnee 13.12.2012
1.
Was manche doch für Probleme haben! Soweit ich weiß, gilt für normal abhängig Beschäftigte - wozu der Berufseinsteiger für gewöhnlich gehört - eine maximale Arbeitszeit von 10 Stunden plus 45 Minuten Pause, die nur in Ausnahmesituationen überschritten werden darf. In meinem Fall kann ich dann mit breitem Grinsen verkünden, daß um 17 Uhr diese Grenze bereits erreicht ist. Hier kann man wirklich mal völlig zu Recht sagen: Der frühe Vogel fängt den Wurm!
Joachim Baum 13.12.2012
2.
Zitat von sysopddpJeden Tag ein guter Rat, dieses Pensum wuppen Karriere-, Stil- oder Benimmberater spielend. Sie erklären einfach alles, und sei es noch so banal. Heute im Adventskalender: Wie Sie den Zeitpunkt für den perfekten Abgang berechnen. http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/karrierespiegel-adventskalender-wann-ist-endlich-feierabend-a-872564.html
Ich schau mir zwar so etwas nicht an, bzw. lese es nicht, aber nun wird mir klar, warum man von Zeitgenossen immer mehr Antworten auf immer mehr nicht gestellte Fragen bekommt. Nervig das.
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