Lehrerausbildung Baden-Württemberg führt Teilzeit-Referendariat ein

30 statt 18 Monate: Angehende Lehrer können ihren Vorbereitungsdienst in Baden-Württemberg künftig in Teilzeit absolvieren - wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

Grundschullehrerin (Archivbild)
Getty Images

Grundschullehrerin (Archivbild)


In Baden-Württemberg gibt es von diesem Jahr an auch Teilzeit-Referendare. "Diese Möglichkeit besteht für angehende Lehrkräfte aller Schularten, die ein Kind betreuen oder einen Angehörigen pflegen sowie für schwerbehinderte Lehrkräfte", teilte das Kultusministerium am Mittwoch in Stuttgart mit.

Das reguläre Referendariat dauert 18 Monate. Im Teilzeitmodell arbeiten die angehenden Lehrer 60 Prozent, der Vorbereitungsdienst dauert damit 30 Monate. Der Landtag hatte das Beamtengesetz im vergangenen Jahr entsprechend geändert.

Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) sagte, damit werde der Lehrerberuf attraktiver: "Das neue Modell bedeutet eine Erleichterung für angehende Lehrer bei gleichbleibender Qualität der Ausbildung." Das Kultusministerium rechnet damit, dass beim ersten Durchlauf rund 30 angehende Lehrer ihr Referendariat in Teilzeit absolvieren.

Das Referendariat beginnt für Lehrämter an Gymnasien und beruflichen Schulen am 7. Januar. Für das Grundschullehramt, das Lehramt für Werkreal-, Haupt- und Realschulen sowie das Lehramt für Sonderpädagogik starten die Seminare am 1. Februar.

In einzelnen Bundesländern wie etwa Berlin und Sachsen ist laut einer Auflistung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) auf Antrag ebenfalls ein Referendariat in Teilzeit möglich.

sun

insgesamt 15 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Braveheart Jr. 02.01.2019
1. Sehe ich das richtig ...
... daß Teilzeitlehrer auch nur teilzeitbezahlt werden? Hier soll wohl eher zu Lasten unserer Kinder auf Teufel komm raus gespart werden. Natürlich könnten die Landespolitiker auch ihre üppigen Bezüge zurückstutzen, schließlich haben sie ja gemäß §48 der Landesverfassung Baden-Württemberg geschworen: "... daß ich meine Kraft dem Wohle des Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden ..."! Aber zugunsten des eigenen Nutzens wird der Schaden der Anderen als Kollateralfall allemal in Kauf genommen.
wolf-ce 02.01.2019
2. Das sehen Sie eher nicht richtig
das Teilzeitreferendariat eröffnet z.B. Menschen mit Kindern die Möglichkeit, die Berufsausbildung fortzuführen, steht so auch im Text. Aber Meckern und auf Politiker schimpfen macht ja mehr Spaß als richtig zu lesen ...
maurerxxx 02.01.2019
3. Zu Kommentar 1
Da hatte jemand aber ein mutiges Herz aber wenig Verstand. Natürlich bekommt man bei entsprechend weniger geleisteten Stunden weniger Geld! Das Studium bzw. Refendariat in Teilzeit ist eine Verbesserung fürs Bildungswesen, weil so mehr Menschen die Chance haben diesen Beruf zu ergreifen. Also ergo mehr Lehrer. At Spon : Prüft Leserbriefe doch bitte wieder auf Sinnhaftigkeit.
Sibylle1969 02.01.2019
4.
Die Frau des Neffen meines Mannes hätte davon profitieren können. Sie wurde nach dem Studium auf Grundschullehramt schwanger und musste daher das Referendariat um drei Jahre nach hinten verschieben, weil die Kinderbetreuungsmöglichkeiten nicht mit den Arbeitszeiten im Vollzeitreferendariat vereinbar waren.
faz-leser 02.01.2019
5. Interessante Bildauswahl der SPON-Redaktion
Liebe SPON-Reaktion, was wollen Sie dem Leser eigentlich mit der Auswahl eines Bildes, das ausgerechnet dann eine junge Frau zeigt, wenn es um neu eingeführte Teilzeitmodelle geht, sagen? Zum credo Ihrer Redaktion hätte ein gemischtgeschlechtliches Bild mit mehreren Personen oder zur Not auch das Bild eines jungen Mannes sicherlich sehr viel besser gepasst. Oder haben Sie das Ihren Grafikern noch nicht erklärt?
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.