Jetzt mal ehrlich Die 15 häufigsten Bürolügen

Der Kollege ist mal wieder "leider gerade in einer Besprechung", und die E-Mail "wegen eines IT-Problems" nicht angekommen? Flunkern gehört zum Arbeitsalltag. Aber diese 15 Sätze könnten wir uns wirklich sparen.

Im Büro wird viel erzählt, wenn der Tag lang ist
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Im Büro wird viel erzählt, wenn der Tag lang ist

Von manager-magazin-Redakteurin


"Irgendwann kommt für jeden die Stunde der Wahrheit, und dann heißt es: Lügen, lügen, lügen", hat der Schauspieler Willy Millowitsch mal gesagt. Besonders gern gelogen wird im Büro: Schließlich will man selbst nicht der eigenen Karriere im Weg stehen.

Aber wozu eigentlich das ganze Theater? Bei vielen Sprüchen, die man während der Arbeit täglich hört (und selbst von sich gibt), wissen doch ohnehin alle Beteiligten, was wirklich gemeint ist. Eine Auswahl:



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murksdoc 13.07.2017
1. Noch'n Zusatz
Sehr gut finde ich auch "Davon habe ich keine Ahnung/Das ist mir nicht bekannt/Davon weiss ich nichts". Der Normalsterbliche schliesst nämlich daraus, es hieße: "Ich habe den Mahnbescheid/die Zustellungsurkunde nicht erhalten/ist in der Post verloren gegangen" oder "Ich war nicht in der Besprechung, in der der Banküberfall geplant wurde". Sollte dieses aber durch Unterschrift/Zeugen/Videomaterial beweisbar sein, sagt der so Überführte: "Ich wollte sagen, "ich hatte es vergessen/nicht zugehört/den Brief nicht gelesen". Wer solche Äusserungen macht, bereitet sich vor, von Gremien "interviewt" zu werden, in denen man die Wahrheit sagen muss. Im Bereich der Wissenschaft gilt, wenn ein Autor in der Einleitung schreibt: "Bereits Schlaumaier (1976), unterstützt von den Arbeiten von Schlaumichel (1989, 1991), sowie Schlauschlupf (2002) zeigten..." heisst: "Von diesem kalten Kaffee sind schon soviele Dünnbrettbohrer berühmt geworden, ich will davon auch eine Scheibe abhaben....". Wenn ganz zum Schluss geschrieben steht: "Bezüglich des Forschungsgegenstandes sind noch viele weitere Studien erforderlich" heisst das: "Nichts habe ich gefunden und selbst davon habe ich keine Ahnung. Bitte fragt mich nichts, sonst mache ich gleich in die Hosen". Am besten aber ist: "Für die binominal abhängige Variable a berechneten wir die semilineare Regressionsgerade c, die im Gausschen Scheitelpunkt x(q) den Pearsschen Regressionskoeffizienten der Kovariablen a (n-1) schneidet und damit unser Ergebnis hochsignifikant mit Alpha kleinergleich 0.001 Prozent bestätigt". Das heisst: "In unserer Studentenbibliothek gibt es eine sauteures Statistikprogramm, mit dem keine menschliches Wesen umgehen kann. Wenn man in die leeren Felde aber irgendwelche Zahlen einträgt, dann kommen solche intelligent klingenden Sätze raus, die kein Mensch, uns eingeschlossen, versteht, geschweige denn, diskutieren kann. Also haben wir unsere beim Kaffee ausgewürfelten Ergebnisse in verschiedenen Kombinationen da eingefügt, und immer wenn ein Satz mit "signifikant" herauskam, haben wir ihn hier reingeschrieben. Was das alles bedeutet, wird man hoffentlich in 2000 Jahren verstehen, aber dann interessiert es keinen, weil dieser Planet nur noch von Insekten bevölkert sein wird. Also glaubt es uns gefälligst, sonst schreiben wir noch so einen Satz hier rein!".
StefanXX 14.07.2017
2. Witzig geschrieben, inhaltlich fragwürdig
Manche "Ausreden" sind ganz witzig kommentiert, aber inhaltlich meiner Meinung nach oftmals mehr als fragwürdig. Vieler dieser Sätze sind meiner Erfahrung nach auch manchmal, in bestimmten Fällen sogar überwiegend wahr und keine Lügen. Z.B. die angebliche "Lüge" "Haben Sie noch Fragen?". Vielleicht ist meine Firma ja auch ein Sonderfall, aber wir sind hier nicht so inkompetent dass wir Fragen zu Themen, für die wir zuständig sind, fürchten würden.
dondon 15.07.2017
3. Chef
Witzig wird es, wenn sich vor allem der eigene Chef diesem Vokabular bedient. Mehr sage ich dazu nicht.
hexenbesen.65 15.07.2017
4.
Ich weis ja nicht, in welcher Zwetschge der Autor gearbeitet hat....aber bei uns geht es nicht "so" zu... Mails werden grundsätzlich mit "Lesebestätigung" verschickt, bei dringenden Mails noch gerne hinterher angerufen, und bei Zeiten von Lynk sieht man, ob Kollege online ist oder nicht.... Wir arbeiten MITeinander, nicht gegeneinander.... (und wir sind ne große Firma mit super Abteilung)....Bei Problemen wird ein kurzes Meeting eingerufen, alle bringen Ideen ein, und der "Hauptverantworliche" sucht sich die für ihn bestmögliche aus. (zb spontanes Einladen der Kunden zur Werksbesichtigung, um zu erklären, wo der Fehler "hängt"- mit Lösungsvorschlägen für die Zukunft--manchmal liegt das Problem nämlich auch mal beim Kunden....zu spät zu viel bestellt, oder uralte Projekte wieder aufleben lassen wollen... )
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