Meister-Bafög Mehr Geld für Azubis

Ab August gibt es mehr Geld während der Ausbildung und weniger Schulden am Ende: Der Bundestag hat Verbesserungen beim Meister-Bafög beschlossen. Profitieren können auch Studienabbrecher.

Bafög-Antrag: Der Bundestag hat beschlossen, die Ausbildungsförderung für Handwerker und Fachkräfte auszubauen
DPA

Bafög-Antrag: Der Bundestag hat beschlossen, die Ausbildungsförderung für Handwerker und Fachkräfte auszubauen


Angehende Handwerksmeister und Fachkräfte sollen mehr Geld vom Staat bekommen. Mit großer Mehrheit beschloss der Bundestag am Freitag deutliche Verbesserungen beim Meister-Bafög. Es sei wichtig, nicht nur die akademische, sondern auch die duale Berufsausbildung intensiv zu fördern, sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU).

Nach dem Beschluss steigen die Förderbeiträge für den Lebensunterhalt und die Lehrgangskosten, die Zuschläge für die Kinderbetreuung sowie der sogenannte Erfolgsbonus. Wurden bei einer erfolgreich abgelegten Prüfung bisher 25 Prozent des Darlehens für Prüfungs- und Lehrgangsgebühren erlassen, sollen es künftig 40 Prozent sein.

Meister-Bafög auch für ehemalige Studenten

Zudem wird die Förderung für Studienabbrecher und Bachelor-Absolventen geöffnet, die nach ihrer Zeit an Uni oder FH eine handwerkliche Ausbildung anschließen wollen und dafür bisher kein Bafög erhalten konnten. Die Änderungen sollen zum August 2016 in Kraft treten. Allerdings bedarf die Gesetzesnovelle noch der Zustimmung des Bundesrats.

Dann steigen auch, wie bereits 2014 in der Bafög-Novelle beschlossen, die regulären Fördersätze von derzeit monatlich 697 Euro auf 760 Euro.

Im Bundestag votierten neben Union und SPD auch die Grünen für die Reform, die Linke enthielt sich der Stimme. Die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Rosemarie Hein, erklärte, die finanziellen Verbesserungen seien überfällig, angesichts der gestiegenen Lebenshaltungskosten aber nicht ausreichend. Zudem bemängelte sie die unterschiedliche Behandlung von geförderten Studenten und den Beziehern von Meister-BAföG.

Mit dem Meister-Bafög fördert der Bund seit 1996 die Weiterbildung von Handwerkern und Fachkräften, vor allem in Meisterschulen. Bislang haben Wanka zufolge 1,7 Millionen Menschen die Förderung in Anspruch genommen, insgesamt flossen 6,9 Milliarden Euro.

him/dpa

Mehr zum Thema


Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 6 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
valmorphanize 26.02.2016
1. Na welcher...
...Freischaffende oder Langzeitstudent hat denn den Text geschrieben? "Meister BAföG - mehr Geld für Azubis" Den Meister macht man NACH der Ausbildung (von diesem Begriff stammt das Wort Azubi ab) und mit min. 1-3 Jahren Berufserfahrung. Lebenslanges Lernen, auch für den Texter hier.
dickebank 26.02.2016
2. Bachelor
Zitat von valmorphanize...Freischaffende oder Langzeitstudent hat denn den Text geschrieben? "Meister BAföG - mehr Geld für Azubis" Den Meister macht man NACH der Ausbildung (von diesem Begriff stammt das Wort Azubi ab) und mit min. 1-3 Jahren Berufserfahrung. Lebenslanges Lernen, auch für den Texter hier.
Sorry, der Autor ist "Junggeselle", da hat man weder Ahnung vom Studieren noch von einer Ausbildung. Und woher soll jemand, der keinen Master hat, wissen, was ein Meister ist?
Vollgasmeister 27.02.2016
3.
Ich bekomme seit Dezember 2015 Meisterbafög. Weiss jemand, ob ich dann ab August auch mehr bekomme, oder hat die Politik das wieder verpennt zu regeln? Die derzeitigen 200€ die man geschenkt bekommt sind der Oberwitz, wenn man sieht wie dieser Staat das Geld sonst zum Fenster rauswirft !
sniggle 28.02.2016
4. Naja
200? haben oder nicht haben... ohne das Geld wäre es sicher noch viel witziger für dich.
MartinS. 28.02.2016
5. ...
Zitat von VollgasmeisterIch bekomme seit Dezember 2015 Meisterbafög. Weiss jemand, ob ich dann ab August auch mehr bekomme, oder hat die Politik das wieder verpennt zu regeln? Die derzeitigen 200€ die man geschenkt bekommt sind der Oberwitz, wenn man sieht wie dieser Staat das Geld sonst zum Fenster rauswirft !
Und diese Frage stellen sie allen Ernstes HIER? Wäre es nicht sinnvoller sich mit einer simplen Anfrage per Mail auch an das Amt zu wenden, an dem sie den Antrag gestellt haben (Bundesministerium für Bildung und Forschung?) Sollte eigentlich naheliegend sein - insbesondere da sie in Sachen Kritik ja scheinbar durchaus bereit sind auszuteilen. Und der Satz, den sie erhalten ist ja abhängig von ihren Lebensumständen. Soweit ich mich erinnere, sollte der Höchstsatz zwischen 600 und 700 Euro liegen. Na klar muss man das TEILWEISE wieder zurückzahlen - nichtsdestotrotz ist es immer sehr einfach, mit dem Finger auf irgendwas zu zeigen, und zu bemängeln, dass dort so viel verplempert wird... ich bin mir sicher, dass wohl jedem ganz schnell etliche Anliegen einfallen, die stärkere Förderung durchaus wert währen... nur blöderweise gäbe es für wohl jeden dieser Vorschläge auch direkt wieder ausreichend Leute, die das als zweitrangig ansehen... wenn nicht gar hier sofort wieder die Verschwendungs-Keule auspacken.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.