Lustlosigkeit im Job So besiegen Sie das Kein-Bock-Gefühl

Bis Feierabend bringen Sie nichts Produktives mehr zustande? Und auf morgen haben Sie heute schon keine Lust. Akute Bocklosigkeit im Job: Woher sie kommt - und was Sie dagegen tun können.

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Von "Karrierebibel"-Autor Nils Warkentin


Schon vormittags haben Sie keine Lust mehr, schieben Aufgaben vor sich her. Der Feierabend kann nicht schnell genug kommen und eigentlich könnte auch gleich Wochenende sein - oder Urlaub, so sieben bis neun Wochen.

Gerade zu Wochenbeginn kommt Lustlosigkeit im Job besonders häufig vor. Doch niemand ist dem Gefühl wehrlos ausgeliefert. Je früher Sie erkennen, dass Ihre Lust schwindet, desto schneller und besser können Sie reagieren.

Welche Ursachen hat Lustlosigkeit auf der Arbeit?

Bocklosigkeit kann viele Gründe haben. Den einen entscheidenden Grund zu finden, ist oft schwer. In vielen Fällen ist es auch eine Kombination verschiedener Ursachen. Wir haben eine Übersicht möglicher Gründe zusammengestellt:

  • Über- oder Unterforderung

Beides kann zu ausgeprägter Lustlosigkeit führen. Wenn Sie nur mit langweiligen Standardaufgaben betraut werden, für die Sie nicht einmal nachdenken müssen, verlieren Sie jede Motivation, sich überhaupt noch anzustrengen. Gleiches gilt, wenn die Herausforderungen im Job für Sie viel zu hoch sind und Sie mit jedem Projekt überfordert sind. Sobald Sie merken, dass selbst die größte Anstrengung nicht ausreicht, sinkt die Motivation gegen Null.

  • Keine Perspektiven

Im Beruf wollen fast alle Arbeitnehmer etwas erreichen: Mehr Verantwortung, Aufstieg , höhere Bezahlung. Solche Ziele motivieren enorm - wenn sie vorhanden sind. Gibt es diese Chancen nicht, kann schnell die Frage aufkommen "Warum soll ich mich überhaupt anstrengen?".

  • Schlechte Arbeitsbedingungen

Jedes Unternehmen sollte die bestmöglichen Bedingungen für seine Mitarbeiter schaffen. Denn das wirkt sich direkt auf Zufriedenheit und Leistung des Teams aus. Veraltete Technik, zu kleine oder zu dunkle Arbeitsplätze können die Mitarbeiter schnell demotivieren.

  • Mieses Betriebsklima

Nette Kollegen und ein guter Chef können ein guter Grund sein, gern zur Arbeit zu gehen. Andersherum kann aber Streit im Job den letzten Nerv rauben und jegliche Motivation zunichtemachen. Und ist das Betriebsklima erst ruiniert, ist es nur schwer wieder aufzubauen.

  • Fehlender Ausgleich

Die Arbeit ist ein wichtiger Teil des Lebens, der eine Menge Zeit in Anspruch nimmt. Fehlt ein entsprechender Ausgleich, fehlt auch irgendwann die Lust auf den Job - selbst, wenn Sie ihn gern machen. Es braucht ein Gegengewicht in der Freizeit.

So entkommen Sie der Lustlosigkeit bei der Arbeit

Die meisten Menschen bekommen das Gefühl irgendwann einmal zu spüren. Wenn es Sie trifft, müssen Sie nicht in Selbstzweifel oder Grundsatzdiskussionen verfallen. Es bedeutet nicht gleich, dass Sie sich nach einem neuen Job umsehen müssen.

Vollkommen unbedenklich ist kurzfristige Lustlosigkeit. Sie hält höchstens ein paar Tage an. Mehr Gedanken sollten Sie sich machen, wenn aus der kurzen Phase eine anhaltende Lustlosigkeit wird. Manchmal reichen schon kleine Veränderungen, um wieder mehr Spaß am Job zu finden:

  • Machen Sie ausreichend Pausen

Es mag widersprüchlich erscheinen, bei akuter Bocklosigkeit auch noch Pausen einzulegen. Aber das kann tatsächlich eine effektive Erste-Hilfe-Maßnahme sein, um neue Motivation zu schöpfen. Wenn Sie keine Lust haben, irgendetwas zu machen, dann bringt es Sie kaum weiter, am Schreibtisch zu sitzen und Löcher in die Luft zu starren - oder beschäftigt auszusehen, wenn der Chef in der Nähe ist. Besser ist es, ein paar Minuten alles liegen zu lassen und an die frische Luft zu gehen. So bekommen Sie den Kopf wieder frei, bringen Körper und Gedanken in Bewegung.

  • Sorgen Sie für Abwechslung

Kaum ein Job ist acht Stunden am Tag spannend. Routineaufgaben gehören dazu, können einem aber den restlichen Arbeitstag verleiden. Sorgen Sie für Abwechslung. Mischen Sie langweilige mit spannenden Aufgaben, falls möglich. Oder arbeiten Sie nicht immer nur am Schreibtisch, sondern suchen Sie sich einen anderen Platz, an dem Sie ebenso gut arbeiten können.

  • Achten Sie auf Ihre Einstellung

"Oh nein, nicht das schon wieder..." Wenn Sie so an ein Projekt herangehen, folgt die Lustlosigkeit fast zwangsläufig. Ihre Gedanken beeinflussen Ihre Gefühle - und umgekehrt. Anstatt nur herumzunörgeln, können Sie sich genauso gut sagen, dass Sie das Beste aus der Aufgabe herausholen werden.

  • Suchen Sie das Gespräch

Wer unter Lustlosigkeit leidet, zieht sich meist zurück. Zu groß ist die Angst, als faul angesehen oder sogar kritisiert zu werden. Besser wird es dadurch allerdings nicht. Und allen anderen vorzuspielen, es gäbe kein Problem, wird die Situation eher noch verschärfen. Auch wenn es Mut kostet, sollten Sie deshalb über Ihre fehlende Motivation sprechen. Im privaten Umfeld werden Sie sicherlich auf Verständnis stoßen. Das Gespräch mit dem Chef kann helfen, diese Ursachen abzustellen.



insgesamt 21 Beiträge
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Seite 1
isoprano 19.02.2018
1.
... ich bin sogar zu lustlos diesen Artikel (während der Arbeitszeit) zu lesen ... was nun?
!!!Fovea!!! 19.02.2018
2. Super Vorschlag
seine Arbeit woanders zu machen... Klar, ich nehme meinen Bürotisch, inkl. PC u.v.m. setze mich einfach woanders hin, da ich keinen Laptop o.a. habe, muss ich ständig mit Tisch u.s.w. umziehen. Wer schlägt den so einen Unsinn vor?! Oder soll eine Krankenschwester den Patienten huckepack nehmen und in einem anderen Zimmer waschen? Man, man, man, wem fallen den solchen blödsinnigen Vorschläge ein?
rolie 19.02.2018
3. Tränen lachen...
.... kann ich bei dem Vorschlag, dem Chef zu sagen, dass ich nicht motiviert bin. Das ist ja so, als ob ich fristlos kündigen würde.
suncrawler 19.02.2018
4. An Nr 1-3
Wenn Sie alle so generell demotiviert sind, sollten sie sich vielleicht ein Hobby suchen. Darüberhinaus: In einem allgemeinen Artikel über Lustlosigkeit bei der Arbeit konkrete Beispiele anzuführen und spezielle Vorschläge aus dem Artikel dagegen zu setzen ist schon ausgesprochen....naja blöd. Die Möglichkeiten auf Lustlosigkeit zu reagieren sind vielfältig und müssen je nach Situation ein besetzt werden - das nennt sich im übrigen Differenzierung. Aber vielleicht haben Sie den Artikel auch nicht verstanden.
dasfred 19.02.2018
5. Das eine, was man will, das andere was man muss
Arbeit ist nicht zur Bespaßung da. Erstmal ist sie Grundlage für ein geregeltes Einkommen. Wer darauf verzichten kann, hat viele andere Möglichkeiten. Wer das Geld braucht, soll sich gefälligst zusammenreißen bis er was besseres gefunden hat. Hier besteht ein Vertrag über Geld gegen Arbeitsleistung. Diese Leistung ist nun einmal zu bringen. Wie will man sonst noch Morgens die Kinder in die Schule schicken, wenn die bei Papa nur noch das Lustprinzip gilt. Wie viel Arbeit würde bei uns liegen bleiben, wenn es nur drum geht, ob jemand dabei Spaß hat. Dafür gibt es schließlich den Lohn.
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