Aktion in Neuseeland Zehn Dollar für jeden, der mit dem Rad zur Arbeit kommt

Weil er selbst gern Rad fährt und glaubt, dass fitte Menschen besser arbeiten, hat sich der Chef einer Werbeagentur in Christchurch eine besondere Aktion für seine Mitarbeiter ausgedacht.

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Einmal mit dem Fahrrad ins Büro und zurück - dafür gibt's fünf Dollar. Und wer die Radl-Routine ein halbes Jahr durchhält, bekommt sogar zehn Dollar pro Tag (rund 5,80 Euro). Diese kuriose Regelung gilt in einer Werbeagentur im neuseeländischen Christchurch. Ausgezahlt wird der Bonus gesammelt am Ende des Jahres.

"Ich habe schon länger drüber nachgedacht, dass es großartig wäre, Radfahren zu belohnen", sagte Firmenchef Tim Chesney dem Newsportal "Stuff". "Ich bin selbst begeisterter Radfahrer, und Bargeld ist eindeutig der beste Anreiz." Er ist überzeugt davon, dass sich das morgendliche Radfahren auch auf die Arbeitsleistung auswirkt: "Ich selbst habe das Gefühl, dadurch mehr Energie zu haben."

Seine sechs Mitarbeiter waren von der Idee anfangs allerdings weniger begeistert, in der Werbeagentur gibt es nämlich keine Duschen. Aber schließlich konnten fünf der sechs dem Geldanreiz doch nicht widerstehen. Schließlich kommen bei 250 Arbeitstagen im Jahr auf diese Weise mal eben 2500 Dollar (rund 1470 Euro) mehr aufs Konto. Anfang März ging es los.

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"Es macht Spaß bisher", sagte Entwickler Elliot Gimore dem Onlineportal. Es sei zwar eine Herausforderung, sich im Büro von der sportlichen Anstrengung zu erholen, aber "ich muss ohnehin was für meine Gesundheit tun, und das ist besser als eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio". Er fahre morgens durch einen Park, sehe Menschen, die Enten füttern oder Bücher lesen. "Das ist schon was anderes, als immer nur an der Ampel darauf zu warten, dass es Grün wird."

Christchurch rühmt sich als die Stadt mit den meisten Radfahrern in Neuseeland. Ein Netz von 13 Radwegen gibt es schon, weitere sollen folgen.

vet

insgesamt 72 Beiträge
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Seite 1
Sibylle1969 07.03.2018
1. Coole Idee
Hoffentlich findet das Nachahmer.
großwolke 07.03.2018
2. Duschen und andere Kleinigkeiten
An Kleinkram wie Duschen und Spinden hängt es oft, das machen sich viele Arbeitgeber gar nicht richtig klar, wenn sie mal wieder Parkplatzprobleme zu lösen haben. Ehrlicherweise muss man aber auch dazu sagen, dass Zeit ein Faktor ist. Mehr als eine halbe Stunde am Stück auf den immer gleichen Wegen wird dann doch schnell langweilig, vor allem, wenn man eigentlich noch was anderes vorhat. Ich gönne mir den kleinen Luxus des Radfahrens jeden Tag, muss aber ehrlicherweise gestehen, hätte ich Familie, würde ich wahrscheinlich auch im Auto sitzen.
herm16 07.03.2018
3. na
ist das nicht Diskriminierung. Was machen die Krank oder alt sind und nicht Radfahren können. Oder hat der Chef nur junge, dynamische Mitarbeiter.
aktiverbeobachter 07.03.2018
4. klar
Zitat von herm16ist das nicht Diskriminierung. Was machen die Krank oder alt sind und nicht Radfahren können. Oder hat der Chef nur junge, dynamische Mitarbeiter.
Gut dass das jemand anspricht. oder die die gar nicht radfahren können. oder derjenige der gerade einen Platten am Hinterrad hat. Oder die die im Dunkeln fahren müssen und keine Lampe am Fahrrad haben. oder die die jung und nicht dynamisch sind. so viele Möglichkeiten jemanden zu diskriminieren, das sollte er lieber bleiben lassen. keine gute Idee.
darthmax 07.03.2018
5. Preis
gibt es dann auch 20 $ $ für die, die zu Fuss kommen und/oder joggen ?
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