Deutsche Olympioniken Wie viel Geld gibt's für Gold?

Sie gehören zu den besten Wintersportlern der Welt, doch reich werden die deutschen Olympiateilnehmer von Pyeongchang mit ihren Erfolgen nicht.

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Wer auf dem Treppchen ganz oben steht, hat ausgesorgt? Diese Annahme stimmt für die meisten deutschen Olympioniken nicht. Für eine Goldmedaille zahlt die Stiftung Deutsche Sporthilfe gerade Mal 20.000 Euro. Für Silber gibt es 15.000 Euro und für Bronze 10.000 Euro. Ab Platz Acht gibt es gar keinen Bonus mehr.

Andere Teams bezahlen ihre Sportler üppiger. In Italien bekommt ein Olympiasieger satte 150.000 Euro. In den USA kriegen die Erstplatzierten umgerechnet immerhin 30.000 Euro. Eine Silbermedaille ist dem US-Verband 18.000 Euro wert und eine Bronzemedaille etwa 12.000 Euro.

Die deutschen Wintersportler bekamen in den vergangenen vier Jahren von der Stiftung Deutsche Sporthilfe insgesamt 4,7 Millionen Euro Unterstützung. Im Schnitt machte das für jedes Mitglied des deutschen Olympia-Teams gerade mal 630 Euro im Monat. Kein Wunder, dass viele Top-Sportler neben dem umfangreichen Trainingsprogramm einen Job haben. Viele von ihnen sind bei der Polizei, der Bundeswehr, beim Zoll oder der Feuerwehr, die spezielle Förderprogramme für Sportler anbieten.

Eine Studie, die im Auftrag der Deutschen Sporthilfe erstellt wurde, ergab, dass die rund 1100 an der Befragung teilnehmenden Spitzenathleten im Durchschnitt auf ein monatliches Brutto-Einkommen von lediglich knapp 2000 Euro kamen.

Lesen Sie hier, wie viel die Spitzensportler verdienen:

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Dahlmeier, Savchenko und Co.: So viel verdienen die deutschen Olympia-Sportler

Erfolge erhöhen der Studie zufolge allerdings die Einkünfte. Ein Olympiasieg wie jener von Aljona Savchenko und Bruno Massot in Pyeongchang etwa steigert das durchschnittliche Brutto-Einkommen demnach auf mehr als 6000 Euro.

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