Zeitvertreib in Bus und Bahn So macht Pendeln Spaß

Pendeln ist öde? Mitfahrer mampfen Zwiebelmettbrötchen und testen Handy-Klingeltöne? Es geht auch anders: Sieben originelle Ideen, wie man sich auf dem Weg zur Arbeit die Zeit vertreibt.

Fra.Biancoshock

Es gibt Dinge, die man sich in der Bahn aus Rücksicht auf seine Mitpendler lieber verkneift. Zwiebelmettbrötchen essen zum Beispiel und Handy-Klingeltöne ausprobieren. Zu den ungeschriebenen Pendelgesetzen gehört auch, keinen direkten Blickkontakt mit seinen Mitfahrern aufzunehmen. Überall darf der Blick hängenbleiben - Zeitung, Smartphone, Werbeplakat -, aber die Augen der anderen sind tabu. Jeder tut einfach so, als sei er allein. Kontaktaufnahme unerwünscht.

Ruhebedürftigen Menschen mag das gefallen, geselligere finden das Kontaktverbot mitunter deprimierend. Aber Pendeln muss nicht öde sein, selbst wenn man kein Buch oder Smartphone dabei hat. Mit ein paar einfachen Ideen können sich gelangweilte Pendler die Zeit vertreiben, wie einige Fundstücke aus dem Netz beweisen. Wir zeigen Ihnen die besten.

  • Kuchen verzieren

Kuchen macht glücklich und beruhigt. Er war der Grund, warum Familientreffen bei Oma immer so harmonisch abliefen. Auch die Künstlerin Bettina Banayan hat sich die soziale Bindewirkung von Kuchenkonsum zunutze gemacht: In aller Seelenruhe verziert sie in der U-Bahn einen Kuchen und verteilt ihn danach an ihre Mitfahrer.

  • Den Zugführer zum Lachen bringen
Wer sitzt am längsten in der Bahn? Der Zugführer. Ein guter Grund, ihn mal zum Lachen zu bringen, vor allem, wenn er in der New Yorker U-Bahn arbeitet. Dort müssen die Fahrer in jeder Station auf ein schwarz-weißes Zeichen zeigen, um zu demonstrieren, dass sie voll bei der Sache sind und den Zug an der richtigen Stelle halten lassen. Ein paar Studenten nutzen den Wink mit dem Zeigefinger für ein Experiment: Wie viel Humor haben die New Yorker U-Bahn-Fahrer?

  • Luftpolsterfolie knallen

Den perfekten Zeitvertreib hat der italienische Künstler Fra.Biancoshock seinen wartenden Mailänder Mitbürgern an die Haltestelle gezeigt: Knallfolie. Die Größe kann je nach Wartedauer gewählt werden - und dann wird beliebig geknallt. Einziger Haken: Die Gruppentherapie wirkt nur, wenn auch wirklich alle mitmachen… Peng!

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Luftpolsterfolie für Pendler: Anti-Stress mit Knalleffekt

  • Einen Schlafwagen bauen

Wer spätabends in der U-Bahn sitzt, will eigentlich nur eins: Ins Bett. Und zwar schnell. Oder er steigt gleich in den Schlafwagen mit Betten, Schlafbrillen- und Weckservice. Falls Sie aus Versehen reingeraten: Bitte nicht so laut telefonieren, die Mitreisenden schlafen.

  • Andere beim Lesen beobachten

Man muss nicht unbedingt selbst ein Buch dabei haben, um sich die Zeit mit Lesen zu vertreiben. Es reicht schon, anderen dabei zuzugucken, wie sie die Welt um sich herum in ein Buch vertieft vergessen. Zwei Bloggerinnen sind als literarische Voyeure in Bussen und Bahnen unterwegs und fotografieren Pendler beim Schmökern.

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Pendler: Gelesen in einem Zug

  • Kunstwerke aus Kekskrümeln bauen

Fliegen kann so öde sein. Doch Nina Katchadourian langweilt sich über den Wolken schon lange nicht mehr. Die Künstlerin fotografiert typische Bord-Utensilien, die sie neu arrangiert. So werden Brezelkrümel plötzlich zu Lawinen. Und sie selbst zum Objekt flämischer Meister - in der Bordtoilette mit Klopapier und Einweghandtüchern auf Kopf und Schultern.

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Flugzeug-Fotografie: Kunstwerke aus Bordmitteln

  • Lachen - und damit den ganzen Zug anstecken

Sich in der Bahn anzustecken, geht schnell. Nicht nur mit Viren: In Berlin hat eine Lachyoga-Gruppe innerhalb von ein paar Minuten fast den kompletten Waggon mit ihrem Gelächter angesteckt. Klappt übrigens auch vor dem Bildschirm.

end/ant

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insgesamt 14 Beiträge
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Seite 1
Markenbox 04.08.2014
1. Ganz nett
Aus eigener Erfahrung kann ich auch etwas beitragen. In Berlin Richtung Kreuzberg-Friedrichshain sind der Phantasie auch keine Grenzen gesetzt. Bier trinken, betteln, pöbeln, singen (ob die Leute wollen oder nicht), einfach mal ausflippen. Ganz normal fahren, egal wohin, ist doch öde. Da ich diese Strecke fahren muss, habe ich mir nach einem halben Jahr wieder ein Auto gekauft. Selbst ein Stau ist entspannter als U- und S-Bahn fahren.
campdavid83 04.08.2014
2. Videos....
...funktionieren bei mir nicht! habe eine aktuelle Android Version und dann klappt das nicht? bitte setzt eure guten Ideen dann besser um. Ansonsten ein Artikel, der für manch einen wertlos erscheinen mag. aber die Welt ist ernst genug - eine nette Abwechslung also ;)
glaskugelleser 04.08.2014
3. Oh mein Gott!
So eine gequirlte Scheisse habe ich selten gelesen. Bei dem was aktuell auf der Welt passiert sollte es eigentlich kein Platz für Sommerlochlückenfüller sein. Mit freundlichem Gruss aus dem Zug.
pirmence 04.08.2014
4. Oh Leute..
Diesen Nullwertinfo-Artikel nur quer überflogen. Mein Tip, ihr ganzen Freaks, Überdrüssigen, ADS-Gestörten und Zappelphillips. Seid einfach mal still (auch wenns schwer fällt), übt euch mal in Kontemplation für zwei drei Haltestellen (fällt sicher noch schwerer) und jetzt kommts: Lasst die Finger vom Smartphone und versucht mal ruhig über etwas nachzudenken (schier unmöglich). Ich denke diese Tips wären heute nicht nur hilfreicher sondern vor allem auch persönlichkeitsfördernd. Davon hätten alle was. Win-win.
archback 04.08.2014
5. Tele-Kommunikation
Ein paar nette Ideen dabei. Kuchen verteilen finde ich gut, allerdings wird die Zugfahrt dadurch nicht unerheblich verteuert. Im übrigen hat das Smartphone das Buch im Zug abgelöst.
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