Machen Sie den Test Strengen Sie sich im Job zu sehr an?

Im Job soll man was leisten. Aber viele Menschen strengen sich bei der Arbeit zu viel auf die falsche Weise an - und im Privatleben zu wenig auf die richtige. Gehören Sie dazu?

Imago/ Jamie Jones

Von Ilona Bürgel


KarriereSPIEGEL-Klassiker
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Für Eilige: Hier geht es direkt zum Selbstcheck. In schöner Regelmäßigkeit hört man, dass Menschen bei der Arbeit etwas leisten sollen. Wohlbefinden im Job sei nett, aber nicht Ziel der Veranstaltung. Übersehen wird dabei, dass Leistung, die auf Kosten von Wohlbefinden erbracht wird, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden kostet.

Ein grundlegendes Missverständnis lautet: Wohlbefinden heißt chillen, sich gehen lassen oder abhängen. Das ist falsch. Ich fürchte aber, diese Denkhaltung ist nicht nur für Unternehmer typisch, sondern auch für uns selbst. So schuften wir uns unkontrolliert ab und hoffen dann auf den Feierabend, in dem man uns in Ruhe lässt und wir uns durch Nichtstun erholen können.

Wir strengen uns bei der Arbeit zu viel und auf die falsche Weise an - und im Privatleben zu wenig auf die richtige. Warum? Weil Anstrengung eher mit Überforderung und Strapaze gleichgesetzt wird. Weniger mit Wachstum, Lernen, Freude an Verbesserung.

An der Cardiff School of Health Science der Cardiff Metropolitan University verstehen die Forscher Wohlbefinden als einen Anpassungsprozess. Der Einsatz der eigenen Ressourcen für neue Anforderungen wird demnach mit Wohlbefinden belohnt.

Kurzum: Wohlbefinden ist eben nicht ein Dankeschön nach vollbrachter Leistung oder eine Belohnung, sondern vielmehr die künftige Grundvoraussetzung für Leistung.

Machen Sie unseren Selbstcheck - und prüfen Sie, wie gut Sie darin sind, diese Voraussetzung zu schaffen!

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insgesamt 10 Beiträge
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Seite 1
der_unbekannte 17.05.2017
1. Zustimmung
sehe ich genauso, dem Artikel kann ich voll zustimmen.
AZ1 17.05.2017
2. die künftige Grundvoraussetzung für Leistung?
Meinte die Autorin "die Grundvoraussetzung für künftige Leistung"? Davon abgesehen: Zustimmung.
erwachsener 17.05.2017
3. Multiple-Choice-Unfug
Multiple-Choice-Umfragen sind ja groß in Mode - einfach schnell ein paar Fragen auf die Webseite, Auswertung geht vollautomatisch und anschließend hat man objektive Informationen zur Weltlage. Super Sache. Blödsinn. Schon bei der ersten Frage habe ich mich in den Antworten nicht wiedergefunden, und damit ist das Ganze hinfällig.
Spiegelsicher 17.05.2017
4. Keine Zustimmung
sehe ich komplet anders, dem Artikel kann ich nicht zustimmen.
grabenkaempfer 17.05.2017
5.
der Selbstcheck ist totaler Humbug. Ich mache Montags keine Überstunden, also kann ich die Frage nicht beantworten und auch die nächste Frage ist damit Quark.
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