Bewerbung per Autocomplete Mein Studium war sinnlos, gearbeitet habe ich noch nie

Suchmaschinen helfen ja in vielen Situationen - aber auch beim Erstellen des Lebenslaufs für eine Bewerbung? manager-magazin-online-Autorin Maren Hoffmann hat's versucht. Lesen Sie selbst, was dabei heraus kam.

Wie wäre es mal mit einer Überraschung im Lebenslauf?
DPA

Wie wäre es mal mit einer Überraschung im Lebenslauf?


Was macht man, wenn man dringend einen schicken Lebenslauf für die nächste Bewerbung haben möchte, sich aber nicht übermäßig anstrengen will? Der Londoner Autor Aaron Gillies, der den Twitteraccount TechnicallyRon betreibt, hatte da eine Idee: Er ließ die automatische Suchvervollständigung von Google die Arbeit machen.

"Soon I will have every job", freute sich Gillies, denn Google spendierte ihm nicht nur eine sexuelle Identität als Wolf, sondern auch eine Ausbildung in Gorilla-Kampftechniken und die Aussicht, das mathematisch beweisen zu können.

Funktioniert das auch auf Deutsch? Wir haben den Versuch gemacht. Sehen Sie selbst:

Meine Bewerbung mit Unterstützung von Google autocomplete

Mein Name ist Hase

Ich lebe in Zeitlupe und alles um mich herum bewegt sich

Telefon schnurlos

Email t online

Geburtsdatum: Mein Geburtstag ist am spanisch

Familienstand: Ich bin verheiratet und habe mich in einen anderen Mann verliebt

Sprachen: Meine Sprache 187

Geschlecht: Mein Geschlecht ist männlich

Meine Stärke ist in den Schwachen mächtig

Ich habe beruflich nichts erreicht

Während des Studiums schwanger

Mein Studium war sinnlos

Gearbeitet habe ich noch nie

Gerne möchte ich Ihr Team unterstützen

Ich suche Arbeit als Reinigungskraft in Hamburg

Meine berufliche Zukunft sehe ich im Marketing und im Umgang mit Kindern.

Ich bin nicht wie du und verrate meine Crew

Ich kann außerdem auch mit ss schreiben

Ich bin hoch begabt, hoch sensibel, hoch motiviert und hoch verschuldet.

Haben Pinguine Knie?

Danke auf Klingonisch.


Anmerkung: Bei den meisten Suchanfragen auf deutsch wird als erster Vervollständigungsvorschlag meist "englisch" ergänzt, weil viele die Such- als Übersetzungsmaschine nutzen - diese Vorschläge haben wir nicht mit aufgenommen, weil sie uns zu langweilig waren.

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insgesamt 21 Beiträge
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Seite 1
antmanhh 04.07.2017
1. Willkommen im Club!
...vielleicht tröstet es es zu erfahren, dass das Hunderttausenden von Akademikern in den vergangenen Jahrzehnten auch so erging. Der Kapitalismus braucht die Masse der Menschen nicht mehr. Der Fachkräftemangel ist ein Mythos, ein gut gepflegter und gehegter, dem man Stellenanzeigen entgegenhält wo Leute mit nahezu universellen Superkräften (Alleskönner, Maximalleister, flexibel bis zum Erbrechen) gesucht werden, die es real gar nicht gibt. Davon abgesehen wäre sowieso jede Tätigkeit kontraproduktiv, die zum Wachstum beiträgt...und das tun sie letztlich alle. Nichts zu tun und sich stattdessen dem Wandel, der Transformation der Gesellschaft oder wie aktuell den G20-Protesten anzuschließen, ist as klügste was man tun kann. Damit zeigt man, dass man was über das Leben an sich gelernt hat und Bildung keineswegs schaden muss, wenn man über die richtige verfügt. Die mündet in der Einsicht, dass man sich nicht vor den Karren von Konzernen und Kapital spannen lassen sollte, wenn man nicht als völlig domestiziert für das Kapital gelten frei... Freiheit beginnt im Kopf!!!
Raget 04.07.2017
2. @antmanhh
Haben Sie den Artikel überhaupt gelesen?
vitalik 04.07.2017
3.
Zitat von antmanhh...vielleicht tröstet es es zu erfahren, dass das Hunderttausenden von Akademikern in den vergangenen Jahrzehnten auch so erging. Der Kapitalismus braucht die Masse der Menschen nicht mehr. Der Fachkräftemangel ist ein Mythos, ein gut gepflegter und gehegter, dem man Stellenanzeigen entgegenhält wo Leute mit nahezu universellen Superkräften (Alleskönner, Maximalleister, flexibel bis zum Erbrechen) gesucht werden, die es real gar nicht gibt. Davon abgesehen wäre sowieso jede Tätigkeit kontraproduktiv, die zum Wachstum beiträgt...und das tun sie letztlich alle. Nichts zu tun und sich stattdessen dem Wandel, der Transformation der Gesellschaft oder wie aktuell den G20-Protesten anzuschließen, ist as klügste was man tun kann. Damit zeigt man, dass man was über das Leben an sich gelernt hat und Bildung keineswegs schaden muss, wenn man über die richtige verfügt. Die mündet in der Einsicht, dass man sich nicht vor den Karren von Konzernen und Kapital spannen lassen sollte, wenn man nicht als völlig domestiziert für das Kapital gelten frei... Freiheit beginnt im Kopf!!!
IT-Fachkräfte werden in den Metropolen, wie Hamburg, München,Stuttgart und Co. dringend gesucht. Einsteigergehälter ab 50-60T€ sind locker drin. Selbst im Osten (Leipzig, Dresden, Erfurt) findet man locker eine Festanstellung, ohne Zeitarbeit oder langer Probezeit. Niemand hat jemals behauptet, dass es einen Fachkräftemangel in allen Bereichen gibt. Sie haben anscheinend das Pech, dass in Ihrem Beruf keine Nachfrage gibt.
krach 04.07.2017
4. Sehr geehrter Bewerber,
zufällig suche ich gerade eine Reinigungskraft, die sich unter anderem auch liebevoll um meine Bibliothek kümmern kann, insofern kommt ihr Studium nicht so ungelegen. Auch ihre mangelnde Erfahrung schreckt mich nicht von einem Versuch ab, immerhin geben Sie an, diskret zu sein und ihre Crew nicht zu verraten. Natürlich gibt es noch andere Kandidatinnen, aber ihre Bewerbung sticht durch besondere Kreativität heraus. Melden Sie sich einfach, dann können wir ausstehende Detailfragen (Knie! Gehalt!) klären. hochachtungsvoll K.
keksguru 04.07.2017
5. Quark, Magerquark, Megaquaak
ich fand das Spielchen auch ein wenig absurd und meist fand ixh meine Jobs über jemanden der jemanden kannte der... und dann saß ich mal in einer Uni in Süddeutschland und kriegts mit daś unser Institut einen neuen Professor für Optin suchte.... und am Ende bewarb sich sogar ein Goldschmied,mit dem selben Standardgeschwafel wie alle anderen auch.
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