Spuren im Netz Auf welchen Seiten surfen Sie während der Arbeitszeit?

Wer am Arbeitsrechner private Reisen bucht oder Partyfotos hochlädt, sollte wissen: Der Chef kann das mitverfolgen. Sicherheit im Netz lautet daher die letzte Folge des Digitaltrainings von SPIEGEL WISSEN und SPIEGEL ONLINE .

AHAOK/SPIEGEL WISSEN


Darf man in der Firma privat surfen? Und wenn ja, können meine Chefs sehen, was ich mache? Außerdem: Können Kollegen auf meinen Rechner zugreifen, wenn ich das Büro verlasse?

In der letzten Woche unseres Digitaltrainings geben wir Ihnen drei Tipps für mehr Sicherheit und Privatsphäre im Büro und im Arbeitskontext. Wichtig: Setzen Sie mindestens einen dieser Tipps um!

Wie lange privat? In den meisten Firmen ist es nicht mehr explizit verboten, auch privat zu surfen. Machen Sie sich dennoch klar, dass so etwas auf eine ähnliche Weise "geduldet" ist wie privates Telefonieren. Mehr als eine halbe Stunde sollte niemand privat digitale Medien nutzen. Und Vorsicht: Natürlich kann die IT sehen, welche Webseiten Sie aufgerufen haben, falls Sie eine Stichprobe macht.

Auch wenn so etwas nicht oft vorkommt: Überlegen Sie auf jeden Fall, welche digitalen Spuren Sie auf dem Arbeitsrechner hinterlassen wollen. Falls es bisher zu viele oder zu private waren: Legen Sie sich eine Liste an, auf welche Aktivitäten Sie das Surfen und Mailen in der Arbeitszeit beschränken. Und halten Sie sich daran.

Passwörter überdenken! Wie gut ist Ihr Rechner im Büro geschützt, wie gut das Firmenhandy? Überlegen Sie sich sichere Passwörter - nein, nicht vier Mal die eins - zum Sperren und Entsperren Ihres Bildschirms und für andere Passwörter, die Sie beruflich verwenden. Orientieren Sie sich an der Empfehlung des Bundesamts für Sicherheit und Informationstechnik.

Sparsam klicken. Apps runterladen? Geschäftsbedingungen und Nutzungsrechte akzeptieren? Fotos, Dokumente, Vorlieben überall öffentlich machen? Sowohl im Job als auch im Privatleben ist es mittlerweile normal, so gut wie alles, was wir haben wollen, einfach runterzuladen, und alles was wir interessant finden, ins Netz zu stellen - oder an andere weiterzugeben.

Was mit all den Daten geschieht, wer sie kauft und nutzt (zu Werbezwecken oder gar für die Gesichtserkennung im Supermarkt), ist im Moment noch völlig unklar. Werden Sie also kritischer - und sparsamer mit dem Klicken. Laden Sie sich nicht mehr jede kostenlose App herunter. Gucken Sie, welche Fotos und Dokumente Sie über Dropboxen weitergeben. Probieren Sie mal eine Woche lang, möglichst wenig digitale Spuren zu hinterlassen, und setzen Sie neue Standards dafür, was Sie "brauchen" und wo Sie nicht mitmachen.

Haben Sie einen der Tipps umgesetzt? Gut. Sicherheits- und Datenschutzfragen werden laut Studien von den meisten Menschen vernachlässigt. Wir wissen zwar, wie wichtig sie sind, aber die allerwenigsten Menschen kümmern sich aktiv darum. Das sollten wir ändern.

Nun sind Sie am Ende des Acht-Wochen-Trainings angekommen. Schauen Sie noch mal zurück auf die verschiedenen Aufgaben in den vergangenen Wochen. Entscheiden Sie, welche drei Sie am hilfreichsten und wichtigsten für Ihr Berufsleben finden. Und arbeiten Sie an diesen Aufgaben weiter. Bei speziellen Fragen können Sie sich auch von unserer Expertin Svenja Hofert coachen lassen oder eines ihrer Bücher lesen. Infos finden Sie unter www.karriereundentwicklung.de.

Wir hoffen, dass Sie sich nun etwas souveräner im Umgang mit den digitalen Medien im Job fühlen - und wünschen Ihnen weiterhin viel Freude beim Surfen und Mailen.

Das Team von SPIEGEL WISSEN, SPIEGEL ONLINE und Svenja Hofert

PS: Das Digitaltraining ist zu Ende, aber weiter geht es trotzdem: Ab kommendem Freitag dreht sich das nächste achtwöchige Training um das Thema Liebe. Dafür können Sie sich hier anmelden:

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