Rekordzahl Fast 22.000 Berufsabschlüsse aus dem Ausland anerkannt

Deutsche Behörden erkennen immer mehr Berufsabschlüsse aus dem Ausland an. Das gilt vor allem für Anträge von Syrern - und für eine bestimmte Branche.

Pfleger schiebt Rollstuhl in der Medizinischen Hochschule in Hannover (Symbolbild)
DPA

Pfleger schiebt Rollstuhl in der Medizinischen Hochschule in Hannover (Symbolbild)


In Deutschland wurden 2017 so viele im Ausland erworbene Berufsabschlüsse anerkannt wie noch nie. Im vergangenen Jahr nahm ihre Zahl um knapp 14 Prozent auf 21.800 zu, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das ist demnach seit Beginn der Erhebung 2012 die höchste Zahl.

13.600 Anträge wurden den Angaben zufolge als vollständig, 8200 als eingeschränkt gleichwertig zu einer in Deutschland erworbenen Qualifikation beschieden. 930 Anträge seien zurückgezogen und 470 abgelehnt worden.

"Die mit großem Abstand meisten Anerkennungsverfahren betrafen wie in den Vorjahren medizinische Gesundheitsberufe wie Ärzte, Pfleger oder Physiotherapeuten", teilten die Statistiker mit. Aus dieser Berufsgruppe stammten demnach allein 23.500 von insgesamt 31.100 der 2017 bearbeiteten Verfahren.

Am häufigsten wurden Anträge von Personen bearbeitet, die ihre Ausbildung in Syrien abgeschlossen hatten - insgesamt 3600. Das waren 80 Prozent mehr als 2016. Dahinter folgen Bosnien-Herzegowina (3100, plus 41 Prozent) und Serbien (2400, plus 56 Prozent).

Während die Anerkennungsverfahren von Abschlüssen aus der Europäischen Union um elf Prozent sanken, erhöhten sich die Verfahren für Berufsabschlüsse aus dem übrigen europäischen Ausland um 31 Prozent und dem außereuropäischen Ausland um 36 Prozent, wie es in der Mitteilung hieß.

fok/dpa/Reuters



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