Umstrittenes Gesetz Südkorea senkt Arbeitszeit von 68 auf 52 Wochenstunden

40-Stunden-Woche? Von wegen. In Südkorea lag die maximale Arbeitszeit bisher bei 68 Wochenstunden. Nun hat das Parlament beschlossen, den Beschäftigten Erleichterung zu verschaffen.

Frauen verarbeiten Knoblauch in Uiseong, Südkorea
REUTERS

Frauen verarbeiten Knoblauch in Uiseong, Südkorea


Selbst im emsigen Asien hatte kaum ein Land ein höheres Arbeitspensum: In Südkorea waren bis zu 68 wöchentliche Arbeitsstunden bisher gesetzlich erlaubt. Das soll sich jetzt ändern. Wie der "Guardian" und andere Medien berichten, stimmte das Parlament am Mittwoch dafür, die maximale Arbeitszeit zu senken.

Demnach soll die höchste zulässige Arbeitszeit künftig bei 52 Wochenstunden liegen. Das neue Gesetz soll ab Juli gelten - zuerst für große Firmen und in einem zweiten Schritt auch für kleinere Betriebe.

Die Senkung der Arbeitszeit war ein Wahlkampfversprechen von Präsident Moon Jae In, der zuletzt auch erreicht hatte, dass der Mindestlohn um 16 Prozent angehoben wird.

Das neue Arbeitszeitgesetz stieß im Vorfeld auf Ablehnung unter Arbeitgebern. Doch die Regierung argumentierte, dass es helfen werde, mehr Jobs zu schaffen, den Lebensstandard und nicht zuletzt auch die niedrige Geburtenrate anzuheben.

Laut Daten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) arbeiten nur Mexikaner und Costa-Ricaner im Jahresdurchschnitt mehr Stunden als Koreaner.

lov



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