Tattoos im Job "Die Sonnenblume zeige ich natürlich auch im Büro"

Wir wollten wissen, wer in seinem Job ein Tattoo offen zeigt oder wer es lieber versteckt. Sehen Sie hier die Antworten der SPIEGEL-ONLINE-Leser.

Privat

Ein junger Mann hat vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf gegen das Land Nordrhein-Westfalen gewonnen: Er darf Polizist werden - obwohl er einen 20 mal 14 Zentimeter großen Löwenkopf als Tattoo auf dem Unterarm trägt.

Das Image von Tattoos ändert sich langsam, aber in vielen Berufen endet die Freiheit noch immer am Hemdkragen oder Rocksaum. Wer sich für Tätowierungen entscheidet, muss sich auch entscheiden, wer wann wie viel davon sehen darf.

Wir hatten Sie gebeten, uns zu zeigen, welche Tattoos Sie bei der Arbeit offen tragen oder verstecken. Daraufhin haben uns Fotos aus ganz Deutschland und sogar aus Australien erreicht, von Managern, Lehrern, Unternehmensberatern, Polizisten. Aber sehen Sie selbst!

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Tattoos im Job: Blätter, Blumen, Schlangen
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edsize 28.05.2018
1. So ändern sich
die Zeiten. Als ich mir Anfang der 80ziger mein erstes Tattoo stechen lies musste ich dies bei der Arbeit immer verdecken - wegen der Kunden. Interessanterweise war mein Arbeitsplatz hinter der Bar eines legendären Live Musik Clubs in Süddeutschland - Punkrock inklusive. Aber tätowierte Mitarbeiter wollte man den Gästen nicht zumuten.
Mardor 28.05.2018
2. Unverständlich
Diesen gefühlt seit der Jahrtausendwende massiv um sich greifenden Trend zur möglichst großformatigen Tätowierung konnte ich noch nie verstehen und werde es auch nie. Medizinisch gesehen ist es nichts anderes als Selbstverstümmelung - man sehe sich einmal post mortem die Lymphknoten von Tätowierten an: Wen das nicht abschreckt, der raucht auch nach Anblick einer Raucherlunge weiter. Und, ja, über Geschmack lässt sich nicht streiten, aber selbst bei wohlwollendster Betrachtung sind mindestens 90 Prozent dieser "Kunstwerke" schlicht und ergreifend Schrott. Von den horrenden Kosten dieses Spleens ganz zu schweigen.
ericplant 28.05.2018
3. Für mich...
... werden Tattoos leider immer Prollzierat bleiben, genau wie Alteisen in der Fre**e. Bin gespannt wann es die ersten Studien zu Haut- und Nierenkrankheiten geben wird, die durch die Farben entstehen.
Rechtschreibprüfer_der 28.05.2018
4.
Jede soziale und intellektuelle Schicht hat ihre Symbole und Erkennungszeichen. Der Plebejer hat seine Tätowierungen.
Nania 28.05.2018
5.
Zitat von ericplant... werden Tattoos leider immer Prollzierat bleiben, genau wie Alteisen in der Fre**e. Bin gespannt wann es die ersten Studien zu Haut- und Nierenkrankheiten geben wird, die durch die Farben entstehen.
Ihre Aussage zeigt lediglich, dass Sie mit völlig veralteten Vorurteilen an Tätowierungen herangehen. Tätowierungen finden Sie mittlerweile in allen Gesellschaftsschichten und immer verstärkerter auch in allen Altersschichten, vom jungen Bauarbeiter bis zur sechzigjährigen Professorin. Wer meint, anhand von Tätowierungen ein Urteil über Menschen zu fällen, der sollte in meinen Augen daran arbeiten, über Äußerlichkeiten hinwegzusehen. Zudem sind viele gute Tätowierungen heutzutage wahre Kunstwerke, an denen die Trägerinnen und Träger Freude haben. Und kommen Sie jetzt bitte nicht mit dem Argument "aber wenn man alt wird". Alte Haut sieht immer nach alter Haut aus - ob mit oder ohne Tätowierungen. Schlussendlich muss man auch sagen: Tätowierungen sind so alt wie die Menschheit. Selbst Ötzi war vermutlich tätowiert.
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