Topfrauen der deutschen Wirtschaft Diese Frauen werden 2019 noch mächtiger

Sie gehören zu den 100 einflussreichsten Frauen der deutschen Wirtschaft 2018 - und werden in diesem Jahr erneut von sich Reden machen: Diese Managerinnen und Aufsichtsrätinnen besetzen wichtige Posten.

AP/DEA

Von manager-magazin-Redakteurin Eva Buchhorn


Ihre neuen Vorstandskollegen hat Maria Moraeus Hanssen erst ein bis zwei Mal getroffen. Für ausführliches Teambuilding hatte das Quartett mitten im Fusionsprozess noch keine Zeit. Doch die 53-Jährige ist zuversichtlich, dass der vierköpfige Vorstand der neuen Wintershall DEA - zusammengesetzt aus lauter erfahrenen Öl- und Gasmanagern verschiedenster Nationalitäten - bestens zusammenarbeiten wird.

"Ich denke nicht, dass wir es hier mit einem Merger der großen Egos zu tun haben. Ich glaube also, es wird gut." Das erzählt sie beim Interview Anfang Dezember in ihrem Hamburger Büro. Das Jahr 2019 wird ein besonders aufregendes in der langen Karriere der Norwegerin Maria Moraeus Hanssen, die seit Anfang 2018 als CEO an der Spitze des Öl- und Gasförderers DEA steht. Durch den Zusammenschluss mit Wintershall entsteht ein neuer Energieriese auf deutschem Boden.

"Wir kreieren den führenden unabhängigen Öl- und Gasförderer Europas - mit rund 3000 Mitarbeitern und rund 4,7 Milliarden Euro Umsatz." Hanssen freut sich darauf - auch weil sie genaue Vorstellungen von der Truppe hat, die sie als künftige Chief Operating Officer und Stellvertreterin des Vorstandsvorsitzenden Mario Mehren formen will: Das neue Unternehmen werde "noch internationaler sein und weniger hierarchisch". Da klingt schon jetzt ein bisschen Stolz mit.

Hanssen gehört zu den 100 einflussreichsten Frauen der deutschen Wirtschaft 2018, die manager magazin in Kooperation mit der Boston Consulting Group zum Jahresende präsentiert hat. Die mithilfe einer hochkarätigen Jury aus Wirtschaftsprofis zusammengestellte Liste versammelt die wichtigsten Businessfrauen des Landes - und solche, die in nächster Zeit wohl noch mächtiger werden.


Hier finden Sie die komplette Liste samt der Kurzporträts bei manager magazin Premium.


Sehen Sie hier in der Bildergalerie eine Auswahl der Frauen, die 2019 von sich Reden machen werden.

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Topfrauen der deutschen Wirtschaft: Auf einflussreichen Posten
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hardy.stiefel 03.01.2019
1. Was ändert sich?
Vermutlich nicht viel. Denn die Ökonomie richtet sich nicht nach männlicher oder weiblicher Führungsstruktur sondern ausschließlich nach den Gegebenheiten des Marktes. Aber die Frauen verändern sich rapide. Neulich beim Quiz des Menschens war die richtige Antwort die, dass die Stimme der Frauen mit der Gleichstellung und Gleichbehandlung tiefer wird. Was mir auffällt ist, dass die Adamsapfel, eigentlich mehr bei Männer sichtbar, bei Frauen deutlich erkennbarer wird. Daher ist es ein Märchen, dass es eine weibliche oder männliche Führung gibt. Denn die Frauen passen sich, wirtschaftlich wie körperlich, an. Die GuV/Bilanz macht über das Rechnungswesen alle gleich. Dazu kommt, dass die Marktbegleiter einen Stil vorgeben. Der kann ignoriert und abgeändert werden - aber ob das die gemeinsam umworbene Kunden honorieren ist mehr als fraglich. Was mir allerdings bei der ganzen Frauenpower fehlt ist, dass weniger perspektivisch/strategisch gedacht wird. Was soll's, wir können auf Dauer nicht auf die Hälfte der Köpfe in der Wirtschaft verzichten. Daher ist eine Frauenförderung und Frauenquote gut, sollte aber spätestens nach 10 Jahren abgeschafft werden, damit sich nur noch die Guten durchsetzen können.
redfish 03.01.2019
2. Möchte nur mal so zu bedenken geben....
...dass die Frauen, die es in die oberste Etage der Wirtschaft schaffen - also in den Vorstand großer global agierender AG's - es NICHT durch irgendwelche obskuren "Quotenregelungen" dorthin geschafft haben, sondern einzig und alleine durch LEISTUNG. Nur mal so an die Adresse einer gewissen SPON-Autorin, die auf "emanzipatorische" Themen spezialisiert ist...
zeisig 03.01.2019
3. Das ist doch schön.
Endlich mal ein Beitrag, der uns nicht nur die Mär von der Benachteiligung der Frau vorhält. Auch Frauen können es an die Spitze schaffen !
tommit 03.01.2019
4. Märchen aus dem Homo Sapiens Märchenwald
Zitat von redfish...dass die Frauen, die es in die oberste Etage der Wirtschaft schaffen - also in den Vorstand großer global agierender AG's - es NICHT durch irgendwelche obskuren "Quotenregelungen" dorthin geschafft haben, sondern einzig und alleine durch LEISTUNG. Nur mal so an die Adresse einer gewissen SPON-Autorin, die auf "emanzipatorische" Themen spezialisiert ist...
sowohl für Männer als auch für Frauen... Wenn nur die Leistung zählen würde dann bräuchte man weder Beziehungs-Netzwerke noch Parteien... oder ähnliche Konstrukte. Immer diese lächerliche Märchen vom Intellekt ... der die Ursache wirkungskette beherrscht... Da sind wir noch Jahrmillionen davon entfernt.
vitalik 03.01.2019
5.
Zitat von tommitsowohl für Männer als auch für Frauen... Wenn nur die Leistung zählen würde dann bräuchte man weder Beziehungs-Netzwerke noch Parteien... oder ähnliche Konstrukte. Immer diese lächerliche Märchen vom Intellekt ... der die Ursache wirkungskette beherrscht... Da sind wir noch Jahrmillionen davon entfernt.
Das Wort "Intellekt" haben Sie verwendet, in dem Kommentar steht eindeutig das Wot "Leistung". Netzwerke und Parteien sind auch Leistungen, die man erlangen muss.
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