Für den Job in die Provinz "Was zur Hölle mache ich in diesem Kaff?"

Buxtehude, Detmold, Gunzenhausen - da ist der Hund begraben. Aber: Da gibt es Jobs. Fünf Großstädter erzählen, wie sie für die Arbeit in die Kleinstadt zogen.

So schön ist die Provinz: Die Dechanei in Höxter, rund eine Stunde von Detmold entfernt
picture alliance / Friedel Giert

So schön ist die Provinz: Die Dechanei in Höxter, rund eine Stunde von Detmold entfernt

Aufgezeichnet von Almut Steinecke


Raus, nichts wie raus - so geht es vielen, die auf dem Land oder in einer Kleinstadt aufgewachsen sind. Wenn sie dann bei den Eltern ausziehen, entfliehen sie auch der Provinzialität der Heimat: Jeder kennt da jeden, das Kulturangebot ist sehr überschaubar, und es gibt selten Neues zu entdecken.

Nach ein paar Jahren in der Großstadt zieht es manchen zurück ins Idyll. Warum auch nicht? Jeder kennt da jeden, das Kulturangebot ist schön überschaubar, und man muss nicht andauernd Neues entdecken. Ein weiterer Punkt kommt hinzu: In den Großstädten gibt es in vielen Branchen weniger freie Stellen als auf dem weiten Land.

So kommt es, dass die folgenden fünf Berufstätigen in die Provinz gezogen sind: Die berufliche Gelegenheit war günstig. Mancher fürchtete sich vor der gesellschaftlichen Enge - und hat die Heimeligkeit in der neuen Heimat lieben gelernt.

Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 179 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
NeueTugend 16.02.2016
1. Find ich gut
Wenn man Familie hat, ist es doch schöner in kleinen überschaubaren Orten. Man grüßt noch seine Nachbarn und hilft sich noch eher gegenseitig. Zudem sehnen sich viele Menschen nach Entschleunigung. Und abgehängt von der Welt ist man durch Internet auch nicht mehr unbedingt.
Cotopaxi 16.02.2016
2. Eine viertel Stunde?
Von Detmold nach Höxter in einer viertel Stunde? Das ist selbst sonntags morgens um 4 Uhr nicht zu schaffen! Der Schenkelklopfer!
roninger2000 16.02.2016
3. Landeier
Machen wir uns nichts vor: Ein Städter wird auf dem Land nie glücklich werden. Das einzige was den Zugezogenen interessiert sind die billigen Immobilienpreise. Um sich zu integrieren muss man in den Schützenverein, Sportverein etc. Und das macht i. d. R. der Fremde nicht. Es ist für einen Münchner leichter in New York oder in Shanghai glücklich zu werden als in Freising.
netroot 16.02.2016
4. Gunzenhausen...
....kann man ja verstehen. Mir fehlen bei den Beispielen echte Härtefälle, z.B. Suhl oder Hannover.
commanderbond 16.02.2016
5. Was erwartet mich im Großstadtmoloch?
In den Beispielen werden ja schon ein paar Vorzüge des Landlebens angeführt. Hier ein paar weitere, von einem, der beide Welten kennt: Eine wirklich unbeschwerte Kindheit, Naturlandschaften statt Parks, Kriminalfälle kannte man nur aus XY, Gemeinschaft statt Anonymität, Burgruine statt Museum, Hähnekrähen statt Strassenlärm... und man munkelt es gäbe inzwischen bereits Internet mit Glasfaserperformance... Jeder hat die Wahl
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.