US-Bewerbung Immer schön hartnäckig bleiben

Von Sebastian Moll

"Uncle Sam" als Nussknacker: Wer sich auf dem US-Arbeitsmarkt durchbeißen will, sollte mit einer guten Bewerbung beginnen
dpa

"Uncle Sam" als Nussknacker: Wer sich auf dem US-Arbeitsmarkt durchbeißen will, sollte mit einer guten Bewerbung beginnen

3. Teil: Resume - Leistung schlägt Position


In der Regel soll das Resume nicht länger sein als ein oder maximal zwei Seiten. Es gehört nichts in diese Aufstellung, was nicht für die Stelle relevant ist.

Persönliche Informationen wie Geschlecht, Größe, Gewicht, Familienstand oder ethnische Herkunft sind in den USA komplett tabu. Amerikanische Arbeitgeber dürfen von Gesetzes wegen keine Anstellungsentscheidungen auf der Grundlage solcher Attribute treffen.

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Bewerben in den USA: Amerika, trotzdem
Das Resume wird eingeleitet von einem Absatz, in dem knapp die Qualifikationen des Bewerbers zusammengefasst werden. Diese Einleitung besteht oft nur aus einem einzigen Satz. Ein solcher Satz kann lauten:

"Recent business school graduate with nine months of experience in the online advertising industry, coupled with an understanding of market analysis and positioning."

(Betriebswirtschafts-Absolvent mit neun Monaten Berufserfahrung in der Online-Werbung sowie mit Kompetenzen in Marktanalyse und Markenpositionierung.)

Durch einen solchen Absatz sieht der Leser innerhalb weniger Sekunden, mit wem er es zu tun hat. Auf den einleitenden Satz oder Absatz folgt eine Zusammenfassung der Berufserfahrung. Hier sollte in wenigen Punkten exakt die Qualifikation aufgeführt werden, die für die angestrebte Position relevant ist. Dabei sollten nicht so sehr Stellungen aufgelistet werden, als vielmehr Tätigkeiten oder Projekte. Eine Bewerberin auf eine führende PR-Stelle schreibt etwa:

"Created executive thought leadership platform for chairman of XY that resulted in placement on panel at World Economic Forum at Davos."

Anstatt zu schreiben, dass sie bei der Firma XY als PR-Chefin gearbeitet haben, stellt sie damit lieber ihre herausragende Leistung in dieser Position dar. Schreiben Sie in diese kurze Liste auch selbstbewusst ihre Stärken hinein. "Skilled negotiator" - bei Verhandlungen versiert - beispielsweise.

Erst nach der Übersicht die lange Liste

Auf die Zusammenfassung folgt eine chronologische Aufstellung der beruflichen Stationen. Die neueste Stellung steht dabei an erster Stelle. Schreiben Sie zuerst die Firma, dann die Stellung und am Ende den Zeitraum auf. Beispiel: XY Communicators, Inc, New York, N.Y. Managing Director, Senior Strategist, 2004-present. Unter jeder Position steht dann eine Liste der Aufgaben und Verantwortlichkeiten.

Schließlich folgt der Abschnitt, in dem die Ausbildungsstationen aufgeführt werden. Aufgeführt werden sollten nur Hochschulabschlüsse und Berufsausbildungsabschlüsse mitsamt dem erworbenen Grad oder Titel und dem Jahr des Abschlusses. Die Namen deutscher Hochschulen sollte man auf Deutsch belassen.

Den Abschluss des Resumes bilden Aktivitäten, die sie zusätzlich für relevant halten. Das kann eine Auszeichnung sein oder ein ehrenamtliches Engagement. Zusatzqualifikationen, die von Nutzen sein könnten, sollten in jedem Fall erwähnt werden, wie etwa Fremdsprachen oder spezielle Softwarekenntnisse.

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insgesamt 59 Beiträge
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Seite 1
janne2109 21.05.2011
1. wo hat Spon recherchiert?
(Ich möchte meine Marketingkarriere bei XY fortführen, weil die Firma einen hervorragenden Ruf als innovatives und expandierendes Unternehmen auf dem Gebiet der Haftpflicht-Policen hat.) Diese Bewerbung würde bei aufgrund des „Schmalzes“ im Kasten –ablehnen- landen. -------------- Ich habe in anspriuchsvollen Führungspositionen ein starkes Verantwortungsbewusstsein, einen effektiven Umgang mit Mitarbeitern und die Fähigkeit zum Teamwork erlernt - auch in einem Umfeld, in dem großer Druck herrscht Der Satz ist viel zu lang und Rechtschreibfehler bereits in einer Bewerbung gehen gar nicht, grins. Sorry- dieser Artikel kann nicht von jemandem geschrieben sein, der sich auf dem amerikanischen Bewerbungsmarkt auskennt.
neuronom1000 21.05.2011
2. Genau so!
Zitat von janne2109(Ich möchte meine Marketingkarriere bei XY fortführen, weil die Firma einen hervorragenden Ruf als innovatives und expandierendes Unternehmen auf dem Gebiet der Haftpflicht-Policen hat.) Diese Bewerbung würde bei aufgrund des „Schmalzes“ im Kasten –ablehnen- landen. -------------- Ich habe in anspriuchsvollen Führungspositionen ein starkes Verantwortungsbewusstsein, einen effektiven Umgang mit Mitarbeitern und die Fähigkeit zum Teamwork erlernt - auch in einem Umfeld, in dem großer Druck herrscht Der Satz ist viel zu lang und Rechtschreibfehler bereits in einer Bewerbung gehen gar nicht, grins. Sorry- dieser Artikel kann nicht von jemandem geschrieben sein, der sich auf dem amerikanischen Bewerbungsmarkt auskennt.
Bei Ihnen. Bei mir vielleicht auch. Viele Firmen wollen den Schmalz aber. Wer sich in der Bewerbung schön anbiedert verdeutlicht zumindest, dass er/sie bereit ist, die Firmen-Propaganda blindlings nachzuvollziehen und dieser stets den Vorzug gegenüber der Arbeitspraxis zu geben. "Wir sind ein Unternehmen auf dem absteigenden Ast, mit überalterten und -arbeiteten zerstrittenen Teams, in dem Mobbing an der tagesordnung ist"? Nein - das geht anders - und die Fähigkeit so zu denken sollte man dem Personaler am besten gleich im ersten Satz präsentieren. "Ich bin blind, kann mich wunderbar dumm stellen und höre aufs Wort- kurzum: ich bin ein Profi, gehe über Leichen und will nur eins: Geld und ne feste Stelle". Der eine oder andere P´ler schaut dann auch gern mal über mangelnde Erfahrung oder schlchte Noten hinweg - die Einstellung ist das entscheidende ;-)
JohnD 21.05.2011
3. Zweideutigkeiten vermeiden
""Through challenging leadership positions, I have developed a strong sense of responsibility, effective interpersonal skills and the ability to contribute to teamwork, even in high pressure environments." " Das kann man auch missverstehen: "Indem ich Führungspositionen angezweifelt habe..." "Indem ich (Menschen in)Führungspositionen herausgefordert habe..."
goodluck12 21.05.2011
4. Spiegel USA Serie
Diese USA serie im Spiegel verwundert mich. Ist das jetzt wirklich ein so grosses Thema in Deutschland wie man sich in USA bewirbt, dass es Zeit ist einen Artikel darueber rauszugeben? Laut der letzten Statistik die ich gelesen habe wandern pro Jahr etwa 1000 Deutsche in die USA aus. Das sind etwa 13 pro Millionen Einwohner.
JohnD 21.05.2011
5. ...
Zitat von goodluck12Diese USA serie im Spiegel verwundert mich. Ist das jetzt wirklich ein so grosses Thema in Deutschland wie man sich in USA bewirbt, dass es Zeit ist einen Artikel darueber rauszugeben? Laut der letzten Statistik die ich gelesen habe wandern pro Jahr etwa 1000 Deutsche in die USA aus. Das sind etwa 13 pro Millionen Einwohner.
Das sind übrigens die Fachkräfte, die wir dann anderen Ländern wegnehmen müssen, um unseren Bedarf zu decken. Ein krankes System. Wird Zeit, dass Deutschland sich endlich wieder seine Souveränität erkämpft.
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