Miese Vorstellungsgespräche "Warum sehe ich keinen Ring an Ihrem Finger?"

Dem einen wird gleich die Eigentumswohnung vom Chef angeboten, der andere wird nach dem Grundschulzeugnis gefragt: SPIEGEL-ONLINE-Leser berichten von ihren kuriosesten Vorstellungsgesprächen.

Perfekt vorbereitet, schick rausgeputzt - und dann stellt der Chef unangenehme Fragen.
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Perfekt vorbereitet, schick rausgeputzt - und dann stellt der Chef unangenehme Fragen.


Endlich ist der Tag des Vorstellungsgesprächs gekommen. Sie haben sich gründlich darauf vorbereitet, sind im Kopf alle möglichen Fragen durchgegangen - und dann fragt der potenzielle Chef nach der Ehefrau, dem Grundschulzeugnis oder dem Verhältnis zu Ihrem Vater.

Wir hatten SPIEGEL-ONLINE-Leser aufgerufen, uns von ihren Erlebnissen in Bewerbungsgesprächen zu erzählen. Manche Anekdote ist einfach nur zum Kopfschütteln, andere sind schlicht komisch oder bizarr - oder wurden Sie schon einmal gebeten, während des Gesprächs mit einer Barbiepuppe zu spielen? Aber lesen Sie selbst:

Wenn auch Sie schon mal überrumpelt worden sind in einem Job-Interview, können Sie nun gewiss sein: Sie sind nicht allein. Auch Azubis erzählen von miesen Auswahlgesprächen und hier können Sie dreiste Job-Absagen an SPIEGEL ONLINE-Leser nachlesen.

Leseraufruf
    Wenn auch Sie von ungewöhnlichen Erfahrungen bei Ihrem Jobinterview berichten wollen, schicken Sie uns eine Mail mit Ihren Erlebnissen. Wie lief das Vorstellungsgespräch? Hat man Sie zuvorkommend oder abweisend behandelt? Und wie haben Sie auf absurde Sprüche oder Verhaltensweisen reagiert?
  • Schicken Sie uns Ihre Geschichte per E-Mail!
(Einsendung gilt als Zustimmung zur Veröffentlichung. Wir werden die Beispiele im Artikel anonymisieren.)

mkö

insgesamt 71 Beiträge
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Seite 1
karend 10.08.2017
1. .
Die Schlagfertigkeit von Matthias M. hat mich erheitert. Danke für den Lacher!
fatherted98 10.08.2017
2. Personaler...
...sind so abgehoben, da sie wissen, dass sie über das Wohl und Wehe des vor ihnen Sitzenden entscheiden...da wundert nichts mehr. Mein Tipp...sich nie etwas gefallen lassen...immer höflich Kontra geben...nicht auf das gleiche Niveau sinken...aber eben klar machen, dass man nicht alles mit sich machen lässt. Auf die Frage nach dem Ehering wäre meine Antwort gewesen, dass diese Frage nicht in ein solches Gespräch gehört...hätte der Personaler agressiv reagiert...Gespräch beenden und Brief an die Geschäftsleitung.
schnarchn 10.08.2017
3.
Zum Thema "Grundschule" habe ich auch eine kuriose Anekdote, welche sich in einem auch insgesamt sehr merkwürdigen Vorstellungsgespräch zugetragen hat. Ausgangssituation. Ich: Maschinenbauing. mit Masterabschluss. Bewerbung als Ingenieur in einer Versuchsabteilung eines mittelständischen Unternehmens. Im Vorstellungsgespräch hat man mich wie üblich relativ früh gebeten meinen Werdegang darzulegen. Nachdem es bisher nie relevant war, habe ich wie üblich grob im Zeitraum Abitur und Übertritt zur Uni begonnen. Sofort wurde entgegnet das reicht nicht, ich möchte doch bitte früher beginnen. Sie interessiert auch die Grundschule. Es hat mich zunächst leicht irritiert, was meine Grundschule mit einer Stelle im ingenieurwissenschaftlichen Bereich zu tun hat, aber was soll's. Also weiter ausgeholt und dann kam der Knackpunkt: Übertritt Grundschule zum Gymnasium. Die Frage "Wieso wollten sie auf's Gymnasium?". Entgegnet: "Ich hatte damals schon sehr gute Noten und entsprechend wurde mir von Lehrern und Eltern empfohlen auf das Gymnasium zu gehen.“ Danach die schönste Aussage, die man in so einer Situation hören kann: "OK, sie würden also sagen, dass ihre Eltern sie dazu gezwungen haben auf das Gymnasium zu gehen?". Ähm ja, OK, was zur Hölle ist eigentlich ihr Problem? Ist das jetzt so ein Bewerbungsgespräch Psychospiel, bei dem man versucht mich aus der Ruhe bringen zu wollen? Auf jeden Fall bin ich ruhig und cool geblieben und habe wieder entgegnet, dass ich mit 6 Jahren beim Übertritt noch nicht wirklich reif genug war so eine Entscheidung selbst abschätzen und beurteilen zu können und man deswegen natürlich der Empfehlung seiner Eltern folgt, die einem sagen, dass es das Beste ist. Das hat aber mit Zwang nichts zu tun, ich wollte das auch selbst. Die Antwort war in den Augen meines Gegenüber aber auch nicht zufriedenstellend, ich bekam dann nur noch ein schnippisches "Ja gut, wenn sie das so sehen. Dann machen wir weiter.“ Ich weiß bis heute nicht, welche Antwort die "nette" Dame in dieser Situation erwartet hat. Das ganze weitere Gespräch war voller weiterer kurioser Situationen mit solchen Fragen. Ich könnte wohl noch 1000 Zeilen dazu verfassen. Insgesamt ging es der Dame weniger um fachliche Kompetenzen, sondern sie hat wirklich keine Situation ausgelassen zu versuchen, mich mit sinnlosen Fragen in Bedrängnis zu bringen. Da es um meinen ersten Job nach dem Studium ging, hab ich durchgehalten, ich wollte nicht selbst aufgeben. Inzwischen bin ich zum Glück weiter. Sollte ich nochmal in eine solche Situation kommen, würde ich das Gespräch von meiner Seite aus beenden. Man muss sich nicht jeden Schwachsinn gefallen lassen.
5Minute 10.08.2017
4. Hochmut
Kommt vor dem Fall. An 70% der Fälle finde ich nichts besonders Schlimmes. Ihr fangt als kleine Nummern an, iss so. Wer was drauf hat spielt das spielchen ein paar Monate mit und startet dann mit Leistung durch.
valmel 10.08.2017
5. Puppenspiel
So etwas kann auch eine Falle sein. Ich erinnere mich an einen Architekten, der beim Bewerbungsgespräch einen Haufen Holzbauklötze für Kleinkinder bekam und daraus ein Haus bauen sollte. Er weigerte sich und meinte er sei studierter Architekt und diese Aufgabe solle wohl ein Witz sein. Er bekam die Stelle.
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