Rom - Die Fortsetzung von "Raiot" hätte heute zu mitternächtlicher Stunde auf dem Sender RAI 3 laufen sollen. In der ersten Folge hatte die für ihre Parodien bekannte Komikerin Sabina Guzzanti die mangelnde Informationsfreiheit in Italien kritisiert und sich unter anderem auch als Berlusconi verkleidet.
Als Begründung für die Entscheidung, Raiot aus dem Programm zu nehmen, gab Rai nach Zeitungsberichten rechtliche Probleme an. Die RAI-Führung hatte nach der ersten Folge darauf bestanden, alle weitere "Raiot"-Sendungen vor der Ausstrahlung auf ihren Inhalt rechtlich prüfen lassen zu wollen.
Rai wird indirekt von Berlusconis Mitte-Rechts-Regierung kontrolliert. Berlusconi ist gleichzeitig der Besitzer der drei größten Privatsender des Landes. Im Vorjahr hatte RAI bereits zwei Sendungen aus dem Programm genommen, die als besonders Berlusconi-kritisch galten.
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