Paris - Das Nationale Museum für moderne Kunst im Centre Georges Pompidou sei "beschämt", weil es den Verlust zu verantworten habe, berichtete "Le Figaro". Erst jetzt ist bekannt geworden, dass die "Nana"-Skulptur bereits seit Anfang 1999 spurlos verschwunden ist. Die Künstlerin Niki de Saint Phalle habe gedroht, dem Centre das Vertrauen zu entziehen und einen Großteil ihrer Werke Museen in Hannover und Nizza zu geben. Das Pariser Museum hat alle Kräfte für die Suche nach der drei Meter hohen und 100 Kilogramm schweren Frauen-Skulptur mobilisiert, nachdem das "Journal des Arts" den Fall jetzt öffentlich gemacht hatte.
Vermisst wird die "Bäuerin" mit dem gelben Kleid - es handelt sich um die erste große "Nana" der franko-amerikanischen Künstlerin von 1962. Einen Diebstahl hält Museumsdirektor Alfred Pacquement wegen der Größe der Statue für unwahrscheinlich. Möglich wäre es jedoch, dass die in einen Karton verpackte Plastik 1996 beim Abbau einer Ausstellung zu Ehren von Nikis de Saint Phalles früherem Partner Jean Tinguely (1925-1991) versehentlich zerstört worden ist.
Mit ihren "Nanas" (Frauen) wurde die in Kalifornien lebende Niki de Saint Phalle berühmt. Die knallbunten Statuen mit den ausladend weiblichen Formen hatten in den sechziger Jahren das Publikum schockiert.
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